Jahrestag der Zufallsbumsbekanntschaften am Tag der Erektion

++Heftig hämmernde Beats aus den turmhohen Boxen hinter mir. Wummernd bis in die Magengrube hinein, lassen den Herzschlag bis zum geht-nicht-mehr in die Höhe schnalzen.

Die bunten Pillen kitzeln bereits unter der Kopfhaut, es fröstelt mich, obwohl ich vor Hitze glühe und immer weiter tanze. Geblendet vom Stroboskop erscheint alles noch ein wenig schneller, unzählige zuckende Gestalten rund um mich herum. Kollektive Tanzwut greift um sich.

An den Turntables ein kleiner, dicker Typ mit Glatze, lässig mit Tschik im Mundwinkel. Völlig entspannt ist er der einzige in dem verrauchten Club, der sich nicht zu der auf Anschlag gedrehten Musik bewegt. Immer wieder wird sein riesiger Kopf von einem roten Scheinwerfer touchiert, als ob Satan plötzlich mit dampfendem Schädel vor einen erscheint, während er den DJ macht.

Neben mir ist ein Rudel Nachwuchsgangster am abshaken, ich schätze sie auf U-20. Das zu dick aufgetragene „AXE“ schafft es nicht den Welpengeruch zu überdecken, der an ihnen haftet.

Yummie.

Mein Kopfkino beginnt Amok zu laufen, bisschen Frischfleisch wär genau das Richtige.

Doch noch bevor ich zu sabbern beginne, rempelt mich jemand von hinten an und raunt mir über die Schulter: „Baby, was willst den von den Kindern?“

„Wieso? Schau ich aus wie Michael Jackson?“

Mike drückt mir einen Drink in die Hand und zeigt Richtung Ausgang: „Nein, du hast ja noch eine Nase, aber die Gesichtsfarbe würde passen.“

Wir schieben uns durch die feiernde Menge nach draußen, eisig und sternenklar ist die Rauhnacht.

Der kleine Innenhof ist schwach beleuchtet, einige Betrunkene stehen vor dem Tor, rauchen und lachen, während eine kleine Blondine sich unweit entfernt die Seele aus dem Leib kotzt. Richtig romantisch. Hinter einem riesigen Christbaum steht eine Bierbank, auf die wir uns setzen. Mike kramt in seiner Jean, zieht eine kleine Tüte heraus und grinst mich an:

„Hast du mal Feuer Kleines?“

„Nur Nutten lassen sich Feuer geben. Und klein bin ich auch nicht.“

Genüsslich inhaliere ich den süßen Qualm, als plötzlich ein Security Typ hinter dem Christbaum hervorschießt und uns streng mustert.

„Raucht ihr hier etwa Haschisch?“, empört zeigt er auf den Spliff den ich zwischen meinen Fingern halte.

„Nein, wir doch nicht“, entgegne ich brüskiert.

„Aber sicher doch. Ich kann es doch riechen.“

„Wir rauchen kein Hasch. Das ist Marihuana“, klinkt sich auch noch Mike in die Diskussion ein.

Während ich in einem Lachkrampf versinke, schaut sich der Uniformierte verstohlen um: „Kann ich auch mal kurz ziehen?“

Am nächsten Morgen werde ich durch das Klingeln der Türe recht unsanft geweckt, desorientiert suche ich nach meinem Telefon um die Uhrzeit zu checken. Doch statt des Handys liegt ein nackter Mensch neben mir im Bett, blinzelt mich an und liebkost meinen entblößten Hintern.

Wer zum Teufel ist das und wie kommt der in meine Animationskiste?

Seine Berührungen sind nichts desto trotz sehr angenehm, vorsichtig streichelt er über den Rücken, küsst meinen Nacken und schlingt seine Arme um mich. Lasse mich in seine Richtung ziehen, kuschle mich an ihn. Bemerke etwas hartes, das von hinten gegen meine Oberschenkel drückt und fasse danach, als es zum zweiten Mal an der Türe klingelt. Fluchend lasse ich von ihm ab und stolpere beim Aufstehen beinahe über eine schwarze Uniform, die auf dem Boden liegt. Scheinbar ist der Fremde mit der Erektion der Security Kerl. Noch bevor ich meine eigenen Klamotten in dem Chaos des Schlafzimmers finden kann, läutet es zum dritten Mal. Zornig greife ich nach einem Handtuch, wickle es um mich und torkle durch den Vorraum um die verdammte Tür zu öffnen. Als ich aufmache und endlich sehe, wer den Radau verursacht, glaub ich endgültig dass mein Schwein pfeift.

