Liebes Doktor Sommer Team, ich habe ein Problem….

Selbstverständlich lieb ich dich.
Fest umklammern seine Finger meinen Hals, drücken mir die Luft ab
Du kleines, geiles Dummerchen
Punktgenau erwischt der Rohrstock die Innenseite meiner Oberschenkel
Weißt du nicht, dass du mir gehörst?
Antwort unmöglich – Mund voll mit Schwanz
Schluck ihn ganz tief, du Miststück
Erbreche in seinen Schritt
Ich sagte tiefer, na los
Winsle um Gnade
Wer nicht hören kann, muss fühlen
Ohrgefeigtes Häufchen Fickfleisch kapituliert
Sein Grunzen schreit Genugtuung
Gebrochen hat er mich am liebsten

Masturbations Flüchtling vs. Borderliner

Erst als sämtliche Vorräte weggeballert- und alles an Bier weggesoffen ist, wandern wir Richtung Schlafzimmer. Betäubte Körper fallen ins Bett, lauter als der Ford Mustang meines Nachbarn dröhnt mir der Schädel. Heilige Scheiße, jetzt bin ich schon vorm Aufwachen verkatert.
Zumindest bin ich in der glücklichen Lage, nicht in zwei Stunden wieder aufzustehen – im Gegensatz zu ihm. So leise wie möglich schiebe ich meine Hand zwischen die Beine, zutiefst hoffend ein wenig Schlaf-gut-Masturbation hilft gegen die Nebenwirkungen der Multi Intoxikation vergangener Tage. Das tut sie tatsächlich, ganze zwei Minuten lang. Plötzlich schleudert er seine Decke auf den Boden, erschrecke so heftig, dass ich mir beim fluchtartigen Rausziehen aus der Huhu den Finger stauche.
Was zum Teufel ist denn jetzt los?
Hastig packt er seinen Kram zusammen, streift sich ein Shirt über den nackten Oberkörper: „Ich bin ohnehin nur Luft für dich, wieso spielst du heimlich an dir rum? Was glaubst du, wie ich mir da vorkomme? Ich verschwinde. Bin dir sowieso egal“ , schneller als Speedy Gonzales stürmt er aus der Wohnung.
Das ist neu für mich – noch nie zuvor ist ein Mann davongerannt, weil ich mir meinen Finger in die Muschi geschoben hab. Gott, hat der einen Knall. Dachte immer, niemand ist so beknackt wie ich.
Der Mann in den ich mich verschossen hab würde mir meine Hände aus dem Schoß ziehen, mich eine verfickte Schlampe nennen, mich auf den Rücken drehen, gnadenlos durchficken, seine Hand auf meinem Mund drücken um mir die Luft abzuschnüren.
Ich erkenne ihn nicht wieder, als er zickender als ein menstruierendes, unbefriedigtes Frauenrudel die Flucht ergreift. Unfassbar, was übermäßiger Substanzkonsum aus uns macht. Vom dominanten Mann zum von Selbstzweifel zerfressenden Jungen. Unbegreiflich wie weit Selbst- und Fremdeinschätzung voneinander entfernt liegen. Unpackbar mit welcher Geschwindigkeit der Traum meiner schlaflosen Nächte zu einer tickenden Zeitbombe mit Minderwertigkeitskomplex mutiert. Schalter umgelegt, danke du gottverdammtes Teufelszeug. Wurde Zeit, dass mir mal der Spiegel vorgehalten wird.
Geh doch.
Ich will mehr davon.

Social Media schafft Asoziale

Kontostand gleicht dem Endorphin Speicher, beide tümpeln zwischen unter aller Sau und Null komma Josef.  Work hard-play hard-die hard…

Das Finanzamt fickt mich härter, als ein rückfälliger Sexualstraftäter auf Hafturlaub. Flüchtiger Blick auf den Schreibtisch bestätigt meinen Verdacht – ich bin völlig am Sand. Wie zum Teufel soll ich all die Rechnungen bezahlen? Wo zum Henker ist mein ganzes Bargeld geblieben?

Mein Kokaindealer sagt, dreihundert Euro bitte. Er könne sich das Dilemma mit meinen Finanzen auch nicht erklären. Ich suche weiter nach Antworten mitten im Schneesturm; Pupillen so groß wie das Ego des Kerls den ich liebe.

Fragile-Vorzeige-Masochistin erliegt dem Charme eines Bilderbuch-Narzissten. Selbsthass trifft auf Selbstverherrlichung – bedingungslose Hingabe zum Preis der eigenen Zerstörung?

Ob die Titten von dem Blondchen wohl echt sind? Ansehnlich sind sie auf alle Fälle. Leo sagt, leck sie. Ihre Fotze schmeckt nach Sperma, ficke sie mit zwei Fingern bis sie wimmernd zu zucken beginnt und mein Hintern plötzlich nach oben gezerrt wird. Für einen Moment steht die Zeit still, kann nicht sehen wessen Schwanz in mir steckt – es fühlt sich gut an. Leo sagt, knall das Miststück. Er klatscht auf meine baumelnden Brüste.

Ob ich das auf Facebook posten kann? Hashtag Rudelficken? Hashtag  Sexclub? Hashtag Wodkatonic?

Blondie kommt gewaltig zum Höhepunkt, wie ein Tsunami flutet sie die Spielwiese, kurz darauf ist ihr Geschlechtsteil aus meinem Blickfeld verschwunden. Stattdessen taucht ein Penis vor mir auf. Gott sei Dank – mein Kiefer ist eindeutig zum Lutschen gebaut, nicht zum lecken.

