#Sandwich

Mit weit aufgerissenen Augen starrt die nette alte Dame in meine Richtung, ihr Bick scheint nach Hilfe zu schreien, noch bevor sie den Laut verbalisieren kann, steckt ein Plastikball zwischen ihren Lippen. Beim genauen Hinsehen, erkenne ich das Logo der AFD auf dem Knebel der winselnden Madame, deren Kurzhaarfrisur zur aktuellen Sturmwarnung passt. Wie zum Beweis, wuschelt der Kerl in rot nochmal durch ihre Federpracht, ehe er den Riemen über ihrem Hinterkopf so fest wie möglich zieht.
Er selbst steckt in einen knallroten Overall, seine Erscheinung strauchelt irgendwo zwischen Sheldon Cooper und Christian Kern, zum Glück sehe ich eh doppelt da muss ich mich wenigstens nicht entscheiden. Richtig schräg wird’s erst als Jair Bolosnaro mitten ins Geschehen platzt, den AFD Gag ball gegen eine Handgranate austauscht und höhnisch zu lachen beginnt, als er den Stift zieht.
So laut, dass ich schweißgebadet mitten in zerwühlten Laken aufschrecke, panikgebeutelt nach Luft japse und Gott anflehe nicht in Brasilien zu sein. Weder die Abwesenheit von Sambaklängen, noch die Tatsache immer noch kein spanisch zu sprechen, überzeugen mich von der Realität.
Vorsichtshalber rufe ich in Deutschland an. Frage nach, ob Angie gesprengt wurde. Aus DSGVO Gründen könne mir das niemand verraten, meint die Tussi am Ende der Leitung. Für was haben die dann ein Ordnungsamt? Verfluchte Hirnwichserei, danke fürs Gespräch und möge Sie der Blitz beim Scheißen treffen.
Ich atme zehnmal tief durch, bin dennoch so entspannt wie ein unkastriert- überzüchteter Rottweiler mit latent homosexuellen Tendenzen. Scheiß aufs Atmen, ich brauch was Stärkeres als Luft. Ob die DHL schon da war?
Zeitgleich mit dem halbsynthetisch-analgetischen Opioid, finde ich auch einen kleinen Schmierzettel in meinem Briefkasten.
„Leider warst du nicht zuhause. Melde dich. Liebe Grüße Benjamin.“ – auf dem einen Blatt Papier, inklusive einer Nummer die ich anrufen soll.
Das andere Stück ohne Wörter, dafür gekonnt gefaltet und mit braunem Pulver gefüllt. Seit wann liefert Benjamin Heroin zeitgleich mit Identitätsbekundungen auf zerrissenen Kassenzetteln? Wozu die Mühe? Wozu analog, wenn er doch mein Facebook, WhatsApp und Instagram kennt?
Ich beruhige mich erst, als die dritte Nase immer noch keinen Brechreiz auslöst – who the fuck ist Benjamin? Opiate sind so geil ohne Kotzen!
Mister L. ist nicht begeistert, als ich ihm von der analogen Nachricht erzähle, ganz im Gegenteil. Sein Gezicke nervt, ich lege auf bevor er sich beruhigt und einen triftigen Grund zum rumspinnen bemerkt. Doch noch ehe er mir Gelegenheit gibt, meinen Drogenkonsum abzustreiten, kann ich das Quietschen seiner Reifen hören, dicht gefolgt von einem dumpfen Knall vor dem Fenster.
Als ich nachsehe, was den Lärm verursacht hat, entdecke ich außer seinen knackigen Hintern, der soeben wieder in seiner Karre verschwindet, einen Beutel auf dem Fließen Boden. Der dürfte wohl Auslöser des Bumms gewesen sein, was zum Teufel ist das?
Als sein Auto in hörbarer Entfernung brummt, husche ich nach draußen um das Klatschdings zu inspizieren. Außen Müllsack, innen mein Kram – Unterhosen, Short, Tampons und ne Zahnbürste leuchten durch den durchsichtigen Plastikbeutel. Außen pfui, innen hui. Clever Mülltüte umhüllt Phillip Plein Shirt. Nobel geht die Welt zu Grunde.
Benjamin von vorn, Mr. L. von hinten.Sandwich hab ich mir irgendwie anders vorgestellt, ganz ohne Zettel und Dreckwäsche….

