#offline

Insgeheim bin ich froh darüber dass ich das Internet nicht mehr finde, zumindest komm ich so mal vor die Türe. Ich rufe ihn trotzdem an und frag ihn ob er es mit in den Urlaub genommen hat.
„Ganz toll, kein Netz, keinen Penis, kein Bier mehr. So behandelt man keine Frau du unsensibler Mistkerl.“
Lege auf, ignoriere seine darauffolgenden Anrufe. Wenn ich ihm das durchgehen lasse, glaubt er es sei normal mich hier ohne die essentiellen Dinge zurück zu lassen. Ich klau sein ganzes Klopapier, stopf meine Tasche voll damit, will zurück in meine Wohnung. Soll er mal selbst spüren wie das ist wenn einem was fehlt.
Vorsichtshalber versteck ich auch sämtliche Küchenrollen und Taschentücher. Der wird sich freuen wenn er Sonntagnacht nach Hause kommt und mit runtergelassener Hose nach seinem Klopapier sucht.
Auge um Auge.
Siegessicher suche ich das Weite, scheitere aber an der verschlossenen Tür. WO ist denn der Schlüssel hin? Vor lauter Klopapier finde ich nichts in der Tasche. Der muss doch irgendwo sein?
Suche wie verrückt, doch weder im Kühlschrank noch in der Waschmaschine werde ich fündig. Verfluche Gott und die Welt außerdem geht mir das ständige Klingeln auf den Geist. Wo zum Teufel schalt ich bei dem Gerät den Klingelton aus?
Mein Blutdruck fühlt sich zu hoch an, ich muss Dampf ablassen ansonsten werd ich hier zum Nazi.
Ich schreie die Katze an, entschuldige mich drei Sekunden später wieder bei ihr. Wieder dieses nervige Klingeln, jetzt reicht’s.
„Bist du bescheuert? Hör endlich auf ständig anzurufen und schick einfach ne WhatsApp“, kreische ich ihn an.
„Ohne Internet wirst die kaum kriegen Babe“, sein entspannter Tonfall ärgert mich noch mehr als die Tatsache hier fest zu sitzen.
Er sagt ich soll mich beruhigen, Offline ist der neue Luxus.
„Bist du auf Drogen? Und wo zum Teufel ist mein Schlüssel?“
„Ach ja den hab ich eingesteckt. Sorry Schätzchen.“
Ich sage er soll sofort umdrehen und zurückkommen.
„Ich bin schon in Bologna.“
Und ich am Arsch der Welt, dreh um!
„Ich schick dir ein Taxi, wir sehen uns morgen.“
Klettere durch das Schlafzimmerfenster nach draußen, und lasse mich nach Hause kutschieren. Dort angekommen versuche ich über den Balkon in meine Wohnung einzubrechen, verliere das Gleichgewicht als ich über das Geländer hechten will, knalle mit dem Kopf voraus auf den Fließen Boden. Was für n Scheiß Tag, ich schwöre das zahl ich dem Mistkerl irgendwann heim. Robbe unter der geöffneten Jalousie nach drinnen, zum Glück reicht der schmale Spalt um mich durch zu quetschen. Berufseinbrecher müssen sicher ebenso auf ihr Gewicht achten wie die Hungerhaken bei GNTM. Ob die auch Bulimie kriegen?
Wieso steht das Taxi immer noch vor dem Haus? Filmt mich der Kerl etwa?
Freue mich zuhause zu sein, fahr den Rechner hoch und schalt die Stereoanlage ein. Doch weder das eine noch das andere Gerät tut was es soll. Überlege woran es liegen könnte, hol mir ein Bier aus der Küche. Wieso ist denn die Blörre so warm?
Verdammt! Die Stromrechnung! Die haben mich wirklich abgedreht?!
Knalle das Heineken gegen die Wand, es regnet grüne Glassplitter. So eine verfluchte Scheiße, was mach ich denn jetzt bloß? Und wo kommen die Cops vor meiner Türe plötzlich her?
„Öffnen sie die Türe, wir können Sie hören!“
Was wollen die denn hier? Die offene Stromrechnung eintreiben?
„Worum geht´s denn? Es passt mir grade nicht.“, versuche ich sie abzuwimmeln.
„Wir haben einen Anruf erhalten, dass jemand hier eingebrochen ist. Öffnen sie die Tür“
Scheiß verfickter Taxifahrer, das warst sicher du.
„Ich kann ihnen nicht öffnen, könnten sie bitte über den Balkon kommen?“
Über sein Funkgerät fordert der jüngere der Beiden Verstärkung an, während ich mich frage ob offline eigentlich immer so viel los ist.