Blase das unbekannte Ding hoch, ob er jetzt wohl an mich denkt? Kann das wirklich Liebe sein? Mister Wachgelutscht zieht sich aus mir zurück, vertraut streichelt seine Hand über Blondies Schulter, zieht sie an sich, küsst ihre Stirn.  Ich vermisse ihn so sehr. Vielleicht vögelt er gerade eine andere? Vielleicht bin ich ihm scheißegal?

Fingerspitzen tasten über meine Schenkel, fordernd drücken sie sich in mich. Ich winde mich gekonnter als Karl Heinz Grasser vor Gericht, mein Arsch gehört nur einem Mann. Ob er wohl mehr in mir sieht als die Bumsmaus die keine Tabus kennt?

Leo will wissen, ob ich in Ordnung bin, während er mir seine Eier in den Mund stopft. Röchle ein „okay“, er wichst mir in die Haare. Ich lache. Er flüstert: „lachen verboten“

Ach ja. Gruppensex ist todernst.

Kichere erst an der Theke weiter, hier wird doch nur gesoffen, nicht gebumst. Das dicktittige Ding hinter dem Tresen bringt die nächste Runde. Sie will meine Möse sehen. Leo schiebt meinen Slip zur Seite, frage ihn ob er ein Selfie mit dem Teil haben will.

Hashtag Instapussy.

Social Media schafft Asoziale.

Wie gern würde ich ihn jetzt spüren?

Leos Arme schlingen sich um meine Brüste, die Tussi mit dem Bier sinkt vor dem Barhocker auf die Knie, landet punktgenau vor meinem Schritt, versenkt ihre Zunge darin.

Das nenne ich mal aufmerksamen Service. Wobei ich nicht weiß, ob das Prostitution ist, wenn einen die Kellnerin oral befriedigt. Immerhin bekommt sie dafür bezahlt.

Schließe die Augen, konzentriere mich auf ihren Rhythmus.

Hat er mich nur benutzt? Werden sie ihn wirklich einsperren? Weiß er überhaupt was Liebe bedeutet? Wieso bringt er mich in solche Schwierigkeiten? Wo liegt die Grenze zwischen Loyalität und Dummheit?

Ist es möglich eine stabile Basis für zwei instabile Chaoten zu schaffen? Sie zu erhalten?

Kollateralschaden oder Selbstaufgabe?

Wessen Höschen hab ich zwischen den Lippen?

 

 

 

The Nightmare before Kirchtag

Was ich denn so wichtiges zu tun hätte an einem Montagabend, quengelt er. Das tut er immer, wenn er ohne Frühstücksfick aufstehen muss.

„Dasselbe was ich jeden Abend mache“, antworte ich genervt.

„Weltherrschaft oder Vollrausch?“

Dafür, dass er seit vierundzwanzig Stunden ungevögelt ist, macht er einen recht ausgeglichenen Eindruck. Im Gegensatz zu mir – meine Contenance´ ist wie weggeblasen. Was denkt er sich denn, mich hinzustellen als ob ich Harald Junkes´Klon mit Titten wäre?

Das lass ich mir sicher nicht gefallen, wutentbrannt beende ich das Telefonat. Allerdings bin ich viel zu wütend um ihn zu ignorieren – beim dritten Rückruf gehe ich ran:

„Nein, Mister Obergescheit, ich bin nicht betrunken. Das bin ich montags nie, weil ich da immer ein neues Leben beginne. Wenn du mir auch nur ein einziges Mal zuhören würdest, wüsstest du das längst. Und nur zu deiner Info – ich kratze halbverdaute, ausgekotzte Nagetierrestel vom Fußboden. Die kleben nur deshalb so fest, weil mich deine Erektion über zwei Tage ans Bett gefesselt hat. Du bist also hier nicht der Einzige, der Probleme hat.“

 

Von genervt auf hysterisch in weniger als zehn Sekunden, wehe er lacht jetzt.

Vorsichtshalber beende ich das Gespräch zum zweiten Mal, lege auf und schalte in den Flugmodus. Er soll ruhig wissen, dass es mir ernst ist – theatralisch kann ich.

Schneller als das Bedürfnis zu trinken kehrt meine Verwirrtheit zurück, wo kommen die wandelnden weißen Punkte auf dem Ceranfeld auf einmal her?

Wie Slowmow-Sternschnuppen in orientierungslos; freilaufende Kokainvorräte oder Basmatireis auf Einzelkämpfer-Entdeckungsreise durch meine Küche?

Schneller als das schlechte Gewissen, weil ich seinen Schwanz heut Morgen nicht gelutscht hab, erwischt mich die Gewissheit, dass das keine krabbelnden Schneeflocken sind. Nein, das sind Maden.

Angewidert würge ich knapp am Waschbecken vorbei, Gismo starrt mich entsetzt an, wie eine frisch gebackene Pornoprinzessin beim ersten Deepthroat.  Synchronkotzen für Katzenbesitzer. Beziehungsstatus – es ist kompliziert – aber scheißegeil.

Flugmodus wieder ausgeschaltet, ich lass dreimal bei ihm klingeln. Vergeblich.

Als ob ich mich selbst retten könnte, was ist bloß los mit dem Mann? Woher kommt all das Ungeziefer? Warum riecht es hier nach fermentierter und niedrigtemperaturgegarter Wasserleiche? Woher kommt das Flimmern in der Mikrowelle?

Er ruft zurück.

Mit zitternden Fingern drücke ich ihn weg und öffne den Ofen…..