#CFNM

Sie trägt ein schwarzes Korsett aus Leder, zusammengebundene Haare, auf ihrem Nacken strahlt mir ein blaues Auge mit Stecknadelpupille entgegen – was für ein abgefahrenes Tattoo. Sie bemerkt meine Blicke, als sie durch den Rückspiegel nach hinten sieht. Als ob ein kaum wahrnehmbarer Blitz durch sie fährt, um den Schalter umzulegen – ihre dreckigen Gedanken sind beinahe greifbar.
So wie Mr.L´s Erektion, die die aufgeladene Atmosphäre bemerkt hat und ihn zusehends am Lenken des antiquiert aussehenden Wagens hindert. Der riesige Lenkrad scheuert an der Beule seiner Hose, wieso haben diese Jugobenz eigentlich so fette Steuer? Wahrscheinlich weil sich nur ímpotent-kleinschwänzige Uropas mit tief hängenden Sack solche Kisten zulegen. Damit sie sich beim Kurverfahren gut festhalten können, um die Fliehkraft unter der Gürtellinie aus zu gleichen.
Mister L´ biegt auf den schmalen Schotterweg ein, einige hundert Meter hinter den Kastanienbäumen ragt ein rotes Backsteingebäude heraus, umgeben von unzähligen Feuerstellen, die mit dem Sternenhimmel um die Wette leuchten. Valentinas Hand wandert über seinen Schritt, sie streichelt über das halb geöffnete weiße Hemd, ehe sie ihre Finger zwischen seine geöffneten Lippen schiebt.
„Leck daran“, ihr waffenscheinpflichtiger Stimmklang treibt Mister Lover Lover die Schweißperlen auf die Stirn, als wir den gut belegten Parkplatz erreichen. Er braucht drei Versuche um rückwärts ein zu parken, kein Wunder bei der Latte kann der ja gar kein Blut mehr im Hirn haben.
Ich fühle eine gewisse Genugtuung in mir aufkeimen, als mir dämmert, dass er heute die Arschkarte gezogen hat und ich am Beobachtungsposten eingeteilt scheine. Er soll sich gefälligst zusammenreisen, ansonsten mache sie ihn mit ihrem Lieblingsinstrument vertraut. Ich glaube nicht, dass sie Klarinette spielt….
Sowohl die Security Typen vor dem Tor, als auch die etwas zu klein geratene Dicke mit dem low-buget-Haarschnitt im Hartz4-Empfänger Optik, winken uns durch. Ich verkneife mir die Frage, ob sie Stammgast oder Heimleiter in dem Schuppen ist. Am Ende des langgezogenen Gangs führt eine schmale Treppe in ein Kellergewölbe, ich kann ein Saxophon hören. An den Wänden hängen Plakate, auf einem davon wird die heutige Veranstaltung angekündigt – nehme ich mal an. Da ich weder weiß wo wir sind, noch was CFNM bedeutet und Valentina damit beschäftigt ist, Mister Lover Lover einen Gag-Ball anzulegen, bleibt es erstmal eine Vermutung.
„Sorge dafür, dass er sich auszieht, leg ihm das Halsband an und warte hier“ ,sie zieht den Riemen des Knebels fest, vergewissert sich, dass er auch hält bevor sie eilig davonstapft.
„Du hast gehört was sie gesagt hat, los mach dich nackig“ ,amüsiert über die neue Hackordnung kneife ich seine Brustwarzen. Sein Protest scheitert an dem schwarzen Gummidings in seinem Mund, klingt wie wirres Geblabbel eines Vollzeitalkoholikers mit dem Gesicht am Bordstein. Widerwillig blickend schält er sich aus seinen Klamotten, mit jeder seiner Bewegungen verspricht er mir Vergeltung.
„Schau doch nicht so rachsüchtig, dein Schwanz tut es ja auch nicht Schatz“ ,deute auf den Grund seiner verminderten Gehirndurchblutung, verschränke meine Arme vor der Brust , lehne mich gegen einen der grauen Spinde um das Gefühl der Überlegenheit auszukosten. Ob es wohl der richtige Zeitpunkt wäre, um ihn den Seitensprung zu beichten? Oder das wahre Ausmaß meines Heroinkonsums? Oder das ich immer wenn ich sauer auf ihn bin, mit seiner Zahnbürste die Toilette schrubbe, bevor ich sie wieder ins Badezimmer räume?
Valentina kommt mit einem Haufen Latexfummel, Highheels, einer Hundeleine und Armmanschetten aus schwarzem Leder zurück gestakst. Sie entschuldigt sich für die kurze Verzögerung und bittet mich die Sachen an zu probieren und eins davon an zu behalten, der Dresscode sei sehr streng.
Selbst meine Titten japsen unter dem glänzenden Material nach Luft, einzig mein Hintern kann sich über aircondition-optimierung freuen, er ist das einzige Körperteil das nicht in schwarzes Latex gepackt wird. Mister Lover Lover fallen fast die Augen aus dem Kopf, das Pochen in seinem Schwanz übertönt die Musik, als ich ihn die Leine anlege, seine Hände auf den Rücken fixiere und Valentina Richtung lauter werdendem Saxophon folge.
Und gerade als ich mich frage, wieso ich Latex-fick-mich-Klamotten trage und der Kerl an meiner Leine außer seiner Erektion nichts, kapiere ich was CFNM bedeutet…. Die letzten Meter des Gewölbes sind rechts und links mit knienden, nackten Kerlen gesäumt. Keiner wagt es den Blick zu heben, als wir an ihnen vorbeikommen und das Tor in eine andere Welt betreten.
„Clothed Female Naked Men“, knallt die Leuchtschrift über der Bühne, wie zum Beweis spielt der riesige Schönling im Adamskostüm auf seinem Instrument, während sich eine der unzähligen Damen vor der Tanzfläche das Kleid hochschiebt und ihren Tanzpartner zu Boden drückt. Sie dirigiert seinen Kopf in ihren Schoss – fasst einem vorbeihuschenden Nackten mit Tableau an den Hintern.
Valentina sagt, ich soll den Mund wieder zu machen.
Mister Lover Lover sagt Ghrrkkttddie.
Seine Erektion schreit yippyeiyeah.
Ich sage gar nichts mehr.

Liebes Doktor Sommer Team, ich habe ein Problem….

Selbstverständlich lieb ich dich.
Fest umklammern seine Finger meinen Hals, drücken mir die Luft ab
Du kleines, geiles Dummerchen
Punktgenau erwischt der Rohrstock die Innenseite meiner Oberschenkel
Weißt du nicht, dass du mir gehörst?
Antwort unmöglich – Mund voll mit Schwanz
Schluck ihn ganz tief, du Miststück
Erbreche in seinen Schritt
Ich sagte tiefer, na los
Winsle um Gnade
Wer nicht hören kann, muss fühlen
Ohrgefeigtes Häufchen Fickfleisch kapituliert
Sein Grunzen schreit Genugtuung
Gebrochen hat er mich am liebsten

Empathie-Warnung

„Lass dich von dem unschuldigem Babyface nicht erweichen, die dumme Fotze hat es nicht anders verdient“, seine Empathie Warnung jagt mir einen kalten Schauer über die Haut. Wie befohlen ziehe ich den Riemen des Knebels fest an ihren Hinterkopf, versichere mich dass er auch hält.
Hoffentlich verrutscht das verfluchte Ding nicht, ansonsten bin ich genauso gearscht wie sie. Tiefenentspannt befestigt er den Letzen Gurt an ihrem Körper, wehr- und bewegungslos harrt sie auf dem Strafbock aus. Sein hämisches Grinsen diabolisiert sich ins Unermessliche, als der rote Scheinwerfer direkt auf sein Gesicht strahlt.
Kann unter dem schwarzen Stoff seiner Hose die wachsende Vorfreude ausmachen, schaffe es nicht meine Finger von ihm zu lassen. Fasse an seinen Schwanz, er knallt mir eine.
„Ist dir die Sicherung durchgebrannt? Hat dir irgendwer erlaubt mich anzufassen?“, sein hart gewordener Tonfall lässt darauf schließen, dass es sich um keine rhetorische Frage handelt. Nur um sicher zu gehen frage ich nach. Fange mir direkt die nächste Ohrfeige ein.
„Los steh auf, du wertloses Stück Fickfleisch“, schnauzt er mich an, zeigt dabei auf die Tasche.
Ich hole die Gerte. Vorsichtig bearbeite ich ihren Arsch damit, schlag härter, befiehlt er. Verzweifelndes Wimmern unter mir, amüsiertes Lächeln daneben. Ihr Arsch so rot wie das Licht über uns.

