#dolcefarnientepannacottaporno

Es ist momentan alles zu viel – zwischenmenschliche Kontakte, Gespräche, Monologe, Sonnenschein, Texte verfassen oder staubzusaugen…
Mister Lover Lover fährt in Urlaub, scheiß doch auf ihn.
Baghira schmiegt sich behutsam um meine Knöchel, schnurrend schmust sich die Miezekatze an den Saum meiner Socken.
„Hör auf mit meinen Füßen herumzumachen, du perverses Viecherl!“
Ermahne den Kater, schließlich will ich nicht, dass er sich mit meinen Klamotten paart. Auf der Abdeckung des Katzenklos liegt ein zusammengeknüllter Haufen Bargeld, ich kralle ihn mir um ihn unauffällig in meinen Ausschnitt verschwinden lassen zu lasse. Beinahe so, als müsse ich es vor der Katze verstecken – obwohl es umgekehrt sinnvoller wäre. Immerhin denkt das vierbeinige Gerät nicht daran, sämtliche Bargeldreserven in Betäubungsmittel zu investieren.
Auf dem Weg zum Besten aller Drogendealer beschleichen mich dann doch Zweifel, ob Heroin das passende Mittel der Wahl ist, oder es doch einen Tick zu Drama wirken könnte. Ich meine, wer setzt sich schon einen goldenen Schuss, nur weil der Liebste für drei Nächte nicht vor Ort ist. Hochkarätige Dramaqueens mit einem extremen Hang zur Theatralik?
Wem will ich damit eins auswischen? Ihm oder mir selbst
Vor lauter Fragen im Kopf übersehe ich die rote Ampel, touchiere eine vorbeifliegende Taube mit dem Seitenspiegel, schneide eine heranrasende Radfahrerin. Sie zeigt mir den Mittelfinger, brüllt irgendetwas ausländisch Klingendes durchs offene Fenster. Zum Glück ist die Urlaubszeit bald wieder vorbei – dann kann ich das Geschimpfe anderer Verkehrsteilnehmer auch wieder verstehen – diese ostdeutschen Gammeltouristen quaken unverständlicher als ich mit vier Komma acht Promille beim Italienischkurs.
Ich versichere mich, dass ich die Flugratte nicht getötet habe, winke der Radfahrerin und mache mich aus dem Staub.
Immer noch unschlüssig, was zum Teufel ich da eigentlich mache- reißt mich ein Summen der Mittelkonsole aus meinem quälenden Monolog heraus. Er ruft tatsächlich an, wo ich bin und was ich tue will er wissen. Trotzig entgegne ich, dass er sich jemand anderen zum Kontrollieren suchen soll. Ich frage ja auch nicht, welchen südländischen Frosch er grade knallt und lege wieder auf.
Soll er ruhig wissen, dass ich sauer bin.
Was glaubt der überhaupt?
Und plötzlich bin ich wütender auf ihn, als auf mich selbst. Wie durch ein Wunder lenke ich die Karre durch Manhattan, ohne beim Ticker stehen zu bleiben. Wieso sollte ich mich vergiften, wenn ich auf IHN sauer bin? Was ist denn das für eine dämliche Logik?
Nein, danke. Ich ändere mein Leben!
Kein Gift! Wahre Rache baut auf Fremdenverkehr!

Wenn er meint, irgendwelchen dolce-far-niente-panna-cotta-porno-italia-prinzessinen die Haare zu machen, während sein Schniedelwutz dabei die ganze Zeit unbeaufsichtigt herumschwingt, dann hat er sich geschnitten….

Übers Verwirrt sein

Quentin Tarantio lächelt die Blondine, die vor ihm kniet an. Zärtlich streichelt er über ihre Haare, packt sie plötzlich am Schopf um sie mit eisernem Griff in Richtung Fußboden zu dirigieren. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie in seine. Unfähig die Situation einzuschätzen ergibt sie sich ihrem Schicksal. Widerstand sinnlos – auch ohne Kampf ist sie sich ihrer Unterlegenheit bewusst. Provokation zweckloser als der österreichische Nichtraucherschutz.
Meine Hand wandert dorthin, wo´s heiß und nass ist. Als ob ich einfach herumwichsen könnte. Zwei Sekunden später klatscht seine flache Hand mitten in mein Gesicht. Immer wieder ohrfeigt er mich, ob mir irgendjemand erlaubt hat, an mir herum zu spielen, will er wissen. Viel mehr als eine rhetorische Frage erwarte ich nicht von ihm.
Ich sage nein.
Er sagt, was nein? Und scheuert mir noch eine.
Ich sage danke mein Herr.
Ich denke fick dich du bescheuerter Wichser. Hoffentlich krepierst du langsam und qualvoll und elendig und jetzt.
Er sagt ich wäre nichts anderes als ein billiges Fickstück, man sollte mich ständig durchvögeln und dauerhaft gestopft halten.
Unbarmherzig rammt er mir sein Ding in den Arsch, füllt mich damit völlig aus, während er mir ins Ohr flüstert: „Ich spritz dir alles rein. Wenn ich fertig mit deinem Arschloch bin, lutscht du meinen Schwanz sauber, du dreckiges kleines Miststück.“
Winsle um Gnade, vergeblich. Er lässt keinen Moment von mir ab, rammelt mich wie ein brunftiger Hirsch mit einer Überdosis Viagra. Tue so, als ob es mir gefallen würde.
Spanne meine Fotze an, mache mich so eng wie möglich. Drei Sekunden später zieht er den Schwanz aus mir raus, nimmt ihn in die Hand ehe er mich vollwichst. Zielsicherer als Harald Juhnke bei Vollmond verfehlt er meine Titten, spritzt mir mitten ins Gesicht. Ich bewundere seine Fähigkeit so unschuldig wie´s Christkind auszusehen, seine Hände wischen währenddessen seine ungeborenen Kinder aus meiner Visage.