„Alles Gute zum Jahrestag, Schatzi“, begrüßt mich Tim, der ein wenig blass aussieht.

Irritiert bitte ich ihn kurz zu warten, damit ich mir was anziehen kann und schlage ihm die Türe vor der Nase wieder zu.

Kaum habe ich mich umgedreht, kommt mir ein ebenso blass aussehender Mike in Unterhosen aus meinem Wohnzimmer entgegen.

„Guten Morgen, Babe. Gut geschlafen?“

Ich schüttle wortlos den Kopf und frage mich was gestern Nacht eigentlich so los war, als der zweite Kerl auf einmal nackt und offensichtlich immer noch sehr erregt aus dem Schlafzimmer kommt.

„Sag mal, hast du meine Boxershorts gesehen?“, verplant greift er nach seiner Uniform.

„Hey, du bist ja der Security vom Club?“

Mike ist sichtlich erfreut über den Nackten mit Latte, während ich kurz davor bin schreiend aus dem Fenster zu springen und einfach davonzulaufen.

„Scheiße mein Freund steht vor der Türe.“

Die beiden brechen in schallendes Gelächter aus, schön wenn ich wenigstens unterhaltsam bin.

„Ich dachte du hättest keinen Freund?“

Dafür dass er nicht mal weiß, wo seine Unterhose ist, kann er sich erstaunlich gut an Details erinnern.

„Ich hab viele Freunde.“

Hektisch fummle ich eine Short und ein weißes Tanktop aus dem Kleiderschrank, ziehe mich an und bitte die Jungs im Wohnzimmer zu warten, bis ich die Sache mit Tim geklärt habe.

„Hi Tim, komm rein. Willst du Kaffee haben? Ich könnt wirklich einen gebrauchen.“

Er nickt verlegen, kommt zu mir, umarmt mich und wandert mit den Händen unter mein Top, als unerwartetes Gejauchze aus dem Nebenraum ihn innehalten lässt.

„Hast du etwa Besuch?“

„Ja, Kollegen aus der Steiermark sind übers Wochenende hier. Ich habe auch nicht viel Zeit deswegen.“

Nehme ihn an der Hand,  ziehe ihn in die Küche um zu vermeiden, dass er bemerkt welche Art von Besuch auf dem Sofa herumlümmelt.  Beim Einschalten der Kaffee Maschine, schmiegt er sich an mich, packt mich an den Hüften und presst mir was gegen den Hintern.

Heilige Maria Mutter Gottes, ist heute Tag der Erektion?

„Tim, da sind Leute nebenan“, mit gespielter Empörung versuche ich ihn los zu werden.

„Dann solltest du versuchen, leise dabei zu sein“, tiefenentspannt zieht er mir die Short nach unten und presst mich über die Anrichte. Ich halte einen kurzen Augenblick dagegen, stemme mich mit einer Hand gegen die weißen Wandfliesen um mit der anderen in der Lade nach einem Kondom zu fischen.

„Welche normale Frau, hat Gummis in der Küche?“

„Gewinnbringender wär´s sicher, wenn ich einen Automaten im Klo aufhängen würde“, antworte ich, bevor er sich das Teil übergestreift hat und mit enem Ruck in mich eindringt.

Widerstehe dem Impuls laut aufzuschreien nur sehr schwer, als er immer schneller wird. Mit einem Mal zieht er sich beinahe ganz aus mir zurück, hält mir den Mund zu, um sich eine Sekunde später ganz in mir zu versenken. Stöhne wie von Sinnen in seine Hand, die meine Laute verstummen lässt, die Knie sind weich wie Watte und das Zittern meiner Beine zeigt, dass es nicht mehr lange dauert bevor ich das Gleichgewicht verliere.  Tims Hände krallen sich fest um mich, ein letztes Mal stößt er zu, verliert die Beherrschung und schreit laut auf, als es ihm kommt.