#Impulskontrolle

Ob sie wohl wieder mit mir reden würde, wenn ich scheiße schwanger wäre? Oder doch lieber unheilbar krank?
„Hallo du. Wie geht´s dir? Leider hab ich Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wünsche dir angenehme drei Monate – wir sehen uns bei meiner Beerdigung.“, ob der Abschiedstext sie aus der Lethargie reißen könnte?
Vermutlich schon – Drama Queens lieben dominante Tumore. Weil ohne Happy End schmeckt Selbstmitleid erst so richtig.
Wobei ich nicht sicher bin, ob die Nachricht vom Angebumstwordenseins die Chance auf ein Quäntchen ihrer ach so spärlichen Zeit erhöht.
Krebs oder Schwangerschaft? Welches Handicap erhöht die Möglichkeit auf ein Gespräch? Eins auf Augenhöhe.
Ach fick dich doch, Frau Misses „ Familie- ist das – allerwichtigste- deshalb –scheiß- ich- auf- meine, weil –du- keine -Matura –hast.“
Ich soll um zwanzig Uhr in dem Schuppen antanzen, aber bitte so unauffällig wie möglich, schließlich ist der ganze Laden voll mit seinen Kollegen. An der Rezeption ist ein Kuvert für mich hinterlegt, in dem der Zimmerschlüssel steckt.
„Sobald du den Schlüssel hast, gehst du an der Rezeption vorbei. Gleich dahinter liegt auf der linken Seite der Aufzug. Fahr in den zweiten Stock, geh ins Zimmer und ziehe dein Nonnenkostüm an. Knie dich auf den Holztisch der neben dem Bett steht, lege eine Augenbinde an und warte bis ich komme. Du redest nur wenn du gefragt wirst.“

Insgeheim bin ich froh über meinen desolaten Zustand, auch wenn mich die Nebenwirkungen der vergangenen Nacht beinahe in die Knie zwingen. Zumindest ist die Aufregung auf ein erträgliches Mindestmaß reduziert. Ich tue was von mir verlangt wird. Hoch wie nie.
Bis zum Hals und noch ein Stückchen weiter hämmert mein Herz, als ich auf allen Vieren ausharre um auf ihn zu warten. Kann die Fahrstuhltüre hören, jedes Mal wenn sie sich öffnet. Zucke beim leisesten Geräusch zusammen, frage mich ob er es wohl ist, der da gerade aussteigt. Auch nach dem dreiunddreißigsten Fehlalarm..
Meine Knie schmerzen, wo zum Teufel steckt der Idiot? Traue mich nicht, eine angenehmere Haltung anzunehmen, vielleicht beobachtet er mich ja per Kamera?
Und noch ehe ich mich mit dem Gedanken einfach abzuhauen anfreunde, höre ich ein Klicken an der Tür. Anfangs digital klingendes Summen, ehe jemand die Türe aufstemmt…
Immer lauter werdende Schritte, ich bekomme Gänsehaut, fühle Blicke auf meinem Körper, blinzle durch den schmalen Spalt am unterem Ende der Augenbinde.
Bedauerlicherweise kann ihn nicht sehen, auch wenn ich sogar seinen Atem hören kann. Höre Wasser, das aus einem Duschkopf gegen Fliesen sprudelt. Höre eine elektrische Zahnbürste. Höre ein Zischen, wie aus einer Haarspraydose.
Verstehe ich nicht. Auf seinem Profilbild hat der Kertl doch eine Glatze?
Speckschwartenspray zum Schädelpolieren?
Hashtag Marktlücke.
Ich mag wie er riecht, sein Schwanz steht kerzengerade Richtung Himmel, soweit ich das durch mein eingeschränktes Blickfeld beurteilen kann.
Unter größter Anstrengung widerstehe ich Impuls ihn sofort in den Mund zu nehmen, ahne was mir danach blühen würde….
Ob dieser Möchtegern-Nachwuchs-Gangster schon vor meiner Haustür steht? Ob einer von dem Schlag dazu fähig ist, säumige Schuldner umzulegen? Ob mir jemand ins Hirn geschissen hat? Ob Seroquel, Lithium und Cipralex mich aus meiner Misere rausboxen könnten? Ob ich mir eine Knarre organisieren sollte? How many times will you learn the same lesson?
Ob der Kerl nach dem Wichsen kaltes Wasser getrunken hat? Ob die Striemen am Arsch morgen blau sind?
„Neun. Danke, mein Herr.“
Möchte ihm den Rohrstock aus der Hand reißen, ihn damit ins Gesicht schlagen.
„Zehn. Danke, mein Herr.“
Möchte seinen Schwanz solange nach rechts drehen, bis er abfällt. Ihn danach in seine dämlich grinsende Fresse stecken und ihn anschließend mit Benzin übergießen und anzünden.
Er lächelt dreckiger als ein hauptberuflicher Dixie Klo Vertreter, als er mir in den Mund spritzt. Wie gern würde ich ihm jetzt den Schädel mit einer neun Millimeter wegballern…
„Danke, mein Herr.“

Der siebente Zwerg von Schneewittchen

Der Unbekannte aus dem Netz will also, dass ich mich als Chef Sekretärin in einem großen Konzern bewerbe und dabei die Reize einer Frau einsetze. In seiner letzten Mail verlangt er das Bewerbungsschreiben bis am Abend zu bekommen, natürlich an ihn adressiert.

Klingt ja mal nach einem spannenden Anfang für ein Blind Date und in null Komma nichts habe ich den Text fertig.

Sehr geehrter Herr Müller!

Wie ich ihrer Annonce in der Kleinen Zeitung entnehmen konnte, sind Sie auf der Suche nach einer Chefsekretärin. Hiermit bewerbe ich mich um diese offene Stelle.

Ich bin 29 Jahre alt, komme aus Wien und wäre natürlich bereit meinen Lebensmittelpunkt nach Wolfsburg zu verlegen. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich für die Terminkoordination und den Schriftverkehr eines kleinen Familienbetriebs in der südlichen Steiermark tätig. Da ich keine Lust mehr habe, den Großteil des Arbeitstages kniend unter dem Schreibtisch des Chefs zu verbringen, und mit  sämtlichen Geschäftspartnern zu schlafen, sehe ich den Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung gekommen. Ansonsten hätte ich ja gleich in der Pornoindustrie bleiben können.

Pünktlichkeit zählt leider nicht zu meinen Stärken, das mach ich aber mit meinem guten Aussehen wieder wett. Dafür sagt man mir Kommunikationsstärke, Loyalität und ausgezeichnete Umgangsformen nach.

Sollten Sie an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert sein, so würde es mich sehr freuen von Ihnen zu hören.

