#offline

Insgeheim bin ich froh darüber dass ich das Internet nicht mehr finde, zumindest komm ich so mal vor die Türe. Ich rufe ihn trotzdem an und frag ihn ob er es mit in den Urlaub genommen hat.
„Ganz toll, kein Netz, keinen Penis, kein Bier mehr. So behandelt man keine Frau du unsensibler Mistkerl.“
Lege auf, ignoriere seine darauffolgenden Anrufe. Wenn ich ihm das durchgehen lasse, glaubt er es sei normal mich hier ohne die essentiellen Dinge zurück zu lassen. Ich klau sein ganzes Klopapier, stopf meine Tasche voll damit, will zurück in meine Wohnung. Soll er mal selbst spüren wie das ist wenn einem was fehlt.
Vorsichtshalber versteck ich auch sämtliche Küchenrollen und Taschentücher. Der wird sich freuen wenn er Sonntagnacht nach Hause kommt und mit runtergelassener Hose nach seinem Klopapier sucht.
Auge um Auge.
Siegessicher suche ich das Weite, scheitere aber an der verschlossenen Tür. WO ist denn der Schlüssel hin? Vor lauter Klopapier finde ich nichts in der Tasche. Der muss doch irgendwo sein?
Suche wie verrückt, doch weder im Kühlschrank noch in der Waschmaschine werde ich fündig. Verfluche Gott und die Welt außerdem geht mir das ständige Klingeln auf den Geist. Wo zum Teufel schalt ich bei dem Gerät den Klingelton aus?
Mein Blutdruck fühlt sich zu hoch an, ich muss Dampf ablassen ansonsten werd ich hier zum Nazi.
Ich schreie die Katze an, entschuldige mich drei Sekunden später wieder bei ihr. Wieder dieses nervige Klingeln, jetzt reicht’s.
„Bist du bescheuert? Hör endlich auf ständig anzurufen und schick einfach ne WhatsApp“, kreische ich ihn an.
„Ohne Internet wirst die kaum kriegen Babe“, sein entspannter Tonfall ärgert mich noch mehr als die Tatsache hier fest zu sitzen.
Er sagt ich soll mich beruhigen, Offline ist der neue Luxus.
„Bist du auf Drogen? Und wo zum Teufel ist mein Schlüssel?“
„Ach ja den hab ich eingesteckt. Sorry Schätzchen.“
Ich sage er soll sofort umdrehen und zurückkommen.
„Ich bin schon in Bologna.“
Und ich am Arsch der Welt, dreh um!
„Ich schick dir ein Taxi, wir sehen uns morgen.“
Klettere durch das Schlafzimmerfenster nach draußen, und lasse mich nach Hause kutschieren. Dort angekommen versuche ich über den Balkon in meine Wohnung einzubrechen, verliere das Gleichgewicht als ich über das Geländer hechten will, knalle mit dem Kopf voraus auf den Fließen Boden. Was für n Scheiß Tag, ich schwöre das zahl ich dem Mistkerl irgendwann heim. Robbe unter der geöffneten Jalousie nach drinnen, zum Glück reicht der schmale Spalt um mich durch zu quetschen. Berufseinbrecher müssen sicher ebenso auf ihr Gewicht achten wie die Hungerhaken bei GNTM. Ob die auch Bulimie kriegen?
Wieso steht das Taxi immer noch vor dem Haus? Filmt mich der Kerl etwa?
Freue mich zuhause zu sein, fahr den Rechner hoch und schalt die Stereoanlage ein. Doch weder das eine noch das andere Gerät tut was es soll. Überlege woran es liegen könnte, hol mir ein Bier aus der Küche. Wieso ist denn die Blörre so warm?
Verdammt! Die Stromrechnung! Die haben mich wirklich abgedreht?!
Knalle das Heineken gegen die Wand, es regnet grüne Glassplitter. So eine verfluchte Scheiße, was mach ich denn jetzt bloß? Und wo kommen die Cops vor meiner Türe plötzlich her?
„Öffnen sie die Türe, wir können Sie hören!“
Was wollen die denn hier? Die offene Stromrechnung eintreiben?
„Worum geht´s denn? Es passt mir grade nicht.“, versuche ich sie abzuwimmeln.
„Wir haben einen Anruf erhalten, dass jemand hier eingebrochen ist. Öffnen sie die Tür“
Scheiß verfickter Taxifahrer, das warst sicher du.
„Ich kann ihnen nicht öffnen, könnten sie bitte über den Balkon kommen?“
Über sein Funkgerät fordert der jüngere der Beiden Verstärkung an, während ich mich frage ob offline eigentlich immer so viel los ist.