#Metamorphose

Die Metamorphose von der hochsensiblen Prinzessin zum eiskalten Gefühlskrüppel passiert so schleichend wie das Volksbegehren zur Rundfunkgebühr. Jeder hat davon gehört, aber niemand was gesehen.
Alles was sie will ist nichts mehr spüren.
#Herztaub
#behindertesynapsen
Schlechtes Gewissen nährt den Selbstoptimierungswahn, je intensiver der Substanzmissbrauch desto länger die darauffolgende Sporteinheit
Je chemischer die Substanz, desto zweistelliger die gelaufenen Kilometer. Als ob ein Halbmarathon sämtliche Kokainexzesse wettmachen könnte.
Sie fragen sich warum ich das tue?
Ich mich auch!
Ja, ich bin gerne high. Nicht weil ich aus einem sozialen Brennpunkt stamme – ganz und gar nicht. Es macht einfach Spaß!
Der Lieferservice gibt die Daten seiner Kunden an diverse Finanzdienstleister weiter. Vermutlich weil Menschen die um 10 Uhr Vormittag Schnaps, Bier und Filtertipps bestellen nicht allzu kreditwürdig erscheinen.
Dabei schmeckt so ein kühles Blondes nach dem Aufstehen gar nicht so übel.
#Alkoholiker
Sind Rudeltiere.

Warm up

„All my life

I´ve been searching for some

Trouble shooting with love loaded guns“

 

Nach dem doch recht fordernden Warm up brauch ich dringend was zu trinken. Da Yves dreimal so lange zum Duschen, wie ein vollbesetzter Autobus mit „GermanysnextTopmodels“ braucht, mache ich mich alleine auf dem Weg zur Theke.

Mittlerweile ist der Laden gut gefüllt, zwar geistern nach wie vor mehr Kerle als Frauen herum, aber  das zum Großteil junge Publikum macht ziemlich was her. Das Pärchen neben mir am Tresen sieht zum Anbeißen aus; er hat einen Hauch von Moritz Bleibtreu in den Neunzigern. Sie ist keine fünfundzwanzig, erinnert mich an Kat Dennings.

Dunkelbraune Haare bis zu den Hüften, Augen so schwarz wie die Abgründe, die sich in mir bei dem Anblick auftun.

Apropos schwarz? Wo ist  denn der Rasta-Mensch  hin verschwunden?

Suchend lasse ich meinen Blick durch die Bar wandern, als ich plötzlich hinter mir was spüre, bevor  ich es einordnen kann, raunt mir ein „Bon Jour“ über die Schulter.

Volltreffer. Der Nachtisch. Schokolade.

„Hi“.

Er fragt mich, wo mein Freund sei. Ich antworte, ich hätte viele Freunde. Wir lachen. Ob ich mit ihm wohl Champagner trinken möchte. Wenn ich ehrlich bin, wär mir Bier lieber. Wir lachen.

Plötzlich lacht auch Yves.

 

 

 

 

 

Chiara – oder: Bipolare Chaoten auf der Reise zu sich selbst

Nerv tötendes Piepsen reißt ihn unsanft  aus dem Tiefschlaf, der ihn erst zwei Stunden zuvor endlich übermannt hatte. Jeder einzelne  Knochen ist  schwer wie Blei, genauso wie sein Kopf. Nur noch ein paar Minuten liegen bleiben.

Zur Seite drehend streckt er seine Hand aus, streicht suchend über das zerwühlte Laken, ehe ihn die traurige Gewissheit erneut einholt:

Sie ist nicht mehr da.

Mit einem Schlag fühlt es sich so an, als ob ihm jemand ein Loch in die  Brust gerissen hätte, am liebsten würde er sich die Decke über den Kopf ziehen und nie wieder aufstehen.

Nie zuvor hatte er derart  intensiv für einen Menschen empfunden, mit der Intensität eines Tornados war Chiara in sein Leben gerauscht, raubte ihn den Verstand, brachte seine Aura zum Leuchten,  das Herz zum Tanzen.

Dreihundertfünfundsechzig Nächte zuvor  rannte sie ihn beim Warten auf den Zug  über den Haufen, seine geöffnete Aktentasche und sämtliche darin befindlichen Papiere flogen im weiten Bogen umher.

