Blutsaugende Arschlöcher unterm Blutmond

Mein unermüdlicher Einsatz vor dem Bildschirm fordert seinen Tribut – mir flackern die Augen, mehr und mehr verzerrt sich der Blick. Ich tröste mich damit, dass die Nebenwirkungen der Realität wohl heftiger ausgefallen wären – lieber überanstrengte Sehorgane als Syphilis. Danke Youporn.
Versuche zu schlafen, doch statt Schafe zu zählen, sehe ich immer noch überall Genitalien. Ich beschließe nie wieder Onlinepornos zu schauen, es sei denn jemand begattet dabei ein Schaf.
Fest entschlossen verordne ich mir Solosex Entzug und starre eine Nacht später auf den roten Mond. Er erklärt mir warum er so rot ist. Ich frage, ob wir uns das Spektakel nicht im Livestream anschauen können. Weil hier draußen stinkst nach Natur, außerdem ist alles voller blutsaugender Arschlochinsekten.
„Keine Angst Babe. So vergiftet wie du bist, wird keiner der Viecher dein Blut wollen.“
Was glaubt der eigentlich von mir?
„Ach ja? Vielleicht gibt’s aber welche die nicht spaßbefreit sind und gerne mal einen draufmachen?“
Trotzig kann ich. Als ob ich ihm da letzte Wort überlassen würde.
„Du meinst Junkiegelsen?“
Meine Halsader schwillt schneller an, als sein Penis beim Anblick seiner Fußpflegerin. Der hat sie doch nicht alle.
„Ja, du Idiot. Vielleicht ist eine davon die Reinkarnation von Pablo Escobar?“
Breit grinsend kommt er zu mir, schiebt mir das Shirt hoch.
„Willst du jetzt wirklich über Karma reden Kleines?“
Unentschlossen ob ich wütender- oder scharf auf ihn bin, winde ich mich aus seinem Griff.
„Und übrigens: dein Hund stinkt.“
Schneller als ich mein Konto überziehen kann dreht er mir die Arme nach hinten, drückt mich auf den Holztisch um mir auch noch die Short nach unten zu ziehen.