#homeoffice

Wie oft müssen Top – Dj´s wie Mister Kalkbrenner eigentlich auf Reha zum Detox machen? Fahren die in die Klapsmühle zum Entgiften wie ein 0/8/15 Otto-Normalverbraucher nach Caorle an den Strand? Fragen über Fragen, wo ist eigentlich mein Entgiftungstee hin verschwunden? Ach ja, in der Minibar – hab ihn schließlich mit Wodka veredelt. Brennesselblätter, Mariendistel, Curcuma, grüner Tee und Birkenblätter gemischt mit kalorienarmen Hochprozentigen aus Russland – Detox-Jagatee-Deluxe – der Speedball für Ökofreaks, garantiert zuckerfrei! Ich klopfe mir selbst auf die Schulter, könnte vor Begeisterung über meinen Einfallsreichtum onanieren, wenn da nicht der ganze Papierkram wäre. Porno oder blaue Briefe? Blau oder digital? Ich will beides!
Erstmal Facebook checken, nervt mich aber nach drei Sekunden so sehr dass ich erst wieder auf Youporn lande. Doch beim Anblick kopulierender Asiatinnen fällt mir plötzlich ein, dass man vom Wichsen Knochenmarks-Schwund bekommt.
Klicke den Fickfilm weg, checke meinen Mailaccount.
Irgendein Bumsverlag empfiehlt mir ein Buch zum Thema Onlinepornosucht. Verfluchte Hurensöhne, was ist mit der Drecks-Datenschutz-Verordnung? Dürft ihr überhaupt von meiner digitalen Masturbationsaffinität wissen? Schlimmer als die Stasi diese Kreaturen! Die nennen das Marketing, ich nenne das Spionage. Was kommt denn als Nächstes? Eine Werbemail der Betty-Ford-Klinik? Ich bin so wütend, dass ich mir bei Zalando fünf Paar Schuhe bestelle, ehe ich mich beruhigt habe. Gestärkt durch die Vorfreude auf die neuen Fick-mich-Stiefel fühl ich mich in der Lage den analogen Kram zu erledigen, reiße den Umschlag der neben dem Rechner liegt auf.
Zu meiner Freude ist es diesmal gar kein Strafmandat, sondern die Gasrechnung. Entweder bezahl ich sie bis vorvorgestern, oder sie stellen mir das Gas ab. Was für ne eindrucksvolle Drohung – draußen hat´s über zwanzig Grad, blauer Himmel, Sonnenschein – und in der Nacht bin ich eh nie zuhause. Fick dich doch Scheiß Kelag. Zur Not heiz ich halt elektrisch – die Stromrechnung kommt ohnehin erst in zwei Wochen, genauso wie die Rechnung für meine neuen Schuhe.
Außerdem glaube ich nicht, dass sie mir auch noch den Strom abstellen – WLAN und Elektrizität sind schließlich Menschenrechte, das steht sicher in der Genfer Konvention. Außerdem hab ich eine Rechtsschutzversicherung, wenn die mir den Saft abdrehen, verklag ich sie.
Leider bremst der zweite Brief meine Konfrontationslaune – meine Rechtsschutzversicherung sagt dass ich seit zwei Monaten nicht mehr eingezahlt habe. Keine Kohle – Kein Recht. Ich schwöre sobald ich wieder flüssig bin, verklag ich die auch. Arschficker Versicherungswichser.
Wieso ist „Wichser“ ein Schimpfwort? Ist doch ne schöne Tätigkeit?
Ich klicke auf Pornhub. Nein, nur noch ein Kuvert dann gibt´s Fickfilme. Reiß dich zusammen.
Klappe den Laptop zu, checke den letzten Brief. Gelange zu der Erkenntnis dass Onanieren mich glücklicher gemacht hätte als der einhundertachzig Flocken teure Strafzettel, den ich wütend auf den Schreibtisch knalle. Wegen elf Stundenkilometern zu schnell so viel wie für zwei Gramm Kokain ausgeben? In was für ner kranken Welt leben wir? Sind die Tipsen aufm Amt angesoffen gewesen als sie den Wisch verfasst haben? So nicht! Nicht mit mir!Bei Uneinbringlichkeit drei Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Sollen mich die Kasperln doch einsperren – weil Häfen ist ohne Nebenkosten, mit viel Zeit für Autoerotik.

Frodo goes Hardcore

Wieder mal hänge ich vorm Rechner, zum dreitausendsten Mal lösche ich die Zeilen. Es will einfach nicht. Noch dreizehn Tage bis zur nächsten Lesung, noch drei Budweiser im Kühlschrank.

Kreativität hält sich nicht an Geschäftszeiten, vielleicht ist es einfach zu früh um es laufen zu lassen?

Ob mich Wichsen inspiriert?

Switche von Word auf Youporn, meine Hand wandert unter die Gürtellinie als der erste Pimmel am Bildschirm auftaucht, der in der Relation so gar nicht zu dessen Besitzer passt. Als würde Frodo  einen Pferdeschwanz  zwischen den Beinen baumeln haben. Herr der Ringe in Hardcore.

Nein danke, bevor ich mir den Hobbit mit Riesenlümmel noch länger ansehe, suche ich doch lieber auf Instagram nach etwas Motivation. Vorsichtshalber lasse ich den Fickfilm aber weiterlaufen, hab schließlich mehr als ein Flimmerkastel um damit in die endlosen Weiten der virtuellen Welt abzudriften.

