Kopf hoch!

Ich will nicht jammern, wirklich nicht. Weil das tun ja eh alle anderen, jeder will eine Mitleidsanerkennung weil er ja so ein armes Hascherl ist – so ganz ohne Klopapierreserven und Desinfektionsmittel, Neo-Arbeitslos, ohne Erspartes und außerdem hat der Hund grade Durchfall während man selbst wegen dem Virus (und ebenfalls Durchfall) verhaftet ist – im 13. Stock eines Hochhauses ohne Fahrstuhl und ausschließlich Nachbarn ohne Kenntnisse der deutschen Muttersprache dafür mit einer ausgesprochenen Hundephobie.
Ja natürlich könnte man schon mal deppert werden und daran denken statt dem Schweinsbraten einfach mal den eigenen Kopf bei 180Grad Umluft plus Oberhitze in den Backofen zu legen, nachdem man sich die Haare mit Feuerzeugbenzin schön nass gemacht hat und das Riesenvieh mitsamt seinen Verdauungsproblemen bei „Kaufmich.com“ anbietet.
Abgesehen davon, dass gerade Fastenzeit ist und man deshalb erstens gar keine halbe Sau in den Speiseplan einbauen sollte wenn man entschlacken möchte – und zweitens keine Tiere für fragwürdige Onlinedienste verkaufen darf: Kneif doch mal die Arschbacken zusammen, übe dich in Optimismus und Entschleunigung!
Statt Desinfektionsmittel piss dir einfach auf die Hände, zerschneide die hässliche Bettwäsche die dir deine bösartige Großtante zu Weihnachten geschenkt hat und putz dir damit den Hintern- steck die benutzten Fetzten in ein Kuvert, adressiert an:
GIS- Gebühren Info Service GmbH
Postfach 1000
1051 Wien
Oder schick es der buckligen Tante, deinem Chef, deiner ersten Liebe die dich mit dem Auto überfahren wollte – Hauptsache es löst das tiefe Gefühl der Befriedigung in dir aus und du blickst wieder positiv in die Zukunft!

#Glaube

Bin ich nichts anderes, als eine egomanische Narzisstin, für die Empathie ein Fremdwort ist? Eine vergnügungssüchtige Lügnerin, die zwischenmenschlichen Tiefgang nur vom Hörensagen kennt? Eiskalter Engel, längst schon dem Untergang geweiht?
Ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick, rastlos wie ein ausgehungertes Tier. Getrieben und gehetzt, ohne die Möglichkeit durchzuatmen renne ich unentwegt umher. Doch egal wie schnell mich meine Beine tragen, das rettende Ufer bleibt unerreichbar.
Zerfressen von der Einsamkeit, wie ein schwarzes Loch, das sich selbst auslöscht. Wo bist du jetzt?
Versinkender Glaube an das Gute im Menschen, zieht alle Hoffnung mit in die Tiefe. Wem soll ich noch trauen, wenn niemand mehr an mich glaubt?