Bis dahin verbleibe ich

Mit besten Grüßen

Maja Siffredi“                                      

 

Natürlich ist Herr Müller brennend an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert, er antwortet kurz darauf mit einer Einladung zu einem Gespräch:

„Sehr geehrte Frau Siffredi,

Ich werde heute Abend ihr Ansprechpartner sein. Es geht um die offene Stelle einer persönlichen Assistentin und um Customer Relation. Unsere neue Abteilung heißt Hard and Pain. Ich freue mich Sie heute Abend begrüßen zu dürfen. Die genauen Daten teile ich ihnen noch mit.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Müller.“

 

Auf der Fahrt ins Hotel bemerke ich meine eigene Unaufgeregtheit,  erst als ich an der Zimmertüre klopfe, beschleunigt sich mein Puls ein wenig.

Herr Müller ist um die eins neunzig, seine Haare sind genauso schwarz wie seine stechenden Augen und der Maßanzug. Big Boss trägt Hugo Boss.

Nachdem er mir die Jacke abgenommen hat, bittet er mich Platz zu nehmen und ein wenig von meiner bisherigen beruflichen Laufbahn zu erzählen. Mit gespielter Ernsthaftigkeit tue ich das auch, fasle etwas von ausgezeichneten Office Kenntnissen und imaginären Ex-Arbeitgebern.

Während er mir zuhört, schaut er immer wieder auf den vor ihm aufgeklappten Laptop, was mich dazu provoziert meine Beine zu öffnen um ihn eine andere Perspektive auf meine Qualitäten zu liefern.

„Frau Siffredi, das klingt ja alles recht gut.  Mich würde jetzt allerdings noch interessieren, was sie bei ihrem letzten Vorgesetzten unter dem Schreibtisch zu suchen hatten.“

Lächelnd schiebe ich mein Kleid ein wenig weiter nach oben:

„Das ist leider ein Betriebsgeheimnis Herr Müller.“

Mit einem Mal erhebt er sich hinter dem Tisch, kommt auf mich zu, packt mich am Hinterkopf und zieht ihn in den Nacken. Ich bin gezwungen nach oben- und ihn somit anzusehen.

„Du dreckiges kleines Miststück sollst mir sagen was du dort gemacht hast.“

Seine Augen scheinen Feuer gefangen zu haben, sie lassen erahnen was mir heute Abend noch blüht, wenn ich ihn herausfordere, mir die Bedeutung von Dominanz zu demonstrieren.

„Ich habe seinen Schwanz gelutscht.“

Augenblicklich lässt er mich los und setzt sich wieder hin.

„Na dann wollen wir mal sehen, ob du das auch beherrscht.“

Unter dem dünnen Stoff seiner Hose zeichnet sich bereits eine gewaltige Wölbung ab, mir stockt der Atem als er auspackt und mich unter den Tisch dirigiert. Wie zum Teufel soll ich denn einen viertel Meter Schwanz in den Mund bekommen?

„Ihr Vater kommt also aus Afrika,  Herr Müller?“

Er scheuert mir eine.

„Du sollst blasen, nicht reden.“

Abgesehen davon, dass das Exemplar verdammt lang ist, ist es auch noch sehr dick. Warum muss ich gerade jetzt an den Hackbraten meiner Tante denken?  Ich versuche den Mörderschwanz so weit wie möglich in den Rachen zu schieben, würge mehrmals und ringe nach Luft. Insgeheim hoffe ich, ihn nicht in den Schritt kotzen zu müssen, als Herr Müller auf einmal seinen Griff um meinen Schädel lockert.

Ich krieche neben seinen heruntergelassenen Hosen hervor, richte mich auf und bleibe breitbeinig neben ihm stehen. Der Hackbraten ist längst aus meinen Gedanken verschwunden, der Riesenpenis hat ihn wohl rausgefickt. Wie eine läufige Hündin, nur noch aufs durchrammeln lassen fokussiert, ziehe ich mir den Slip vor ihn stehend aus, und beginne mich selbst zu streicheln.

Keine Sekunde später fange ich mir die nächste Ohrfeige, er schnappt meine Arme, zieht sie nach hinten und drückt mich aufs Bett. Noch bevor ich richtig mitbekomme was geschieht, legt er mir Ledermanschetten an, und fesselt mir die Arme.

Vor Lust winselnd flehe ich ihn an, mich durchzuvögeln. Die Vorfreude auf den Fick, heizt mir ordentlich ein. Herr Müller kniet auf meinem Oberkörper, grinst mich überlegen an:

„Na dann Mund auf.“

Er macht da weiter wo er vorhin aufgehört hatte, immer  tiefer taucht er die Spitze in meine Kehle.

„Du willst den ganzen Schwanz in deiner Fotze haben?“

Versuche ein „Ja“ mit vollem Mund zu röcheln, doch es gelingt mir nicht. Erst als er sich ganz aus mir zurückzieht, wird meine Antwort hörbar.

„Dann solltest ihn aber auch ganz in den Mund bekommen.“

„Fick mich bitte.“

Flehe ihn an, platze beinahe vor Erregung als er mich zu streicheln beginnt, schiebe  mein Becken immer weiter in seine Richtung.

„Fick mich bitte.“

„Hab ich nicht gesagt, du redest nur wenn du gefragt wirst?“

Herr Müller scheint sehr konsequent, legt mir einen Knebel an und dreht mich auf den Bauch, um mir anschließend auch noch den Hintern mit der Reitgerte zu versohlen. Aber erst nachdem er einen Plug in ihn geschoben hat. Mein Arsch brennt wie Feuer, während die Gegenseite vor Lust ausläuft und einen feuchten Fleck auf der Decke hinterlässt.

Wimmere in den Knebel und noch während ich still um Erlösung bitte schnauzt er mich an:

„Du kleines Dreckstück. Kannst es ja wirklich nicht erwarten, was? So eine Nutte  wie dich hätten sie früher angespuckt und aus der Stadt gejagt.“

Er hebt meine Hüften hoch, drückt mein Gesicht ins Kissen und seinen Schwanz von hinten in mich. Wie ein elektrischer Schlag jagt mir ein heißer Schauer über den Rücken, Mister Firmenchef füllt mich fast vollständig aus.  Würde ich keinen schwarzen Gummiball zwischen den Lippen haben, würde ich quicken wie ein Käfig voller Meerschweinchen auf XTC. Gott, was für ein Fick!

Mit Höchstgeschwindigkeit rase ich Richtung Orgasmus, bin nur mehr Millimeter davor entfernt, plötzlich drückt er seinen ganzen Körper auf meinen, hält mir die Nase zu und legt mir die Handfläche auf den geknebelten Mund.

