#Deadlinetarzan

Mia und Ron liegen seit Stunden im Schlafzimmer, er im Tiefschlaf, sie beim Schafe Zählen. Mit jedem seiner Schnarch Tiraden stirbt eins ihrer flauschigen Einschlafhilfen, sie hält seine Nase zu. Drückt ihr Kissen auf sein Gesicht. Nach Luft japsend wacht er endlich auf.

Mia: Schatz, du machst komische Geräusche

Ron: (schnaufend): Ich hab geträumt, dass ich ersticke.

Sie krabbelt aus dem Bett um das Fenster zu öffnen, ein wenig Sauerstoff
sollte den Mann beruhigen, denkt sie sich als sie sich wieder an ihn
kuschelt.

Mia: Ich kann nicht schlafen.

Ron: Was ist denn los Babe? Hattest du auch einen Alptraum?

Verständnisvoll schlingt er seine Arme um sie, zieht sie so nah wie
möglich an seinen nackten Körper.

Mia: Nein, aber ich hab so viele Dinge im Kopf, die mir keine Ruhe lassen.

Ron: Willst du darüber reden?

Mia: Scheiß auf Kommunikation, es lebe die Penetration!

Fünf Minuten später

Ron: (schnaufend) Boah was für ne Nacht! So was hab ich noch nie erlebt – du
geiles Luder machst mich vollkommen verrückt.

Mia: Warum hat Tarzan eigentlich keinen Vollbart? Ich meine der Kerl ist
ständig im Urwald und dennoch immer glattrasiert. Da stimmt doch
irgendwas nicht.

Ron: Echt jetzt? Es ist drei Uhr morgens, ich bin mitten im post-orgasmic-
chill-modus und du willst über Tarzan reden?

Mia: Wär dir der Kickl als Gesprächsthema lieber?

Ron: Dir sollte mal jemand den Mund stopfen

Mia: Schon wieder?

Ron: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Dschungel würden Haare im Gesicht
stören, deswegen wachsen den ganzen Urvölkern auch keine Bartstoppeln.

Mia: Aha.

Ron: Schlaf gut.

Mia: Und was ist mit Affen? Die haben doch überall Haare.

Ron: Schatz, bitte.

Mia: Glaubst du dass Tarzan nur mit Jane gevögelt hat? Vielleicht hat er bei
Chita geübt? Vielleicht ist das HI-Virus so auf den Menschen übertragen
worden? Vielleicht war auch Mogli nichts anderes als ein
Affenvernaschendes Mistviech?

Ron: Halt endlich die Klappe, oder…

Mia: Oder was?

Ron: Oder ich setz dich im Urwald aus.

Mia: Ich dich auch.

Ron: Schlaf gut.

Mia: Hast du einen Bolzenschneider zu Hause?

Entschlossen steht er auf, visiert die Kommode an, krallt sich die Rolle
Paketband aus der Schublade ehe er zurück zu der Irren in seinem Bett
kriecht…..

#gaslightning

Ich stampfe als wäre ich wütend auf den Boden, trample die Treppe hinauf und reiße die Tür zu seinem Büro auf. Als er mich sieht, strahlt er übers ganze Gesicht, was für eine angenehme Überraschung versucht er mich ein zu lullen. Sein Lachen erfriert erst, als ich das Handy auf den Tisch knalle und ihm sage er solle doch die kleine Whatsapp Fotze verarschen, es wäre aus zwischen uns.
Er versucht mich zu halten, ich reise mich von ihm los, höre ihn noch sagen, dass ich völlig durchgeknallt wäre und spring wieder ins Auto. Um der Theatralik noch ein wenig mehr Strahlkraft zu verleihen dampfe ich mit quietschenden Reifen vom Parkplatz.
Nichts wie weg hier, ich will ihn nicht mehr sehen. Und spüren will ich auch nichts mehr. Vollgepackt mit tollen Sachen die das Leben toller machen – hinein ins Weekend-Feeling. Trennungsarbeit mit chemischer Unterstützung, beinahe schon zu einfach. Mit einem Mal ist es mir egal, auch wenn acht Uhr Morgens ein wenig Früh für das starke Zeug ist. Zumindest lindert es alles was es sollte. Tiefenentspannt lasse ich mich aufs Sofa fallen, merke dass meine Beine ihren Dienst versagen.
Ich will seine Nachrichten nicht lesen, reagiere auf nichts mehr, dämmere langsam weg als ich höre, wie jemand den Schlüssel ins Schloss steckt. Hoffentlich ist es nicht der Vermieter, hier sieht´s aus wie einer Crystal-Meth-Küche. Mister L schießt auf mich zu, reißt mich am Shirt hoch zerrt mich vor den Spiegel im Vorraum und schreit mich an: „Schau dir mal deine Augen an, glaubst du ich bin blind? Ich weiß genau dass du es schon wieder genommen hast!“
Er knallt mir eine, ich stoß ihn von mir weg.
„DU bist derjenige der Mist gebaut hat, nicht ich“, schnauze ich ihn an.
Wieder fange ich mir eine ein, er zieht mich an sich, drückt seinen Körper gegen meinen. Ich küsse ihn, er zieht seinen Gürtel aus der Hose, reißt meine Short nach unten. Trotz aller Gegenwehr schafft er es mich zu bändigen um mir das Hinterteil zu Striemen. Ich schreie ihn an, er soll aufhören. Mit einem Ruck dreht er mich um, schiebt sich auf mich und drückt meine Beine auseinander.
„Soll ich mal in deinem Handy herumschnüffeln?“
Sprachst und versenkte sich in mir.