Leider um eine Minute zu früh für mich, doch das neuerliche Gekicher aus dem Wohnzimmer dämpft mein Verlangen, es zu Ende zu bringen. Während er sich  benommen auf die Eckbank fallen lässt, ziehe ich String und Hose wieder nach oben.  Eine Tasse Kaffee später verspreche ich Tim, mich bei ihm zu melden, wimmle ihn ab und folge der Rauchschwade Richtung Couch.

Anscheinend hat Mister Security seine Boxershort gefunden, ich setze mich zu den zwei Halbnackten auf die Couch und klaue mir den brennenden Joint aus Mikes ‘Hand.

„Also du bist wirklich die Schlimmste. Hast dich jetzt in der Küche vernaschen lassen?“

„Was bitteschön ist denn daran so schlimm? Und wie heißt du eigentlich?“

„Ich bin Georg, sehr erfreut dich kennenzulernen“, kichernd wie ein kleines Schulmädchen reicht er mir die Hand.

„Maja, freut mich auch sehr.“

„Mach dir nix draus Georg, das ist bei ihr ganz normal. Es wundert mich, dass sie nicht noch einen Mann im Kleiderschrank versteckt hat“, schmunzelnd krallt er sich das glühende Gerät von mir zurück.

„Was soll denn das bitte heißen? So schlimm wie du tust, bin ich auch nicht.“

„Nein, Kleines. Du bist viel Schlimmer. Schau dich mal an. Du siehst aus wie ein frisch durchgevögeltes Eichhörnchen.“

Georg fällt vor Lachen beinahe von der Couch: „Er hat Recht Maja.“

„Ach ja? Habt ihr beiden heute schon mal in den Spiegel geschaut?“

„Zumindest hat keiner von uns mit einem hässlichen Rothaarigen aufm Klo rumgemacht“, kontert Mike gelassen.

„Welcher Rothaarige?“

Ich versuche mich zu konzentrieren, doch die immer noch nicht ganz abgeflachte Erregungskurve und die Nachwirkungen einiger fragwürdiger Substanzen, machen es unmöglich mich an die Geschichte zu erinnern.

„Ach was Baby? Hast es schon verdrängt?“

„Wenn ich mich nicht daran erinnern kann, ist es auch niemals passiert. Und damit basta.“

Georg legt seinen Arm um meine Schultern und veralbert mich: „Oh doch, es ist passiert. Ich hab den Kerl danach aus dem Club geworfen.“

Wovon redet der Mensch da eigentlich?

„Naja eigentlich haben wir beide herumgeschmust, als du angefangen hast dem Rothaarigen neben dir zwischen die Beine zu greifen“, versucht Mike meine Erinnerung aufzufrischen.

Und tatsächlich, plötzlich klingelt´s im ramponierten Schädel, langsam beginnt das Standbild im Oberstübchen Farbe anzunehmen. Rote Farbe.

„Ach du Scheiße, jetzt fällt mir alles wieder ein“, resigniert lasse ich meinen Kopf auf die Tischplatte fallen.

„Irgendwer hat gefragt ob der Typ wohl überall rote Haare hat“, raune ich Richtung  Fertigteilparkettboden.

„Ja genau Kleines. Und dreimal darfst du raten, wer gefragt hat.“

Insgeheim kenne ich die Antwort bereits, doch nur um vollkommen sicher zu gehen, hake ich noch einmal nach: „Wer hat gefragt?“

Mike beugt sich nach vorne, berührt mit seinen Lippen beinahe mein Ohr als er flüstert: „Na du Maja, wer denn sonst?“

Ich bemerke, wie mir die Hitze in den Kopf steigt, der schätzungsweise die gleiche Farbe wie die Haare des Kerls von letzter Nacht annimmt. Mehr und mehr Einzelheiten bahnen sich ihren Weg aus dem drogeninduziertem Teilzeit Nirwana zurück in meinen Verstand.

„Mike, bitte sag, dass das alles nicht wahr ist.“

„Oh doch Baby, das ist es. Aber es kommt noch besser… Frag mal die Security.“

„Letzte Nocht, woar a schware Partie für di“, Georg scheint richtig gute Laune zu haben.

Für die Art von Gespräch bin ich eindeutig zu nüchtern, weswegen ich den Kopf wieder hebe um auf dem versifften Glastisch nach etwas Unterhaltung zu suchen, doch alles was ich entdecken kann sind einige Viagra Pillen. Nein danke-ich bräuchte wohl eher ein Gegenmittel.