Bekomme keine Luft mehr, und durch den Sauerstoffmangel knallt mir die Hitze noch schneller als sonst zwischen die nassen Schenkel. Ich explodiere wie Sprengstoff, schreie in seine gelockerte Hand, als mir die Luft zeitgleich mit dem Höhepunkt einschießt und mir einen der intensivsten Momente beschert.

Zittere am ganzen Körper, er stößt noch einige Male zu, habe keine Kraft mehr mich dagegen zu wehren, auch wenn ich es kaum noch aushalte. Doch sowohl das zuckende Riesending in mir und sein lauter werdendes Stöhnen lassen mich auf eine baldige Pause hoffen.

Keuchend rollt er sich auf die Seite, nimmt mir die Fesseln und den Knebel ab- und mich in den Arm.

Immer noch steht seine Latte senkrecht nach oben, die Spitze des Kondoms ist zum Bersten mit Sperma gefüllt und steht stramm.

„Der sieht ja aus wie der siebente Zwerg von Schneewittchen.“

Herr Müller grinst, soweit ich das in den Augenwinkeln erkennen kann.

„Na wenn er eh nur wie ein Zwerg aussieht, werden wir ihn bei der nächsten Runde bestimmt auch in dein kleineres Loch bekommen, meinst du nicht?“

Warum hab ich nicht einfach die Klappe gehalten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blind Date mit dem Pornokönig

Mir ist langweilig, ich hänge seit Stunden vor dem Laptop, surfe ziellos durch die unendlichen Weiten des wewewe, doch auch nach dem dreihundertsten Mal Link anklicken finde ich nichts, das mich länger als einige Minuten beschäftigt. Habe mittlerweile sieben Mal masturbiert, weswegen auch youporn keine wirkliche Alternative zum Zeitvertreib oder der allgemeinen Entspannung mehr ist.

Eigentlich wollte ich ja bügeln, Fenster putzen, ein Buch lesen, Sport machen; kurz- ein besserer Mensch werden. Eigentlich.

Es schüttet wie aus Kübeln, der Herbst steht bereits in den Startlöchern und macht sich durch allgemeine Nicht-Motivation bemerkbar. Ja das ist gut –  Schuld ist nur das Wetter.  Niemand mutiert zu einem Superhelden, wenn’s draußen arschkalt ist, oder?

Bei Spiderman war sicher auch Sonnenschein?

Ich bin sogar so unmotiviert, dass ich noch nicht mal aufs Klo gehen will, obwohl es sich mittlerweile anfühlt, als würde meine Blase gleich platzen. Klicke mich schneller und schneller durchs Netz um mich davon abzulenken, dass ich meinen Arsch hochkriegen sollte.

Das klappt so gut, dass ich mich irgendwann frage, wieso ich meinen Lebensunterhalt nicht als Pornodarstellerin verdiene. Da ich praktischerweise eh schon im größten Sündenpfuhl dieser Welt feststecke, bitte ich Doktor Google zur Hilfe.

Drei Stunden, fünf Bier, drei Joints, eine Thunfischpizza und zwei Mal onanieren später hab ich die Bewerbung für (keine Ahnung mehr wieviele) Pornoproduktionsfirmen fertig getippt. Eher aus Spaß, als aus seriösem Interesse schicke ich den Kram tatsächlich weg, ehe ich einige Minuten später auf ein Inserat stoße, dass mich wirklich neugierig macht.

„Berlin sucht die ruchlosesten Sexstorys aus ganz Deutschland-die besten werden verfilmt“

Boom. Das ist genau meins, spüre es nicht im kleinen Finger, aber dort wo´s wirklich lustig ist.

Drucke mir die Seite aus, klebe sie auf meinen Badezimmerspiegel um nicht darauf zu vergessen und beschließe erstmal meinen Rausch auszuschlafen.

Fünf Tage und geschätzte vier Millionen Ausrede, wieso ich jetzt noch nicht zu schreiben anfangen kann, später, parke ich meinen Prachtarsch tatsächlich auf die Couch, schreibe eines meiner schrägsten Sex-Erlebnisse auf  (Sommernachtstraum 2.0)  und schicke die Story an einen Unbekannten in die große deutsche Stadt.

Demoliertes Kurzzeitgedächtnis sei Dank, als am nächsten Morgen das Telefon klingelt, hab ich erstmal keinen Plan, welcher Unmensch mich zu dieser Unzeit anruft. Da das Schlafzimmer immer noch dunkel ist, und ich mich fühle als wäre ich fünfhundert Jahre alt, schätze ich die Uhrzeit auf neun Uhr. Ekelhaft. Doch mein anfänglicher Zorn wandelt sich in Null Komma Nichts in Neugierde, als ich die angenehme Stimme am anderen Ende der Leitung höre.

Sein Name ist Gernot, er hat eben meine Mail von vergangener Nacht erhalten, findet meine Geschichte gut und würde mich gerne kennenlernen, um alles weitere zu besprechen.

Bin erstmal sprachlos; damit hätte ich ebenso wenig gerechnet, wie mit einem Anruf des Pornokönigs; noch während ich überlege, wann und wie ich nach Berlin komme reißt mich die hocherotische Stimme aus meinem Gedankenwirrwarr zurück auf den Boden der morgendlichen Realität.

„Ich fliege heute nach Wien, wir könnten uns am Abend treffen?“

Er will dass ich ein Kleid und hohe Schuhe trage-sehr praktisch, das hätte ich auch ohne Aufforderung gemacht. Gespannt, wie er aussieht, suche ich ihn auf Facebook; und tatsächlich-sein Gesicht passt zu der Stimme.

Der Kerl ist hübsch, und das weiß er auch; Gernot strahlt auf den Bildern eine Souveränität und Dominanz aus, die mir bis dato noch nicht untergekommen ist. Mit jeder Stunde steigt die Aufregung und Vorfreude auf ihn, auch wenn das nicht mein erstes Blind Date ist.

Aber es ist das erste Mal mit einem Kerl, der meine intimsten sexuellen Erlebnisse und Begierden kennt, bevor er auch nur den Bruchteil eines Eindrucks von mir und meiner Person erhaschen konnte. Immerhin hab ich ihm vierundzwanzig Stunden davor, eine detailgetreue Beschreibung meiner allerersten BDSM Session geschickt, die absolut nichts mit Mister Grey und dem von ihm ausgelöstem Hype zu tun hatte.

Menschenleere Straßen, wirken beinahe unheimlich, als ich unter einer der Brücken neben dem Donaukanal auf ihn warte. Wieso bin ich zu früh?