Alles nur geklaut

Wenn du lachst

Strahlt Sonnenlicht in die Nacht

Für die Dinge die wir lieben

Sind wir gemacht

Erschöpfter Geist drückt mich zu Boden. Mobilisiere allerletzte Reserven, um den Schein der Unkaputtbarkeit zu wahren.

Lieber stehend sterben

Als kniend leben

Tanze auf Messers Schneide, jede Unbedachtheit könnte das Ende bedeuten. Himmelhoher Höhenflug ohne Happy End Garantie. Hollywood ist weit weg.

Und ich ringe zum Himmel

Dass die Stimmung hier um schwingt

Heb die Hände zu Gott

Oder wer immer hier rumhängt

Wie aus dem Nichts überwältigt von einem zündenden Funken Hoffnung

Aufstehen und weitermachen

Lass uns tanzen im Regen

Lass uns tanzen bei Nacht

Kannst du mir vergeben?

Für den Scheiß den ich mach

Fremdgesteuerte Sehnsucht degradiert mich zur gefühllosen Marionette der eigenen Obsession. Längst schon ist der Wille gebrochen.

Leere Worte

An einem toten Tag

Mein Hirn liegt im Nebel

Zuviel Koks

Zuwenig Schlaf

Zuviel von allem

Ein kleiner Tod

Ich hab mich abgeschossen

Ausgeknipst,

mich selbst überholt

Geduld!

In ein paar Tagen wird der Optimismus wiederkommen…Sobald das Gift den Körper verlassen hat, wird auch die Verzweiflung verschwinden…

Junger Tod

Schnelles Leben

Für den Thron in Stellung gehen

Die Welle sehen

Und die Welle nehmen

Ich geh meinen Weg bis ans Ende

Sehnsucht nach der Zukunft

Heimweh nach der Fremde

Fehlender Glaube an das Gute potenziert grenzenloses Selbstmitleid. Sämtliche Versuche mich darin zu suhlen scheitern – ich fühle nichts mehr. Betäubte Sinne als Schutzschirm.

So still

Obwohl ich dich mit jedem Tag vermiss

Und wo immer du auch gerade bist

Du zeigst mir

Dass Stille jetzt ein Freund geworden ist

Herzamputierte Gradwanderung  zwischen Genie und Wahnsinn. Alles besser als die Gewissheit, dich für immer verloren zu haben.

Waren wir auf der Flucht

Sollte es so sein

War es zu intensiv

Oder waren wir nicht soweit

War es die Erlösung

Der Weg ins Freie

Der Wink des Schicksals

Oder nur das Nicht-Verzeihen

Ich wünschte, ich könnte dich jetzt spüren. Sehnsucht schlägt Betäubung.

Wovon sollen wir träumen

So wie wir sind

Woran können wir glauben

Wo führt das hin?

Was kommt und bleibt

So wie wir sind

Seelenlos Suchende auf der Jagd nach dem fehlenden Teil?  Wo bist du?

Das Glück ist ein Flittchen

Doch niemand küsst so gut

Ich weiß erst dann meinen Namen

Wenn du ihn rufst

Wie Schlafmohn

Verführerisch

Und so natürlich

Wie eine andere Dimension

Nicht greifbar

Doch ich spür dich

Ich bin süchtig nach dir

Ich bin dir hoffnungslos verfallen

Jesus ist tot

Es regiert Lady Guetta

Kauft Sprengstoff

Kauft Zünder

Macht die Welt ein Stückchen gesünder

Hört auf zu suchen

Werdet Finder

Bumst euer Weib

Und macht ein paar Kinder

Hier ist der Ort an dem es endet

Und wohl kaum jemand dagegen hält

Wo keiner rennt wenn im November saurer Regen fällt

Von uns träumt keiner mehr von Buis oder Kiffen am Abend

Wir tragen Spritzen in den Adern

Anstatt Kinder in den Armen

Mutter

Der Mann mit dem Koks ist da

Ja mein Junge das weiß ich ja

Ich hab kein Geld

Und du hast kein Geld

Wer hat den Mann mit dem Koks bestellt

Wir trinken auf Verlierer

lassen Pappbecher vergolden

feiern hart, fallen weich

auf die lila Wolken

I ‚ve learned to fly

But i ain’t got wings

Coming down

Is the hardest thing 

Du fehlst mir so schrecklich . ..