„Freut mich, wenn’s so schön für dich ist“, genervt fauche ich in seine Richtung.

„Sei doch nicht gleich eingeschnappt. Als ich den Typ aus dem Club geworfen habe, ist er handgreiflich geworden, deswegen haben wir die Polizei gerufen und seine Personalien verlangt.“

„Schön Georg. Ich will jetzt aber nicht deine Lebensgeschichte hören.“

„Schon gut, ich komm ja schon auf den Punkt. Also- was schätzt du, wie alt die Kröte gewesen ist?“

Mein Kopf sinkt wieder zu Tisch.

„Will ich das wissen?“

Lautes Grölen hinter mir, ich denke ich will es nicht wissen.

„Ach Kleines, halb so schlimm. Er war doch eh schon sechzehn.“

Ohne einen Ton zu sagen, stehe auf und schenke mir einen Schluck Wodka ein.

„Sonst noch jemand Durst?“

Georg und Mike sind immer noch mit totlachen beschäftigt, es dauert zwei weitere Shots, bis sich zumindest einer der beiden soweit beruhigt um wieder normal reden zu können.

„Sieh´s doch mal positiv Maja, heute in einem Jahr stehen dann vier Zufallsbumsbekanntschaften vor deiner Hütte um dir einen schönen Jahrestag zu wünschen.“

Der Schnaps wirkt, denn jetzt wiehern wir alle drei.

„Wisst ihr was das traurige an der ganzen Sache ist, Jungs?“

Lasse mich mitsamt der Flasche Grey Goose zwischen die beiden fallen, klemme sie mir zwischen die Beine, während meine Hände auf die Oberschenkel von Georg und Mike wandern.

„Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob er wirklich überall dieselbe Haarfarbe hatte.“

Lasse beide Hände tiefer gleiten, solange bis ich in jeder was Hartes fühlen kann. Eigentlich eh praktisch, dass beide so wenig anhaben.

Mike erwischt mich am Hinterkopf, da ist nichts als purer Provokation in seinem musternden Blick, tief in meine Augen tauchend explodieren seine Pupillen.Die ansonsten stechend grünen Lichter verfinstern sich im Bruchteil einer Sekunde. Tiefschwarze Aura fesselt mich so sehr, dass ich Georgs Hände erst bemerke, als er mir das Top über den Kopf zieht. Mike lässt von mir ab, mustert mich wie ein Löwe die Antilope kurz vor dem endgültigem Knock out. Georg klatscht mir mit der flachen Hand auf den Arsch, mit einem Mal reißt es uns aus der Schockstarre zurück.

„Baby, alles halb so schlimm. Ich glaub wir bringen dich jetzt mal auf andere Gedanken.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rape Game – Frohe Weihnachten

Der Schneefall ist dichter geworden, riesige Flocken tanzen über dem Weihnachtsmarkt und zaubern die perfekte Kulisse für die angeblich stillste Zeit im Jahr. Unzählige Menschen laufen an mir vorbei, doch ich  bleibe voller Konzentration einzig und alleine an ihm hängen.

Aus der Menge herausstechend,  strahlt eine nie zuvor erlebte Souveränität von ihm aus, als er sich zur Seite dreht und mir direkt in die Augen sieht.

Kann seinem Blick nicht standhalten, senke den Kopf , spüre dass er in meine Richtung kommt. Adrenalin schießt durch den unterkühlten Körper, den auch der dritte Glühwein nicht aufzuwärmen vermag. Ich sehe direkt in seine schwarzen Augen, die mich ausgiebig mustern, unablässig und provokant.

„Was wollen wir trinken?“ Lässig stemmt er seine Arme gegen die Hüften, streicht sich eine Haarsträhne aus dem makellosen Gesicht.

Als ob mich ein Stromschlag durchfährt, ein kleines Detail seiner Aura lässt mich erst frösteln, kurz darauf bewegungsunfähig werden.

Verdammt noch mal, was hat er mit mir angestellt?

Und wie war noch mal die Frage?

Provokantes Grinsen gepaart mit seinem stechenden Blick- ganz schnell hab ich mich gefangen,  wieder zurück steige ich auf das eben begonnene Spiel ein.

