Rettet uns!

Keinen Plan, wo ich anfangen soll… Geschweige denn, wie ich das mache.

Nein, das ist kein Abschiedsbrief, chill mal…

Ich liebe dich. Euch. Durch die gemeinsame Zeit ist mir bewusst geworden, was Vollkommenheit bedeutet. Wunderschönes Gefühl neben dir aufzuwachen. Die Gewissheit, geliebt zu werden, jemand der meine Nähe einfordert und genießt – unbeschreiblich.

Auch wenn mir die Endlichkeit unserer Verbindung bewusst ist. Ich wünschte, dass es nicht so wäre – wider jeglicher Vernunft, gegen sämtliche Prophezeiungen ankämpfend habe ich dennoch den Glauben an UNS verloren.  Was denkst du jetzt?

Kopf hoch halten – Scheiße steht uns beiden bis zum Hals. Zwei Ertrinkende auf der Suche nach dem rettenden Ufer. Ziehen einander immer weiter nach unten.

Genieße den Untergang, weil ich deine Hand spüre. Paranoia vor dem Morgen – besser wir saufen gleich ab… Zwei Superstars sind einer zu viel – WIR sind undenkbar.

Vermutlich weißt du das längst.

Dein fragiles Ego fordert seinen Tribut – ich kann dich nicht halten.  Nicht mehr. ICH KANN NICHT MEHR.

Haben wir nicht beide ein behandlungswürdiges Defizit?

Borderliner feat. Narzisst. Wo bist du jetzt?

Ich kann dich nicht retten. Wer rettet mich?

Romantik war doch anders, oder?

Standbild auf Wolke 7

Seine Augen mustern mich erwartungsvoll. Vorsichtig streicht er eine Haarsträhne aus meinem Gesicht, für einen kurzen Augenblick scheint die Zeit still zu stehen. Er strahlt heller als alle Sterne zusammen, unsere Blicke kreuzen sich. Ich bin geblendet von ihm, verliere mich in diesem Lächeln.

Verliere mich in ihm.

Fassungslos winke ich dem letzten Rest an Selbstbeherrschung hinterher. Wusste gar nicht wie schnell die verschwinden kann, wenn es darauf ankommt.

Fast so rasant, wie das Shirt, ist auch meine Contenance entwischt. Vorsichtig aber sehr bestimmt zieht er es über meinen Kopf, er wirkt zufrieden, als ich nackt vor ihm knie.

Stolpernder Herzschlag schießt mich immer weiter nach oben, ganz egal wie dünn die Luft dort ist. Je höher der Flug, desto tiefer der Fall?

Vorausgesetzt, man möchte jemals wieder von dort runter kommen….

 

 

 

Auf die Diversität

Auf die Arschlöscher.

Sie haben uns beigebracht Tiefschläge wegzustecken.

Auf die Psychopathen.

Sie haben uns Misstrauen gelehrt, unsere Sinne geschärft, wie Futter für die Paranoia.

Auf die eiskalten Gefühlskrüppel.

Sie haben uns gezeigt, wie essentiell Emotionen sind.

Auf die rationalen Theoretiker.

Sie haben unsere Kreativität verkannt, Trotz provoziert, uns zu Höchstleistungen motiviert.

Auf die mit-dem-Strom-schwimmenden Herdentiere.

Sie haben uns bewusst gemacht, wie viel Energie es kostet, um in die andere Richtung zu tauchen

Auf die besserwissenden Degustations-Schikimiki-Arschgeigen.

Sie haben uns gezeigt, dass Moral erst weit hinter der Fassade beginnt.

Auf die scheinheiligen Doppelmoralisten.

Sie haben uns den Unterschied zwischen Wasser predigen und Wein trinken erklärt.

Auf die, die nix besitzen.

Sie haben uns wahre Grosszügigkeit vorgelebt.

Auf die Querdenker und Freigeister

Sie haben uns Wärme und Geborgenheit geschenkt

Auf die Künstler da draußen

Sie haben uns verstanden, geschätzt und unterstützt

Auf die Süchtigen

Sie haben uns durch einen Spiegel hindurch auf die Lösung hingewiesen

Auf die Kämpfer die niemals aufgeben

Sie haben uns gelehrt, immer einmal öfter aufzustehen als man hinfällt

Auf die Klassenclowns

Sie haben bewiesen, dass man auch dann noch lächeln kann, wenn die Scheiße bis zum Hals steht

Auf euch alle

Welche Rolle ihr auch spielen wollt

Hört niemals auf zu grinsen 🙂