„Sagen Sie mal, müssen Sie denn hier mitten im Weg herumlungern? Sie sehen doch dass ich auf mein Telefon schaue, wie soll ich mich da noch auf was anderes konzentrieren?  Das hätte ganz böse ausgehen können.“

Verschmitzt lächelnd  packte Chiara ihr Handy weg,  half ihm beim Einsammeln der  Unterlagen,  ehe sie ihn zur Wiedergutmachung auf ein Bier einlud.

Sie war eine Erscheinung, wie er sie nie zuvor gesehen hatte, mit ihrer wallenden roten Mähne, dem stechendem Blick und  den bunten Bildern auf ihrer Haut war sie so anders als die Frauen die er bis dahin  gekannt hatte. Er hatte nicht den Hauch einer Chance  ihr zu wiederstehen, ließ sich in ihren geheimnisvollen Bann ziehen, verlor sich völlig in diesem Weib. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte er die Bedeutung von Vollkommenheit erahnen.

Alles was ihm nach ihrem Verschwinden blieb, war unendliche Leere, Zerrissenheit, sowie quälende Ungewissheit. Und die braune Ledertasche, die zum Symbol ihres ersten Aufeinandertreffens wurde. Chiara mochte das abgegriffene Teil, deshalb schenkte er es ihr zum Geburtstag. Sie freute sich riesig, von nun an würde Sie die Erinnerung an ihr erstes Date  täglich ins Büro begleiten.

War er so geblendet, dass er die Warnzeichen ignoriert hat? War der berufliche Druck zu stark, hat er es deshalb nicht kommen sehen?

Manchmal wünschte er sich, dass er sie nie getroffen hätte, um sich einen Moment später für den Gedanken zu schämen. Sie waren doch einmal so glücklich miteinander, jede Begegnung glich einem Höhenrausch mit ungeahnter Intensität. Wie zwei verliebte Teenager gab es nichts außer grenzenloser  Zuneigung zueinander, alles andere war  belanglos.

Als die Tage wieder kürzer und die Nächte kälter wurden, blieb Chiara öfter und länger verschwunden, ohne ihm zu sagen wo sie hinging. Mit jeder Rückkehr, wirkte sie ein wenig distanzierter und entfremdeter, ihr Blick war eiskalt geworden.

Die Schatten unter ihren Augen wurden dunkler, sie verlor zunehmend an Gewicht,  die Wutausbrüche in denen sie völlig die Kontrolle verlor, häuften sich.

Kleinigkeiten reichten aus um sie in Rage zu versetzen, Porzellan krachte laut knallend gegen Wände, hinterließ  ein Trümmerfeld  und  noch ehe die Scherben aufgeräumt waren, liebten Sie sich zur Versöhnung, dennoch  war sie dabei kilometerweit von ihm entfernt.

Allzu gern fiel er auf  Chiaras Erklärungen  hinein, sie hätte Ärger in der Firma und eine einsetzende Herbstdepression die an ihrem Verhalten Schuld sei.  Gegen jede Warnung  von Freunden  stand die felsenfeste Überzeugung sie mit seiner  Liebe zu retten.

Trotz ihres chronischen Geldmangels und permanenten Nasenblutens glaubte er ihren Ausflüchten, sogar als sie eines Abends bewusstlos in der Küche umfiel. Es sei einfach eine harte Woche für sie gewesen, vor lauter Stress habe sie keine Zeit zum Essen gehabt.  Hoch und heilig musste sie ihm versprechen, einen Gang runter zu schalten und mehr auf sich aufzupassen.

Am nächsten Morgen  verabschiedete sie sich mit einem Kuss  und lief den kurzen Weg hinunter zum Bahnhof.

Er wollte ihr was Gutes tun,  sie mit einem spontanen Abendessen überraschen und  vom Büro abholen. Doch niemand dort, wusste wo sie ist, sie sei schon seit Tagen nicht mehr in der Arbeit gewesen, hätte sich  weder krank gemeldet  noch war sie telefonisch  zu erreichen.

Nackte Angst machte sich in ihm breit, obwohl sie in letzter Zeit einige Male abgetaucht war, diesmal wusste er, dass etwas anders ist als sonst

.Die Polizei meinte, sie würde erst nach vierundzwanzig Stunden nach Vermissten suchen, solange konnte er doch nicht warten.

Rot leuchtender Vollmond erhellte den Weg, den er verzweifelt nach ihr absuchte, sie wird doch wohl keinen Blödsinn gemacht haben? Da ihr uralter VW Käfer noch in der Garage stand, konnte sie nur mit den Öffentlichen unterwegs sein, weshalb er in der Bahnstation nach ihr Ausschau hielt. Doch die war ebenso menschenleer, wie das naheliegende Strandbad um diese Jahreszeit.