Misterstyria199 hat ein Bild aus der südsteirischen Weinstraße gepostet, auf dem er dämlich lächelnd neben einer Ölpresse steht.

Ob die dort auch Kernöl zum Fisten verwenden? Wie kriegen die grüne Genitalien wieder sauber? Oder spielen die „Hulk fickt mich“ ?

Pornofrodo schiebt seine Hand in die Fotze einer Blondine, ihr gekünsteltes Stöhnen nervt mehr als die sinnfreien Postings auf dem anderen Schirm.

Noch zwei Budweiser im Kühlschrank, eine halbe Flasche Kürbiskernöl daneben.

Hmmm…..

 

 

 

 

 

 

The Nightmare before Kirchtag

Was ich denn so wichtiges zu tun hätte an einem Montagabend, quengelt er. Das tut er immer, wenn er ohne Frühstücksfick aufstehen muss.

„Dasselbe was ich jeden Abend mache“, antworte ich genervt.

„Weltherrschaft oder Vollrausch?“

Dafür, dass er seit vierundzwanzig Stunden ungevögelt ist, macht er einen recht ausgeglichenen Eindruck. Im Gegensatz zu mir – meine Contenance´ ist wie weggeblasen. Was denkt er sich denn, mich hinzustellen als ob ich Harald Junkes´Klon mit Titten wäre?

Das lass ich mir sicher nicht gefallen, wutentbrannt beende ich das Telefonat. Allerdings bin ich viel zu wütend um ihn zu ignorieren – beim dritten Rückruf gehe ich ran:

„Nein, Mister Obergescheit, ich bin nicht betrunken. Das bin ich montags nie, weil ich da immer ein neues Leben beginne. Wenn du mir auch nur ein einziges Mal zuhören würdest, wüsstest du das längst. Und nur zu deiner Info – ich kratze halbverdaute, ausgekotzte Nagetierrestel vom Fußboden. Die kleben nur deshalb so fest, weil mich deine Erektion über zwei Tage ans Bett gefesselt hat. Du bist also hier nicht der Einzige, der Probleme hat.“

 

Von genervt auf hysterisch in weniger als zehn Sekunden, wehe er lacht jetzt.

Vorsichtshalber beende ich das Gespräch zum zweiten Mal, lege auf und schalte in den Flugmodus. Er soll ruhig wissen, dass es mir ernst ist – theatralisch kann ich.

Schneller als das Bedürfnis zu trinken kehrt meine Verwirrtheit zurück, wo kommen die wandelnden weißen Punkte auf dem Ceranfeld auf einmal her?

Wie Slowmow-Sternschnuppen in orientierungslos; freilaufende Kokainvorräte oder Basmatireis auf Einzelkämpfer-Entdeckungsreise durch meine Küche?

Schneller als das schlechte Gewissen, weil ich seinen Schwanz heut Morgen nicht gelutscht hab, erwischt mich die Gewissheit, dass das keine krabbelnden Schneeflocken sind. Nein, das sind Maden.

Angewidert würge ich knapp am Waschbecken vorbei, Gismo starrt mich entsetzt an, wie eine frisch gebackene Pornoprinzessin beim ersten Deepthroat.  Synchronkotzen für Katzenbesitzer. Beziehungsstatus – es ist kompliziert – aber scheißegeil.

Flugmodus wieder ausgeschaltet, ich lass dreimal bei ihm klingeln. Vergeblich.

Als ob ich mich selbst retten könnte, was ist bloß los mit dem Mann? Woher kommt all das Ungeziefer? Warum riecht es hier nach fermentierter und niedrigtemperaturgegarter Wasserleiche? Woher kommt das Flimmern in der Mikrowelle?

Er ruft zurück.

Mit zitternden Fingern drücke ich ihn weg und öffne den Ofen…..

 

 

Über ungefickte Toyboys mit Migrationshintergrund – mach es zu deinem Projekt

Schlendere durch die schattige Gasse zurück zum Parkplatz, als ein alter Skoda hupend neben mir abbremst. Zucke vor Schreck zusammen wie ein Parkinsonpatient auf Amphetamin. Was ist denn das für ein Trottel? Doch noch bevor ich damit beginne, unschöne Worte in Richtung des Fahrers zu schleudern, versetzt mich sein Lächeln in atemloses Staunen.

Seine riesigen Augen, sind mindestens genauso schwarz, wie meine Seele. Ich frage mich, woher mir dieses bildhübsche Gesicht bekannt vorkommt, während er das Fenster öffnet:

„Hallo Maja, wie geht´s dir?“

Es irritiert mich kein bisschen, dass der Typ meinen Namen kennt; den kennen in dieser Stadt ohnehin viel zu viele zwielichtige Gestalten. Ich verkneife mir die Frage, ob er mir seinen Penis zeigen könnte, vielleicht wär’s einfacher für mich,  die Erinnerung aufzufrischen.

„Schlechten Menschen geht es immer gut. Und dir?“

„Alles bestens junge Frau. Wann gehst du endlich mal mit mir Kaffee trinken?“

Fangfrage? Leute die mir nahe stehen, hätten  höchstwahrscheinlich gleich nach einem Blowjob gefragt. Somit passt er nicht in die schon-mal-gefickt-Schublade. Auch wenn mir völlig schleierhaft ist, wieso.