„Also mir würde auch noch was anderes einfallen, als mit dir zu trinken“,kaum habe ich den Satz ausgesprochen nimmt er mich an der Hand und zieht mich hinaus auf die Straße.

Aufgeregt wie ein kleines Kind am Krampustag  lasse ich mich mitreißen, wir laufen durch die Stadt, immer weiter weg vom menschenmassenverseuchten Zentrum. Am Ende einer düster wirkenden Gasse, deren einzige Lichtquelle der hoch stehende Vollmond ist, umfasst der Fremde meine Taille und zieht mich an sich.  Sandelholz, Kaffee und Zimt bestimmen seinen Geruch, sein Parfum  macht mich völlig verrückt, nur eine Sekunde später spüre ich seine Lippen auf meinen, ins unendlich steigernde Verlangen macht sich in mir breit.

„Du schmeckst genauso gut, wie du riechst“, bemerkt er mit einem strahlenden Lächeln, dass ich sofort erwidere.

„Komisch, dasselbe hab ich mir auch gerade gedacht.“

„Ich bin übrigens Sascha“, zärtlich streicht er über meine Wange als er sich endlich vorstellt.

„Freut mich sehr, Sascha“, ich küsse ihn wieder, bin so vertieft dass ich die Schritte die immer näher kommen, erst im letzten Moment höre.

Plötzlich lässt ervon mir ab und beginnt diabolisch zu lachen. Ich habe keine Ahnung was geschieht als ich drei Männer auf uns zukommen sehe. Fragend sehe ich ihn an, ehe er mich an den Haaren packt und daran zerrt, er hält mich fest während die anderen Typen vor mir zu stehen kommen.

„Na, wen haben wir denn da?“ Ein schlanker Hüne, vermutlich nicht älter als zwanzig zieht mich mit seinen Blicken aus. Er bleibt einige Zentimeter vor mir stehen und packt mich mit einer Hand am Hals, während er mit der anderen unter meinen Rock fasst.

Vor Angst gelähmt  und dennoch kann ich die Erregung, die sich in mir breit macht nicht leugnen. Auch dem Unbekannten bleibt sie nicht verborgen, tastet sich vorsichtig unter meinen Slip vor.

„Die kleine Hure ist ja völlig feucht. Wie lang hast mit der schon rumgemacht, Sascha?“

Alle vier brechen in schallendes Gelächter aus. Ich habe keine Ahnung was hier geschieht, als ich auch noch die Hände der anderen spüre, die sich ihren Weg unter meinen Pullover bahnen.

„Keine fünf Minuten, die braucht es  scheinbar schon dringend. Los bringen wir sie runter“, gehässig spottet er,  hält immer noch meine Haare fest und schiebt mir seine Hand in den Mund. Einer der vier, ein südländisch wirkender, stämmiger Typ kramt einen Schlüssel aus seiner Tasche und öffnet eine Türe, die fünf Schritte von uns entfernt liegt.

„Los Prinzessin.“

Mit einigen lose von der Decke hängenden Glühbirnen erstreckt sich der Gang vor uns, aus blankem Beton der Boden auf dem das Trippeln meiner Absätze wie ein gespenstischer Trommelwirbel wirkt. Am Ende des Flurs befindet sich eine Holztür, die mit einem lauten Knarren aufgemacht wird.

Ich drehe mich um zu sehen ob eine Möglichkeit zur Flucht besteht, doch Sascha kann meine Gedanken lesen und scheuert mir eine.

„Nur nicht auf dumme Ideen kommen, Schätzchen“, wieder zieht er mich an sich,  küsst leidenschaftlich den Hals, ehe ich von ihm durch die Tür geschoben werde, die Sekunden später ins Schloss fällt.

Endlich Wochenende

Laut knallend rauschen die Lederstriemen der  Peitsche auf meinen vor Schmerz glühenden Hintern.  Beim Versuch dem Schlag auszuweichen ziehen sich die Seile noch fester um meinen Körper, immer überschaubarer wird der Spielraum den ich noch habe um mich millimeterweit zu bewegen, die über Kopf gefesselten Arme sind mittlerweile taub.