Neben den Gleisen schlängelte sich ein enger Schotterweg durch die Wiesen, ein Funken aufkeimender Hoffnung schien ihn dorthin zu ziehen um seine geliebte Chiara zu finden.

Rastlos hetzte er den Pfad entlang, als er wie aus dem Nichts auf einer stillgelegten Schiene einen Schatten entdeckte. Seine Beine zitterten als er nach der braunen Ledertasche griff mit der sie in der Früh aufgebrochen war, als wäre er in einem Alptraum gefangen, aus dem es kein Entkommen gibt.

Weit und breit keine Spur von ihr.

Es sollte Tage dauern bis die Polizei ihn befragte, ob er von ihrem Drogenproblem gewusst hätte. Die Spurensicherung hätte überall im Auto und auch in der Tasche Kokain gefunden, aber niemand konnte ihm sagen wo Chiara geblieben war.

Zum dritten Mal an diesem Morgen klingelt der Wecker, doch er weiß nicht wozu es sich noch lohnen sollte weiterzumachen.

Tausche sechs Mal Deutschland gegen einmal Afrika

Es ist schlichtweg zu heiß zum Schlafen, die großen Betonbunker der Stadt speichern die Hitze wie mein lustigster Körperteil beim Anblick des schwarzen Barkellners, der lässig mit dem Shaker hantiert und sich dabei mit einem der Gäste unterhält.

Ich beschließe noch eine Runde durch den Prater zu spazieren, vielleicht hat es ja ein bisschen abgekühlt.

Betrunkene Menschenmassen schieben sich durch den bunt beleuchteten Vergnügungspark, vorbei an Gastgärten, käuflichen Mädchen und anderen zwielichtigen Gestalten; es riecht nach Pisse und abgestandenem Bier, der erhoffte Windhauch bringt viel weniger Erfrischung als üblen Gestank in meine Richtung.

Ziellos laufe ich umher, bleibe schließlich vor dem Riesenrad stehen, beobachte die Dreherei eine Weile und finde den Gedanken dort drinnen zu sitzen sehr beängstigend.

„Ganz schön hoch das Teil, was?“

Ein etwas gesetzterer Kerl steht plötzlich neben mir, zückt sein Handy und als ob es noch eine Spur peinlicher geht, fragt er mich, ob ich denn von ihm und dem Ringelspiel ein Selfie machen kann.

Auf die Zunge beißend und dennoch schmunzelnd tue ich dem alten Sack den Gefallen, als hinter uns  fünf weitere Kerle auftauchen, die ihn anscheinend kennen, da sie grölend in unsere Richtung kommen.

„Freunde von dir?“

Er erzählt mir, dass die Truppe aus Deutschland kommt und für ein Seminar nach Wien gereist ist. Der Selfie Typ stellt sich als Markus vor und macht mich mit seinen Mitarbeitern bekannt, die allesamt ursprünglich aus der Gastronomie stammen, die ja bekanntlich ein Biotop für abgedrehte Halunken und Geistesgestörte ist. Deswegen habe ich mich dort auch immer so wohl gefühlt.

„Gehst mit uns was trinken, Maja?“

„Das wäre ohnehin mein Plan gewesen.“

Überfallsartig stürmen wir die nächste Kneipe und bestellen sieben große Bier, kaum hat die Kleine hinter der Theke die dreieinhalb Kilo Hopfensmoothie angeschleppt, bestellt Markus die nächste Runde.

„Sag mal wollt ihr mich betrunken machen? Das mach ich für normal ganz alleine.“

Einer der jüngeren Typen grinst mich an und prostet mir zu:

„Von einer Köchin hab ich mir auch nichts anderes erwartet. Auf die Österreicherinnen!“

Ich hab noch nicht mal ein Drittel leer getrunken, schon steht das Nächste vor mir. Großartig, wenn das in dem Tempo weitergeht, wird das bestimmt noch ein recht spannender Abend.

Insgeheim überlege ich schon, wer von den sechs für eine feucht-fröhliche Gruppenarbeit infrage kommen würde, als mir plötzlich das Schnucki von der Hotelbar wieder einfällt. Tausche sechs Piefke gegen einen Afrikaner.

Nach dem fünften Saftl mache ich plötzlich auf pflichtbewusst, fasle irgendwas von ganz-früh-raus-müssen und eifersüchtigem Ehemann der schon seit Stunden auf mich wartet und mache mich aus dem Staub.