„Morgen Nachmittag, hätte ich Zeit.“

Sein Grinsen wird noch breiter, Mister Sonnenschein strahlt wie ein Hutschpferd:

„Ich freu mich.“

Mein Porno-Kopfkino hätte einen Oskar verdient; schießt mich von null auf hundertachzig in zwei Sekunden; die Erregungskurve schnalzt schneller nach oben, als die einer läufigen Hündin. Der einzige Grund, warum ich nicht auf offener Straße zu masturbieren beginne, kommt in Form eines  Porsches um die Kurve geschossen. Mit quietschenden Reifen kommt der Flitzer knapp hinter Schnucki zum Stehen, ein wild gestikulierend und schimpfender alter Sack hinter dem Lenkrad wirkt sehr unentspannt. Ununterbrochen tippt er mit seinem Finger gegen die Stirn, sieht uns die ganze Zeit über wütend an.

„Babe, ich glaube der da hinten hat es eilig und ich muss auch los. Schreib dir später mal, deine Nummer hab ich ja.“

„Bis dann, du geiles Gerät“,  verabschiede mich ratlos winkend, dreh mich zur anderen Seite um dem Wichskopf im Boxster die Zunge und den Mittelfinger zu zeigen – so erledigen das Erwachsene. Immerhin scheint der gestresste Penner ganz plötzlich ganz verunsichert. Wer legt sich schon mit einer Irren an?

Tief in Gedanken versunken, spaziere ich die Allee bis zum Parkplatz hinunter. Ich komm einfach nicht drauf, wer er ist. Schätze sein Alter auf Anfang zwanzig; ein Toyboy wie ausm Bilderbuch. Nicht mein übliches Beuteschema – auch wenn der Welpengeruch noch an dem Hosenscheißer haftet.

Gehe meine U30 Bumskontakte im Kopf durch –  Schafe zählen für Nymphomaninnen. Müde und grübelnd erreiche ich meinen Wagen, schließe auf, als meine Handtasche zu vibrieren beginnt und mich sofort wieder ans Wichsen denken lässt – die Tücken der Konditionierung brennen die Umrisse eines Vibrators wie ein Standbild ins Gedächtnis, musikalisch untermalt vom Hornbach – Jingle:

Singing ey ja yippie yippie yeah. Mach es zu deinem Projekt.

Ein Königreich für eine Hand voll Psychopharmaka.

Und noch während ich mich nackt und verschwitzt unter dem rätselhaft – ausländisch aussehenden Kerl sehne, reißt mich das erneute Summen zurück ins hier und jetzt.

Wo ist denn mein Handy geblieben?

Hektisch suche ich in dem Wirrwarr meiner Handtasche nach dem Teil und tatsächlich – zwischen leeren Gin Tonic Dosen, zerknüllten Erlagscheinen und unzähligen Kondomen werde ich fündig -Whatsapp macht mich darauf aufmerksam, dass „Afghanistan“ acht neue Nachrichten gesendet hat.

Und plötzlich macht es klick.

Mister Afghanistan.  Wie konnte ich den bloß vergessen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der siebente Zwerg von Schneewittchen

Der Unbekannte aus dem Netz will also, dass ich mich als Chef Sekretärin in einem großen Konzern bewerbe und dabei die Reize einer Frau einsetze. In seiner letzten Mail verlangt er das Bewerbungsschreiben bis am Abend zu bekommen, natürlich an ihn adressiert.

Klingt ja mal nach einem spannenden Anfang für ein Blind Date und in null Komma nichts habe ich den Text fertig.

Sehr geehrter Herr Müller!

Wie ich ihrer Annonce in der Kleinen Zeitung entnehmen konnte, sind Sie auf der Suche nach einer Chefsekretärin. Hiermit bewerbe ich mich um diese offene Stelle.

Ich bin 29 Jahre alt, komme aus Wien und wäre natürlich bereit meinen Lebensmittelpunkt nach Wolfsburg zu verlegen. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich für die Terminkoordination und den Schriftverkehr eines kleinen Familienbetriebs in der südlichen Steiermark tätig. Da ich keine Lust mehr habe, den Großteil des Arbeitstages kniend unter dem Schreibtisch des Chefs zu verbringen, und mit  sämtlichen Geschäftspartnern zu schlafen, sehe ich den Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung gekommen. Ansonsten hätte ich ja gleich in der Pornoindustrie bleiben können.

Pünktlichkeit zählt leider nicht zu meinen Stärken, das mach ich aber mit meinem guten Aussehen wieder wett. Dafür sagt man mir Kommunikationsstärke, Loyalität und ausgezeichnete Umgangsformen nach.

Sollten Sie an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert sein, so würde es mich sehr freuen von Ihnen zu hören.