Einige Rasta-Typen schlendern an mir vorbei, von einer süßlichen Duftwolke verfolgt und laut kichernd. Sie klingen wie ein Haufen pubertierender Schulmädchen, die in der Umkleide zum ersten Mal einen Pimmel gesehen haben. Das Geräusch des Gelächters will so überhaupt nicht zu der Erscheinung von zwanzigjährigen, halbstarken Kiffern passen.

Sie ziehen an mir vorüber, in einiger Entfernung spaziert ein langhaariger Mann entspannt in meine Richtung. Während der Takt meines Motors immer schneller wird, glaube ich  ein Lächeln auf dem Gesicht des Unbekannten zu erkennen.

Völlig entspannt kommt er vor mir zu stehen, während ich versuche so gelangweilt wie möglich zu tun, stellt er sich nur einige Zentimeter vor mein Gesichtsfeld und fixiert mich mit seinem fesselnden Blick.

Brauche meine ganze Kraft, um die Knie am Zittern zu hindern, erwidere seinen Blick, auch wenn die Vernunft zur Vorsicht mahnt. Und noch bevor ich „scheißewiegeilistdasdenn“ denken kann, berühren sich unsere Lippen, öffnen sich, vorsichtig spielende Zungen, packende Hände an meiner Hüfte, Sekunden bevor er damit über meinen Rücken streichelt und am Nacken zur Ruhe kommt.

Wie millionenfache Bienenstiche direkt über der Wirbelsäule, während jemand mein Zentrum mit Brennnesseln traktiert, drücke mich so nah wie möglich an den Fremden, betörender als sein Geschmack ist nur sein Geruch.

Sauge ihn auf, als wär’s das letzte Mal um mit einem Mal von ihm abzulassen. Tranceähnlich der Zustand, als ich mich von ihm löse um in seine Augen zu sehen; der Energiestrom zwischen ihm und mir ist überwältigend und nicht zu leugnen.

„Schön dass du gekommen bist, Maja.“

Mit weit geöffnetem Mund, und dem Gesichtsausdruck einer Gehirnamputierten, läufigen Hündin starre ich ihn an; alles woran ich denken kann, ist sein Schwanz in mir:

„Du auch.“

Schmunzelnd nimmt er mich an der Hand, wortlos doch emotionsbeladen spazieren wir über die Brücke. Auf der anderen Seiter des Kanals ragt ein hell beleuchtetes Hochhaus in die sternenklare Nacht, er steuert direkt darauf zu, bemerkt mein Zögern:

„Lass uns ein Glas Wein bei mir trinken. In dieser Gegend gibt es keine guten Kneipen. Ok?“

Von seiner Empathie angetan, und ein wenig von der Abenteuerlust gepackt, lasse ich mich darauf ein; habe kein ungutes Gefühl bei der Sache, und so genieße ich einige Minuten später wunderbar fruchtigen Merlot mit einem atemberaubenden Blick auf die schlafende Hauptstadt bei Vollmond.

Mitten in der offenen Wohnküche steht ein schwarzes Ledersofa, rundherum zahllose Bücher die in die Höhe gestapelt recht chaotisch dastehend aussehen. Blickt man länger hin, scheint es, als stecke ein penibel angeordnetes System dahinter, es wirkt nicht unordentlich, ganz im Gegenteil.

Die mit zahllosen schwarz-weiß Aufnahmen gesäumten Wände bilden einen ungewollt scheinenden Kontrast zu dem bunt-vollgeräumten Regal in der Ecke, die mächtige Glasfront unterbricht die  Unruhe mit ihrer Klarheit inmitten von zufällig drapierten Gegenständen.

Fühle mich sicher und folge seiner Einladung Platz zu nehmen. Beobachte ihn dabei, wie er eine Flasche Wasser öffnet, nie zuvor war mir die Ästhetik dieser banal wirkenden Handlung bewusst.

Wie eine zweite Haut legt sich die schwarze Hose um seine Genitalien, vermutlich auch um den Rest, doch meine Festplatte scheint auf stand by Betrieb geschaltet. Schulterlange Haare fallen neben blitzblauen Augen über seine stark aussehenden Schultern, als hätte er einen explodierten Strohballen auf dem Kopf, den man mit Superkleber direkt über sein Kleinhirn gepickt hätte.

Irgendwie wie ein nicht existenter Sohn aus Dieter Bohlen und Britney Spears nach dem elektrischen Stuhl, aber dennoch sehr sexy.

Die Nach Sandelholz, Kaffee und einer undefinierbaren Note duftende Nuance seiner Haut, hinterlässt wuchernde Gänsehaut auf dem Rücken. Aufkeimender Schauer ängstigt mich kein bisschen, ganz im Gegenteil. Als würde die „Jetzt-geht’s-los“ Stimmung die Schirmherrschaft übernehmen.

Das Plätschern der Wasserflasche verstummt, langsam dreht er sich um, zutiefst provokanter Blick in meine Augen, die vor Ungewissheit strahlen.

„Ich möchte, dass du jetzt dein Höschen ausziehst.“

Ruhig, jedoch ohne Zweifel an seiner ernsten Absicht reicht er mir eins der aufgefüllten Wassergläser. Kaum habe ich es ihm abgenommen und er somit eine Hand frei, streichelt er zärtlich über meinen Hals. Genieße die Berührung, schließe die Augen um das Gefühl zu intensivieren. Doch noch ehe das Kribbeln in mir den Höhepunkt erreicht und sich in sämtlichen Fasern meines Körpers ausbreitet zieht er sich unerwartet zurück; instinktiv fasse ich nach ihm, aber es ist mir unmöglich ihn zu erreichen. Mit einem lauten Knall landet die flache Hand, die eben noch die sensible Stelle unter meinem Kinn liebkost hat, mitten in meinem Gesicht. Wieder und wieder ohrfeigt er mich mit der einen, während die andere den Weg zwischen meinen Schenkeln närrisch nach oben tippelt, von Zeit zu Zeit kurz inne hält um mir seine Finger durch die Spalte zu ziehen.

Mein Slip fungiert mittlerweile als Knöchelwärmer, den Rock hab ich auch schon längst bis zum Bauchnabel hochgeschoben, das Wechselspiel aus Schlägen und Zärtlichkeit fordert seinen Tribut, völlig von Sinnen lasse ich mich treiben, wie benebelt nehme ich Berührungen wahr, die sich ihre Bahn  in meinem halb offenen Mund suchen.

