Über leidenschaftliche Endgegner

Doch anstatt auch nur einen Funken an Normalität einzuschleusen, gerät es immer mehr außer Kontrolle. Und noch während man sich selbst davon überzeugt, es sei der Lauf der Dinge, kratzt ein Arschloch namens Gewissen an der bröckeligen Fassade.

Echt jetzt?

Willst die Stimme im Kopf ignorieren, doch aus dem anfänglichen Flüstern ist ein Schreien geworden;  zu schrill um auf Durchzug zu schalten.  Überlebensdrang versus Selbstzerstörung.

Echt jetzt?

Runterspielen ist mindestens so effektiv, wie der Versuch es mithilfe chemischer Unterstützung beiseite zu schieben. So sinnvoll wie ein Brunch Buffet auf der Afterhour. Zielführend geht anders, oder?

Leider ist auch die Gewissheit falsch zu liegen, vollkommen bedeutungslos. Viel zu überwältigend die Gier. Gib mir mehr davon. Ich kriege nie genug.

Alles unter Kontrolle? Oder nichts anderes als der Spielball einer tot geschwiegenen Abhängigkeit? Zu schwach um es dir einzugestehen?  Wo bist du jetzt?  Gänsehaut. Herzrasen. Das Verlangen nach mehr. Alles durchdringende Hitzewelle. Keine Bedenken oder Zweifel mehr.

Leidenschaftliche Hingabe an den Endgegner – wenn schon spielen, dann mit vollem Einsatz. Du kriegst mich ja doch nicht, wetten?

 

Angekommen?

Dein Atem streicht wie beiläufig über meinen Nacken, schlingst  die Arme immer enger um mich. Perfekter Moment,  es gibt keinen Ort auf dieser Welt an dem ich lieber wäre.

Sauge den Geruch deiner Haut auf, als wäre er die einzige Möglichkeit zu überleben. Gott ich bin süchtig nach dir. Unaufhaltsam rauscht die Hitzewelle durch mich, gleichzeitig mit eisigem Schütteelfrost. Schmiege mich an dich, wünschte ich müsste nie wieder aus diesem Bett aufstehen. Wünschte ich könnte dich für immer derartig intensiv spüren.

Streichelst über mein Gesicht, drehst mich zu dir, siehst mir so unfassbar tief in die Augen.

„Kann ich dich die ganze Nacht so  festhalten?“

Gänsehaut kriecht jede einzelne meiner Fasern hoch, du strahlst mich an.

Ich hab mich niemals jemals jemand zuvor  so verdammt nah gefühlt wie dir in diesem Augenblick. Als wären wir ineinander verschmolzen, nichts ist so vollkommen  wie in deinen Armen zu sein.

Es ist mir scheißegal dass es bald vorbei ist. Es ist mir scheißegal dass du verheiratet bist.

Es ist mir scheißegal dass du mit Huren vögelst. Es ist dir scheißegal dass ich selbst eine bin.