Bis dahin verbleibe ich

Mit besten Grüßen

Maja Siffredi“                                      

 

Natürlich ist Herr Müller brennend an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert, er antwortet kurz darauf mit einer Einladung zu einem Gespräch:

„Sehr geehrte Frau Siffredi,

Ich werde heute Abend ihr Ansprechpartner sein. Es geht um die offene Stelle einer persönlichen Assistentin und um Customer Relation. Unsere neue Abteilung heißt Hard and Pain. Ich freue mich Sie heute Abend begrüßen zu dürfen. Die genauen Daten teile ich ihnen noch mit.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Müller.“

 

Auf der Fahrt ins Hotel bemerke ich meine eigene Unaufgeregtheit,  erst als ich an der Zimmertüre klopfe, beschleunigt sich mein Puls ein wenig.

Herr Müller ist um die eins neunzig, seine Haare sind genauso schwarz wie seine stechenden Augen und der Maßanzug. Big Boss trägt Hugo Boss.

Nachdem er mir die Jacke abgenommen hat, bittet er mich Platz zu nehmen und ein wenig von meiner bisherigen beruflichen Laufbahn zu erzählen. Mit gespielter Ernsthaftigkeit tue ich das auch, fasle etwas von ausgezeichneten Office Kenntnissen und imaginären Ex-Arbeitgebern.

Während er mir zuhört, schaut er immer wieder auf den vor ihm aufgeklappten Laptop, was mich dazu provoziert meine Beine zu öffnen um ihn eine andere Perspektive auf meine Qualitäten zu liefern.

„Frau Siffredi, das klingt ja alles recht gut.  Mich würde jetzt allerdings noch interessieren, was sie bei ihrem letzten Vorgesetzten unter dem Schreibtisch zu suchen hatten.“

Lächelnd schiebe ich mein Kleid ein wenig weiter nach oben:

„Das ist leider ein Betriebsgeheimnis Herr Müller.“

Mit einem Mal erhebt er sich hinter dem Tisch, kommt auf mich zu, packt mich am Hinterkopf und zieht ihn in den Nacken. Ich bin gezwungen nach oben- und ihn somit anzusehen.

„Du dreckiges kleines Miststück sollst mir sagen was du dort gemacht hast.“

Seine Augen scheinen Feuer gefangen zu haben, sie lassen erahnen was mir heute Abend noch blüht, wenn ich ihn herausfordere, mir die Bedeutung von Dominanz zu demonstrieren.

„Ich habe seinen Schwanz gelutscht.“

Augenblicklich lässt er mich los und setzt sich wieder hin.

„Na dann wollen wir mal sehen, ob du das auch beherrscht.“

Unter dem dünnen Stoff seiner Hose zeichnet sich bereits eine gewaltige Wölbung ab, mir stockt der Atem als er auspackt und mich unter den Tisch dirigiert. Wie zum Teufel soll ich denn einen viertel Meter Schwanz in den Mund bekommen?

„Ihr Vater kommt also aus Afrika,  Herr Müller?“

Er scheuert mir eine.

„Du sollst blasen, nicht reden.“

Abgesehen davon, dass das Exemplar verdammt lang ist, ist es auch noch sehr dick. Warum muss ich gerade jetzt an den Hackbraten meiner Tante denken?  Ich versuche den Mörderschwanz so weit wie möglich in den Rachen zu schieben, würge mehrmals und ringe nach Luft. Insgeheim hoffe ich, ihn nicht in den Schritt kotzen zu müssen, als Herr Müller auf einmal seinen Griff um meinen Schädel lockert.

Ich krieche neben seinen heruntergelassenen Hosen hervor, richte mich auf und bleibe breitbeinig neben ihm stehen. Der Hackbraten ist längst aus meinen Gedanken verschwunden, der Riesenpenis hat ihn wohl rausgefickt. Wie eine läufige Hündin, nur noch aufs durchrammeln lassen fokussiert, ziehe ich mir den Slip vor ihn stehend aus, und beginne mich selbst zu streicheln.

Keine Sekunde später fange ich mir die nächste Ohrfeige, er schnappt meine Arme, zieht sie nach hinten und drückt mich aufs Bett. Noch bevor ich richtig mitbekomme was geschieht, legt er mir Ledermanschetten an, und fesselt mir die Arme.

Vor Lust winselnd flehe ich ihn an, mich durchzuvögeln. Die Vorfreude auf den Fick, heizt mir ordentlich ein. Herr Müller kniet auf meinem Oberkörper, grinst mich überlegen an:

„Na dann Mund auf.“

Er macht da weiter wo er vorhin aufgehört hatte, immer  tiefer taucht er die Spitze in meine Kehle.

„Du willst den ganzen Schwanz in deiner Fotze haben?“

Versuche ein „Ja“ mit vollem Mund zu röcheln, doch es gelingt mir nicht. Erst als er sich ganz aus mir zurückzieht, wird meine Antwort hörbar.

„Dann solltest ihn aber auch ganz in den Mund bekommen.“

„Fick mich bitte.“

Flehe ihn an, platze beinahe vor Erregung als er mich zu streicheln beginnt, schiebe  mein Becken immer weiter in seine Richtung.