„Du wirst dich jetzt ausziehen und dort drüben auf den Boden knien“

Unfähig zur Widerrede, befolge ich seine Ansage, drehe ihm den Rücken zu, wortlos. Ruckartig zieht er den Reißverschluss meines fick-mich-fetzens nach unten, streift es über meine Schultern. Lautlos driftet es zu Boden, splitterfasernackt stehe ich vor ihm.

Gernot packt mich an den Haaren, reißt den Kopf nach unten, lässt auf einmal los und zeigt zu Boden.

„Hinknien hab ich gesagt.“

Frühstück in Wien

Ich wünschte ich könnt die Zeit anhalten, doch die ersten Sonnenstrahlen dringen bereits durch die geöffneten Fenster herein.
Eng umschlungen liegen wir auf zerwühlten Laken, ich kann sein Herz schlagen hören, drehe mich kurz zur Seite um auf die Uhr zu sehen, mein Verdacht bestätigt sich: Verdammt nur noch eine Stunde.
Als hätte er meine Gedanken fluchen gehört, öffnet er die Augen, flüstert mir „Guten Morgen“ ins Ohr und küsst mich.
„Warum vergeht die Zeit mit dir bloß immer so schnell, Kleines? Wir müssen leider aufstehen, bald geht mein Flug.“
Noch bevor ich widerwillig auf meinen immer noch wackeligen Beinen stehe, hält mich Jan zurück um mir noch eine weitere Erinnerung an die Zeit mit ihm zu hinterlassen.
Er schnappt sich den überdimensionalen Vibrator vom Nachtisch, mit dem ich vergangene Nacht bereits intensive Begegnungen hatte, schiebt meine Beine auseinander und macht genau dort weiter wo wir aufgehört haben, bevor wir beide ins Fickkoma gefallen sind.
Zitternde Knie lassen mich den nahenden Höhepunkt erahnen, doch ehe ich dort ankomme klatscht seine flache Hand gegen die Innenseite meiner Schenkel. Unbändige Lust mischt sich mit dem Brennen, das seine Schläge auf der Haut hinterlassen, und doch bin ich nur mehr kurz vor der Explosion.
Vorsichtig zieht er die riesige, summende Spitze über die völlig durchnässte Spalte, schiebt ihn mir mit einem Ruck hinein und ich komme mit lautem Stöhnen zum Höhepunkt.
Jan lässt einen Moment von mir ab, solange bis ich mich gefangen habe, nimmt mich in den Arm und sieht mich amüsiert an:
„Sag mal, wer hat dir eigentlich erlaubt zu kommen?“
„Entschuldige, ich habs einfach nicht mehr ausgehalten.“
Er streichelt über meine Brüste, erst nur ganz sanft, seine Finger wandern zu den senkrecht abstehenden Nippeln, plötzlich packt er sie fest und zieht daran.
Widerstehe dem ersten Impuls mich seinem Griff zu entziehen, wohlwissend was er dann wohl mit mir anstellen würde. Versuche mich nur noch aufs atmen zu konzentrieren um mich vom stechenden Schmerz in den Brustwarzen abzulenken, der sich allerdings ins Unermessliche steigert als er sie loslässt, aufsteht und kurz im Nebenraum der Suite verschwindet.
Als er wiederkommt, hat er eine schwarze Aktentasche in der Hand, befiehlt mir, mich vor das Bett zu knien und verbindet mir die Augen. Ich kann das Klirren einer Kette hören und ahne nichts Gutes.
Jan schraubt mir die Klemmen sehr fest auf die ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogenen Titten, ich winsle kurz auf, als er die daran befestigte Kette in die Höhe zieht und sie mir in den Mund steckt.
„Wehe, du lässt sie fallen.“
Zärtlich fährt er mir über die Schultern, zeichnet meine Konturen mit den Fingerspitzen nach, wandert hinunter bis zu den Hüften, greift um sie herum und hebt mich ein Stück nach oben. Mit den Armen stütze ich mich auf der Matratze ab, immer und immer wieder landet seine Hand laut schnalzend auf meinen Hintern und den Oberschenkeln.
„Du bist unglaublich. Je mehr ich dich schlage, umso mehr läuft deine Fotze aus.“
Kann sein Grinsen zwar nicht sehen, aber spüren tu ich es. Genauso wie seinen steinharten Schwanz, den er mir Zentimeter für Zentimeter in den Arsch schiebt und mich immer heftiger damit durchfickt.
Um mich am Schreien zu hindern, hält er mir den Mund zu, wohl auch um mich am Loslassen der Metallkette zu hindern an der nach wie vor meine Nippel nach oben gezogen werden.
Mit seinem Riesenprügel in mir, bringt er mich an den Rande des Wahnsinns, Jan hat ihn mir mittlerweile bis zum Anschlag in das enge Loch gedrückt und vögelt mich gekonnt bis kurz vorm zweiten Orgasmus des Tages.
Doch davor, hält er inne, stößt ihn noch einmal ganz hinein, zieht ihn mit einem Mal aus mir raus, dreht mich auf den Rücken und löst das Tape von meinen Augen.
„So Baby, jetzt darfst den Mund wieder aufmachen.“
Er kniet über meinem Gesicht, hält seinen Schwanz in der Hand und wichst ihn. Kaum habe ich die Lippen geöffnet schießt er mir die ganze Ladung tief in den Rachen, ich schlucke alles hinunter und wische über die linke Wange, wohin sich ein kleiner Rest des klebrigen Zeugs verirrt hat.
„Das ist so lieb von dir. Hab schon lange kein Frühstück mehr ans Bett gebracht bekommen.“
Lächelnd löst er die Klammern und massiert den geschundenen Busen, der als das Blut zurückschießt höllisch weh tut. Als sein Handy klingelt, wissen wir beide, dass es Zeit für den Abschied wird. Schweren Herzens packe ich mein Zeug zusammen und umarme ihn ein letztes Mal.
„Am liebsten würde ich dich einfach mitnehmen Maja.“
„Ich glaub nicht, dass das deiner Frau Recht wäre.“

Das Comeback des Womanizers

Jedes einzelne Abteil des Zuges ist bis zum Rande vollgestopft mit verschwitzten Reisenden, das Gepäck hinter mir herschleppend suche ich nach einem einzigen leeren Sitz; vergebens.

Mit einem kurzen Zischen öffnet sich die Tür zum Speisewagen, und doch fühle ich mich, als würde ich gegen eine Wand laufen. Kein Wunder das der Waggon der einzige ist, fast der leer ist, es hat bestimmt tausend Grad hier. Abgesehen von einem dunkelhäutigen Mann, einer älteren Frau mit Dackel und mir hält sich kein anderer Fahrgast da drinnen auf.