Ich will die Augen  öffnen und doch bleibt alles genauso schwarz wie zuvor, kann nichts um mich herum erkennen, die einzigen Sinne die noch funktionieren lassen mich seinen Atem hören und den modrigen Geruch eines Kellergewölbes erahnen.

Wie ein Raubtier, das seine verwundete Beute kurz vorm Erlegen einkreist,  schleicht er um mich herum.

Der Versuch meine weit gespreizten Beine zu schließen, scheitert kläglich; es fühlt sich so an als hätte er eine Stange dazwischen geklemmt und mir Manschetten um die Fesseln gelegt, sosehr ich mich auch anstrenge ich schaffe es nicht mich aus der misslichen Lage zu befreien.

Ohrenbetäubendes Knarren durchbricht die gespenstische Stille und jagt mir einen eisigen Schauer vom Nacken abwärts bis zu den bewegungsunfähigen Achillessehnen.

Wieder schnalzt etwas hart und unnachgiebig auf meinen Po, feuchten Atem im Nacken höre ich plötzlich seine flüsternde Stimme: „Es wird Zeit, dir endlich Manieren beizubringen“

Dann ein dumpfer Knall, gefolgt von Schritten und immer lauter werdenden Stimmen, die immer näher  zu kommen scheinen.

Nackte Angst kriecht  meinen ausgelieferten Körper entlang und lähmt mich genauso wie die immer fester schnürenden  Seile. Wie zum Teufel bin ich bloß hier hineingeraten?

Fordernd und zielstrebig gleitet er mit seinen Fingern zwischen meine Beine,  streichelt  über meinen Kitzler, erst ganz vorsichtig, ehe er seine Hand zurückzieht und mich abschätzig anschnauzt:

„Du kleines Miststück bist schon wieder völlig nass.“

Mit einer Hand packt er mich am Hals, die andere schiebt er mir in den Mund, noch ehe ich begreife dass wir längst nicht mehr alleine sind fange ich mir eine Ohrfeige ein.

„Ist sie das?“

Der Klang einer unbekannten Stimme lässt mich zittern, lautes Gelächter erfüllt den Raum mit dämonisch anmutender Kälte noch ehe ich eine weitere Hand an meinen Brüsten spüre, die meine Nippel hart zwischen den Fingern reibt. Ich will schreien, doch die Hand in meinem Rachen hindert mich daran.

„Na da werden wir jede Menge Spaß haben…“, der feste Griff um meine Brustwarzen löst sich, ehe ich einen Schlag auf meinen Titten spüre, und wieder die bohrenden Finger an meiner Möse.

„Na du kleine Schlampe? Willst du mehr davon?“

Endlich zieht er die Hand aus meinem Mund, befiehlt mir dennoch ihn weit geöffnet zu lassen, auf einmal etwas Plastikartiges zwischen meinen Zähnen, fühle wie ein Riemen hinter meinem Kopf festgezogen wird.

Noch ehe ich ahne was für ein perfides Spiel mit mir getrieben wird, zieht er den Lederriemen fest um meinen Kopf, der Knebel sitzt felsenfest.

Die Gelegenheit auch nur einen einzigen Ton zu sagen, scheint völlig passe´, mit einem unnachgiebigen Ruck schiebt er mir seinen Finger in den Arsch. Erst nur ganz vorsichtig, ehe er mir auch noch einen weiteren reindrückt und mich immer schneller damit fickt. Stöhne trotz Knebel laut auf als er sich aus mir zurückzieht und mir etwas Kaltes, Hartes in das vorgedehnte Loch steckt.

„Wehe der Plug fällt hinaus“, flüstert er mir die Warnung ins Ohr

Ich versuche unter der Augenbinde hindurch zu blinzeln und kann außer seinen Beinen noch vier andere erkennen die vor mir stehen und das Schauspiel beobachten.

Drei Männer also. Einer von ihnen fasst an meine Handgelenke und löst die Fesseln. Gott sei Dank, denke ich mir, als endlich wieder Blut durch die Arme fließt und das Gefühl zurückkommt.

Noch bevor ich verstehe was geschieht werde ich hochgehoben, durch den Raum getragen und mit dem Bauch voran auf etwas das sich wie ein Holztisch anfühlt gelegt.

„Bindet sie fest“, als ich das Kommando höre will ich schreien, doch ich weiß dass es keinen Sinn hat.