„Fick mich bitte.“

„Hab ich nicht gesagt, du redest nur wenn du gefragt wirst?“

Herr Müller scheint sehr konsequent, legt mir einen Knebel an und dreht mich auf den Bauch, um mir anschließend auch noch den Hintern mit der Reitgerte zu versohlen. Aber erst nachdem er einen Plug in ihn geschoben hat. Mein Arsch brennt wie Feuer, während die Gegenseite vor Lust ausläuft und einen feuchten Fleck auf der Decke hinterlässt.

Wimmere in den Knebel und noch während ich still um Erlösung bitte schnauzt er mich an:

„Du kleines Dreckstück. Kannst es ja wirklich nicht erwarten, was? So eine Nutte  wie dich hätten sie früher angespuckt und aus der Stadt gejagt.“

Er hebt meine Hüften hoch, drückt mein Gesicht ins Kissen und seinen Schwanz von hinten in mich. Wie ein elektrischer Schlag jagt mir ein heißer Schauer über den Rücken, Mister Firmenchef füllt mich fast vollständig aus.  Würde ich keinen schwarzen Gummiball zwischen den Lippen haben, würde ich quicken wie ein Käfig voller Meerschweinchen auf XTC. Gott, was für ein Fick!

Mit Höchstgeschwindigkeit rase ich Richtung Orgasmus, bin nur mehr Millimeter davor entfernt, plötzlich drückt er seinen ganzen Körper auf meinen, hält mir die Nase zu und legt mir die Handfläche auf den geknebelten Mund.

Bekomme keine Luft mehr, und durch den Sauerstoffmangel knallt mir die Hitze noch schneller als sonst zwischen die nassen Schenkel. Ich explodiere wie Sprengstoff, schreie in seine gelockerte Hand, als mir die Luft zeitgleich mit dem Höhepunkt einschießt und mir einen der intensivsten Momente beschert.

Zittere am ganzen Körper, er stößt noch einige Male zu, habe keine Kraft mehr mich dagegen zu wehren, auch wenn ich es kaum noch aushalte. Doch sowohl das zuckende Riesending in mir und sein lauter werdendes Stöhnen lassen mich auf eine baldige Pause hoffen.

Keuchend rollt er sich auf die Seite, nimmt mir die Fesseln und den Knebel ab- und mich in den Arm.

Immer noch steht seine Latte senkrecht nach oben, die Spitze des Kondoms ist zum Bersten mit Sperma gefüllt und steht stramm.

„Der sieht ja aus wie der siebente Zwerg von Schneewittchen.“

Herr Müller grinst, soweit ich das in den Augenwinkeln erkennen kann.

„Na wenn er eh nur wie ein Zwerg aussieht, werden wir ihn bei der nächsten Runde bestimmt auch in dein kleineres Loch bekommen, meinst du nicht?“

Warum hab ich nicht einfach die Klappe gehalten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blind Date mit dem Pornokönig

Mir ist langweilig, ich hänge seit Stunden vor dem Laptop, surfe ziellos durch die unendlichen Weiten des wewewe, doch auch nach dem dreihundertsten Mal Link anklicken finde ich nichts, das mich länger als einige Minuten beschäftigt. Habe mittlerweile sieben Mal masturbiert, weswegen auch youporn keine wirkliche Alternative zum Zeitvertreib oder der allgemeinen Entspannung mehr ist.

Eigentlich wollte ich ja bügeln, Fenster putzen, ein Buch lesen, Sport machen; kurz- ein besserer Mensch werden. Eigentlich.

Es schüttet wie aus Kübeln, der Herbst steht bereits in den Startlöchern und macht sich durch allgemeine Nicht-Motivation bemerkbar. Ja das ist gut –  Schuld ist nur das Wetter.  Niemand mutiert zu einem Superhelden, wenn’s draußen arschkalt ist, oder?

Bei Spiderman war sicher auch Sonnenschein?

Ich bin sogar so unmotiviert, dass ich noch nicht mal aufs Klo gehen will, obwohl es sich mittlerweile anfühlt, als würde meine Blase gleich platzen. Klicke mich schneller und schneller durchs Netz um mich davon abzulenken, dass ich meinen Arsch hochkriegen sollte.

Das klappt so gut, dass ich mich irgendwann frage, wieso ich meinen Lebensunterhalt nicht als Pornodarstellerin verdiene. Da ich praktischerweise eh schon im größten Sündenpfuhl dieser Welt feststecke, bitte ich Doktor Google zur Hilfe.

Drei Stunden, fünf Bier, drei Joints, eine Thunfischpizza und zwei Mal onanieren später hab ich die Bewerbung für (keine Ahnung mehr wieviele) Pornoproduktionsfirmen fertig getippt. Eher aus Spaß, als aus seriösem Interesse schicke ich den Kram tatsächlich weg, ehe ich einige Minuten später auf ein Inserat stoße, dass mich wirklich neugierig macht.

„Berlin sucht die ruchlosesten Sexstorys aus ganz Deutschland-die besten werden verfilmt“

Boom. Das ist genau meins, spüre es nicht im kleinen Finger, aber dort wo´s wirklich lustig ist.