Eine ankommende Mitarbeiterin entschuldigt sich für die ausgefallene Klimaanlage, sie wirkt äußerst verzweifelt und mitleidserregend. Verständlich wenn man in einer Uniform durch die Sauna läuft und dabei verschwitzte Leute nach der Fahrkarte fragen muss. Eigentlich eh ein Scheiß Job.

Setze mich ans Fenster, reiße solange am Griff, bis sich die Selbstmordschutzvorrichtung löst und ich es öffnen kann. Der durchstreifende Windhauch und ein großer Schluck der eiskalten Cola lassen mich erleichtertet Seufzen.

Ich bin endlich unterwegs zu Jan, mit einer Woche Verspätung ist meine Lust auf ihn ungebrochen und steigt genauso wie die Temperatur mit jedem Kilometer, an dem ich näher zum vereinbarten Treffpunkt komme.
Tief in Gedanken versunken schaue ich aus dem Fenster als ich das Summen neben mir bemerke, ein kurzer Blick aufs Display bestätigt meine Vermutung: Nachricht von ihm.

„Ich will dass du dir das Vibro Ei in die Muschi schiebst. Jetzt sofort.“

Verstohlen suche ich in der Tasche nach dem kleinen, ferngesteuerten Vibrator und mache mich auf den Weg in die Toilette, als die nächste Nachricht von ihm kommt.

„Dort wo du jetzt bist, nicht aufs WC verschwinden.“

Eine Gänsehaut läuft mir über den Rücken, woher weiß Jan was ich vorhabe? Beobachtet er mich etwa? Oder hat er einfach geraten?

Nach kurzem Überlegen tippe ich auf die dritte Möglichkeit, verschwinde für einen Augenblick in dem abgefucktem Klo, steck mir das rosafarbene Ei tief in die bereits völlig durchnässte Spalte und nutze die Gelegenheit um mich frisch zu machen, es dauert nicht mehr lange bis ich in der Hauptstadt ankomme.

„Sehr geehrte Fahrgäste wir erreichen in wenigen Minuten Wien Hauptbahnhof“

Die Durchsage kommt genau richtig, ich packe mein restliches Zeug hektisch zusammen und mache mich bereit zum Aussteigen.

Der wuselnde Pulk am Bahnsteig macht es mir unmöglich den Traum meiner schlaflosen Nächte zu finden, wozu auch, der soll gefälligst mich suchen.

Kaum habe ich den Gedanken zu Ende gedacht, krallt sich eine Hand meinen Arsch. Erschreckt drehe ich mich um und tatsächlich: Jan.

Hypnotisiert von seiner Aura schlinge ich meine Arme um ihn, er packt mich am Hinterkopf, zieht mich an sich und ich verliere mich im darauffolgenden Kuss. Verliere mich ich Ihm. Verliere mich in seinem berauschenden Geruch.

Filmreifer hätte es auch Steven Spielberg nicht hinbekommen.

Als wir uns voneinander lösen, sind wir die Einzigen die zwischen den zwei wartenden Zügen stehen; unfähig einen Schritt zu tun, weil die verdammten Knie weich geworden sind.

„Schön dass du gekommen bist.“ Der Klang seiner Stimme lässt mich um mein Haar die Fassung verlieren; es könnte aber auch am laufenden Vibrator liegen, der nach wie vor in mir steckt.

Er nimmt meine Hände in seine und schaut in dem Moment aus, wie ein kleiner Junge, der sich zum ersten Mal verliebt hat; riesengroße Augen glänzen mir entgegen.

Während ich noch probiere mich dem perfekten Moment hinzugeben, laufen tausend Gedanken durch meinen Schädel.
Soll ich ihm sagen, dass ich jede Sekunde ohne ihn zu sein gehasst habe? Dass ich mich in ihn verknallt habe? Soll ich einfach so tun, als wäre er nichts anderes als ein netter Zeitvertreib? Soll ich mich einfach komplett unnahbar geben? Soll ich mich einfach betrinken?

„Ich muss aufs Klo.“

Danke liebes Gehirn. Genau nach der Ausrede hab ich gesucht, die lässt so viel Interpretationsspielraum. Souverän war gestern. Fotze.

Seine Gesichtszüge werden noch eine Nuance weicher, ein verschmitztes Lächeln huscht über seine Lippen.
„Na du kleines Luder, willst den Fipsi nicht etwa schon wieder rausmachen?“

Vorsichtig tastet sich seine Linke unter meinen Rock, ich bin so heiß auf ihn, dass ich mich am liebstem gleich hier auf der Stelle von ihm nehmen lassen möchte.

Mein Becken tanzt bereits in den bekannten Fickbewegungen gegen seins, seine Finger streicheln erst über meine Wirbelsäule, kratzen am Nacken ehe sie sich am Hinterkopf in meinen Haaren vergraben.

Als ob die Luft nicht schon heiß genug wäre, dreht sein Atem im Nacken noch mal den Thermostat nach oben, ich wäre dann soweit um wahnsinnig zu werden.

Verspielt tänzelt die Zungenspitze über die Konturen von meinem Ohr, ich weiß nicht ob die Innenseite meiner Oberschenkel schmilzt als seine Hand dort bemerke; unaufhaltsam nach oben wandernd.

„Maja, irgendwie bist ein bisschen durch den Wind, was?“

Geschickte Finger haben meinen Tanga längst auf die Seite geschoben. Zärtlich streichelt er mich, teilt die kleine Furche zwischen den Schamlippen und dringt in mich ein. Das vibrierende Plastikgerät und seine Finger sind einfach zu viel auf einmal.

Ich beiße mir auf die Lippen um nicht laut zu stöhnen als es mir kommt, zeitgleich fährt einer der Züge ab und ein Schaffner kommt in unsere Richtung. Perfektes Timing.

Jan zieht die Hand zurück, nimmt mein Gepäck und wir verlassen den Bahnhof, meine Beine sind wackelig und das Vibro Ei ist immer noch in mir.

Noch bevor wir in eins der Taxis einsteigen flüstert er mir zu:

„Du hast die Aufgabe im Zug nicht so erledigt wie ich dir sie aufgetragen habe. Dafür wirst du dem Taxifahrer den Schwanz lutschen.“

Mit offenem Mund starre ich ihn an und frage mich, ob ich eben richtig gehört habe.

„Mach den Mund zu, Maja. Den wirst du gleich weit genug aufmachen müssen.“

Aus dem schwarzen Mercedes vor uns, steigt ein ebenso dunkler Kerl aus, lächelt uns zu und verstaut meine Tasche im Kofferraum.