Unglaublich wie diszipliniert mich die Aussicht auf einen schwarzen Schwanz macht.

Die Bar im Erdgeschoss des Hotels ist leer geworden, vor einem laufendem Fernseher sitzen zwei müde aussehende Endfünfziger, der Nachtportier spielt mit seinem Telefon, der Traum meiner schlaflosen Nächte schenkt eben einen Drink ein, hebt seinen Blick und sieht mir in die Augen.

„Hi. Was darfs denn sein?“

Wenn Blicke ficken könnten, würde Mister Sierra Leone nackt auf dem Fußboden liegen, ich lächle ihm dreckig zu, spaziere an der Bar vorbei und verschwinde in der Herrentoilette.

Als die Drehtür dreißig Sekunden später aufgeht, weiß ich dass er es ist, auch ohne mich vom Waschbecken umzudrehen, nur ein kurzer Blick in den Spiegel um meine Ahnung zu bestätigen; da steht er hinter mir, packt mich fest am Arsch, dreht mich in seine Richtung und küsst mich.

Ich wusste gar nicht, dass Schwarze so gut küssen können, bis jetzt hatte ich eher den Eindruck, dass ihre Qualitäten tieferliegender Natur sind. Langsam schiebt er mir den Rock nach oben und den Tanga zur Seite, gleitet mit seiner Hand immer wieder zwischen meine Beine, die mittlerweile vollkommen nass geworden sind. Vor ihm auf die Knie sinkend, taste ich nach der Wölbung der Levis, öffne den Reißverschluss und packe das gewaltige Ding aus. Er hat einen großartigen Schwanz, weniger die Farbe von Milch- als vielmehr die von Edelbitterschokolade, die Spitze ist genauso imposant wie der Rest und leuchtet mir dunkelviolett entgegen, als ich die Lippen darum schließe.

Egal wie sehr ich mich auch anstrenge, ich schaffe es nicht, ihn ganz in den Mund gleiten zu lassen, ohne das Gefühl zu bekommen, ich müsste gleich ersticken.

Mister Lover Lover zieht mich hoch, drückt mich vor sich aufs Waschbecken, streift sich gekonnt ein Kondom über und presst mir den Riesenriemen anschließend in seiner vollen Länge in die tropfnasse Spalte. Winselnd stemme ich mich gegen den Spiegel und drücke mich noch näher an ihn, um die immer rasanter werdenden Stöße abzuschwächen. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks fickt er mich auf Wolke sieben, es ist mir scheißegal, dass meine Schreie vermutlich jeder in der Lobby hört, es ist einfach zu geil sich derartig ausgefüllt zu fühlen.

Mit einem Mal zieht er sich fast ganz aus mir zurück, hält für einen Moment inne, stößt ihn dann aber kraftvoll bis zum Anschlag in mich hinein. Ein kurzes Zucken, Stöhnen, Wimmern, Sekunden bevor ich explodiere, laut keuchend komme und mir dabei selbst im Spiegel zusehe.

Unbeirrt rammelt er mich weiter, ich flehe um eine kurze Verschnaufpause, doch anscheinend ist er auf diesem Ohr taub, denn er verschärft das Tempo nochmal, bringt mich in ungeahnte Sphären, drückt mich tiefer, zieht seinen Prügel aus meiner wundgefickten Mitte um ihn mir völlig überraschend in den Arsch zu schieben. Nach Luft japsend, weiß ich nicht wie mir geschieht , meine Knie werden zunehmend weicher als es mir zum zweiten Mal kommt.

Kurz bevor zitternde Oberschenkel endgültig den Dienst versagen, kann ich auch das Pulsieren seiner Spitze in mir spüren, fest umklammert er meine Titten, zieht mich ein letztes Mal an sich, bevor auch er lechzend zum Höhepunkt kommt.

Lasse mich auf den sandfarbenen Marmorboden fallen, schließe  die Augen und kann nicht mehr aufhören zu lachen.

„Ach ja, übrigens-ich bin Jimmy“

Er streift sich das Kondom ab, packt alles wieder an seinen richtigen Platz und sieht im Gegensatz zu mir nicht aus wie ein frischgevögeltes Eichhörnchen.

„Hallo Jimmy. Ich bin Maja. Schön dich kennenzulernen.“

Seine Hände reichend, hilft er mir auf die Beine und lädt mich auf einen Drink an die Bar ein.