Drucke mir die Seite aus, klebe sie auf meinen Badezimmerspiegel um nicht darauf zu vergessen und beschließe erstmal meinen Rausch auszuschlafen.

Fünf Tage und geschätzte vier Millionen Ausrede, wieso ich jetzt noch nicht zu schreiben anfangen kann, später, parke ich meinen Prachtarsch tatsächlich auf die Couch, schreibe eines meiner schrägsten Sex-Erlebnisse auf  (Sommernachtstraum 2.0)  und schicke die Story an einen Unbekannten in die große deutsche Stadt.

Demoliertes Kurzzeitgedächtnis sei Dank, als am nächsten Morgen das Telefon klingelt, hab ich erstmal keinen Plan, welcher Unmensch mich zu dieser Unzeit anruft. Da das Schlafzimmer immer noch dunkel ist, und ich mich fühle als wäre ich fünfhundert Jahre alt, schätze ich die Uhrzeit auf neun Uhr. Ekelhaft. Doch mein anfänglicher Zorn wandelt sich in Null Komma Nichts in Neugierde, als ich die angenehme Stimme am anderen Ende der Leitung höre.

Sein Name ist Gernot, er hat eben meine Mail von vergangener Nacht erhalten, findet meine Geschichte gut und würde mich gerne kennenlernen, um alles weitere zu besprechen.

Bin erstmal sprachlos; damit hätte ich ebenso wenig gerechnet, wie mit einem Anruf des Pornokönigs; noch während ich überlege, wann und wie ich nach Berlin komme reißt mich die hocherotische Stimme aus meinem Gedankenwirrwarr zurück auf den Boden der morgendlichen Realität.

„Ich fliege heute nach Wien, wir könnten uns am Abend treffen?“

Er will dass ich ein Kleid und hohe Schuhe trage-sehr praktisch, das hätte ich auch ohne Aufforderung gemacht. Gespannt, wie er aussieht, suche ich ihn auf Facebook; und tatsächlich-sein Gesicht passt zu der Stimme.

Der Kerl ist hübsch, und das weiß er auch; Gernot strahlt auf den Bildern eine Souveränität und Dominanz aus, die mir bis dato noch nicht untergekommen ist. Mit jeder Stunde steigt die Aufregung und Vorfreude auf ihn, auch wenn das nicht mein erstes Blind Date ist.

Aber es ist das erste Mal mit einem Kerl, der meine intimsten sexuellen Erlebnisse und Begierden kennt, bevor er auch nur den Bruchteil eines Eindrucks von mir und meiner Person erhaschen konnte. Immerhin hab ich ihm vierundzwanzig Stunden davor, eine detailgetreue Beschreibung meiner allerersten BDSM Session geschickt, die absolut nichts mit Mister Grey und dem von ihm ausgelöstem Hype zu tun hatte.

Menschenleere Straßen, wirken beinahe unheimlich, als ich unter einer der Brücken neben dem Donaukanal auf ihn warte. Wieso bin ich zu früh?

Einige Rasta-Typen schlendern an mir vorbei, von einer süßlichen Duftwolke verfolgt und laut kichernd. Sie klingen wie ein Haufen pubertierender Schulmädchen, die in der Umkleide zum ersten Mal einen Pimmel gesehen haben. Das Geräusch des Gelächters will so überhaupt nicht zu der Erscheinung von zwanzigjährigen, halbstarken Kiffern passen.

Sie ziehen an mir vorüber, in einiger Entfernung spaziert ein langhaariger Mann entspannt in meine Richtung. Während der Takt meines Motors immer schneller wird, glaube ich  ein Lächeln auf dem Gesicht des Unbekannten zu erkennen.

Völlig entspannt kommt er vor mir zu stehen, während ich versuche so gelangweilt wie möglich zu tun, stellt er sich nur einige Zentimeter vor mein Gesichtsfeld und fixiert mich mit seinem fesselnden Blick.

Brauche meine ganze Kraft, um die Knie am Zittern zu hindern, erwidere seinen Blick, auch wenn die Vernunft zur Vorsicht mahnt. Und noch bevor ich „scheißewiegeilistdasdenn“ denken kann, berühren sich unsere Lippen, öffnen sich, vorsichtig spielende Zungen, packende Hände an meiner Hüfte, Sekunden bevor er damit über meinen Rücken streichelt und am Nacken zur Ruhe kommt.

Wie millionenfache Bienenstiche direkt über der Wirbelsäule, während jemand mein Zentrum mit Brennnesseln traktiert, drücke mich so nah wie möglich an den Fremden, betörender als sein Geschmack ist nur sein Geruch.

Sauge ihn auf, als wär’s das letzte Mal um mit einem Mal von ihm abzulassen. Tranceähnlich der Zustand, als ich mich von ihm löse um in seine Augen zu sehen; der Energiestrom zwischen ihm und mir ist überwältigend und nicht zu leugnen.

„Schön dass du gekommen bist, Maja.“

Mit weit geöffnetem Mund, und dem Gesichtsausdruck einer Gehirnamputierten, läufigen Hündin starre ich ihn an; alles woran ich denken kann, ist sein Schwanz in mir:

„Du auch.“

Schmunzelnd nimmt er mich an der Hand, wortlos doch emotionsbeladen spazieren wir über die Brücke. Auf der anderen Seiter des Kanals ragt ein hell beleuchtetes Hochhaus in die sternenklare Nacht, er steuert direkt darauf zu, bemerkt mein Zögern:

„Lass uns ein Glas Wein bei mir trinken. In dieser Gegend gibt es keine guten Kneipen. Ok?“

Von seiner Empathie angetan, und ein wenig von der Abenteuerlust gepackt, lasse ich mich darauf ein; habe kein ungutes Gefühl bei der Sache, und so genieße ich einige Minuten später wunderbar fruchtigen Merlot mit einem atemberaubenden Blick auf die schlafende Hauptstadt bei Vollmond.

Mitten in der offenen Wohnküche steht ein schwarzes Ledersofa, rundherum zahllose Bücher die in die Höhe gestapelt recht chaotisch dastehend aussehen. Blickt man länger hin, scheint es, als stecke ein penibel angeordnetes System dahinter, es wirkt nicht unordentlich, ganz im Gegenteil.

Die mit zahllosen schwarz-weiß Aufnahmen gesäumten Wände bilden einen ungewollt scheinenden Kontrast zu dem bunt-vollgeräumten Regal in der Ecke, die mächtige Glasfront unterbricht die  Unruhe mit ihrer Klarheit inmitten von zufällig drapierten Gegenständen.

Fühle mich sicher und folge seiner Einladung Platz zu nehmen. Beobachte ihn dabei, wie er eine Flasche Wasser öffnet, nie zuvor war mir die Ästhetik dieser banal wirkenden Handlung bewusst.

Wie eine zweite Haut legt sich die schwarze Hose um seine Genitalien, vermutlich auch um den Rest, doch meine Festplatte scheint auf stand by Betrieb geschaltet. Schulterlange Haare fallen neben blitzblauen Augen über seine stark aussehenden Schultern, als hätte er einen explodierten Strohballen auf dem Kopf, den man mit Superkleber direkt über sein Kleinhirn gepickt hätte.

Irgendwie wie ein nicht existenter Sohn aus Dieter Bohlen und Britney Spears nach dem elektrischen Stuhl, aber dennoch sehr sexy.

Die Nach Sandelholz, Kaffee und einer undefinierbaren Note duftende Nuance seiner Haut, hinterlässt wuchernde Gänsehaut auf dem Rücken. Aufkeimender Schauer ängstigt mich kein bisschen, ganz im Gegenteil. Als würde die „Jetzt-geht’s-los“ Stimmung die Schirmherrschaft übernehmen.

Das Plätschern der Wasserflasche verstummt, langsam dreht er sich um, zutiefst provokanter Blick in meine Augen, die vor Ungewissheit strahlen.

„Ich möchte, dass du jetzt dein Höschen ausziehst.“

Ruhig, jedoch ohne Zweifel an seiner ernsten Absicht reicht er mir eins der aufgefüllten Wassergläser. Kaum habe ich es ihm abgenommen und er somit eine Hand frei, streichelt er zärtlich über meinen Hals. Genieße die Berührung, schließe die Augen um das Gefühl zu intensivieren. Doch noch ehe das Kribbeln in mir den Höhepunkt erreicht und sich in sämtlichen Fasern meines Körpers ausbreitet zieht er sich unerwartet zurück; instinktiv fasse ich nach ihm, aber es ist mir unmöglich ihn zu erreichen. Mit einem lauten Knall landet die flache Hand, die eben noch die sensible Stelle unter meinem Kinn liebkost hat, mitten in meinem Gesicht. Wieder und wieder ohrfeigt er mich mit der einen, während die andere den Weg zwischen meinen Schenkeln närrisch nach oben tippelt, von Zeit zu Zeit kurz inne hält um mir seine Finger durch die Spalte zu ziehen.

Mein Slip fungiert mittlerweile als Knöchelwärmer, den Rock hab ich auch schon längst bis zum Bauchnabel hochgeschoben, das Wechselspiel aus Schlägen und Zärtlichkeit fordert seinen Tribut, völlig von Sinnen lasse ich mich treiben, wie benebelt nehme ich Berührungen wahr, die sich ihre Bahn  in meinem halb offenen Mund suchen.

„Du wirst dich jetzt ausziehen und dort drüben auf den Boden knien“

Unfähig zur Widerrede, befolge ich seine Ansage, drehe ihm den Rücken zu, wortlos. Ruckartig zieht er den Reißverschluss meines fick-mich-fetzens nach unten, streift es über meine Schultern. Lautlos driftet es zu Boden, splitterfasernackt stehe ich vor ihm.

Gernot packt mich an den Haaren, reißt den Kopf nach unten, lässt auf einmal los und zeigt zu Boden.

„Hinknien hab ich gesagt.“