#angekommen

Geschafft von all den Eindrücken, der hohen Luftfeuchtigkeit und der elendslangen Anreise lasse ich mich aufs Bett fallen. Erstmal durchatmen, ankommen, Handy und Wlan checken.
Versehentlich das Datenroaming einschalten; drei Sekunden später warnt mein Netzbetreiber ich hätte bereits sechzig Euro verballert, deswegen sperren sie mein mobiles Internet. Stolzer Stundenlohn, denke ich mir. Gerade als ich mich darüber aufrege blinkt der Display erneut.
Nachricht von Rico, mein Herz tanzt.
„Ich hoffe du hattest einen guten Flug? Meine Gedanken sind bei dir, der Rest auf dem Weg dorthin. Freu mich auf dich.“
Schneller als ich tippen kann, übermannt mich der Schlaf. Trotz des Lärms der durch die offene Balkontüre schallt falle ich sekundenschnell ins Traumland, schaffe es nicht mal meine Sneakers auszuziehen.
Desorientiert und unterzuckert schrecke ich plötzlich hoch, der Wecker auf dem Nachtisch zeigt 21 Uhr, es regnet in Strömen und mein Magen knurrt. Da es erstens dunkel und zweitens nass draußen ist, bestelle ich mir was ins Zimmer, fahr den Rechner hoch und such auf YouTube Reportagen über die Stadt da unten.
Wozu schließlich rausgehen wenn’s livestream gibt.
Ich wollte doch Rico antworten, schießt es mir zeitgleich mit dem Sandwich in den Kopf. Als hätte er mich denken gehört, summt es unter der Decke.
„Bist du mir mit einem Brasilianer durchgebrannt oder schon am Karneval feiern?“
Grinsend tippe ich zurück, im Hintergrund flackern Aufnahmen von Erschossenen in den Elendsvierteln. Ob die hier so Fasching machen?
„Hi Rico. Weder noch – außer schlafen und essen hab ich noch nichts erlebt. Wird Zeit dass du mir deine Stadt zeigst “
Wieder Gelblinge, summsummsumm, Akku alle. Ich krame in meiner Handtasche nach dem Ladegerät, finde stattdessen einen halbabgebrannten Joint den ich anscheinend hier eingeschleppt habe. Klatsche mir an die Stirn, welcher Idiot trägt schon Eulen nach Athen?
„Sorry, mein Akku war alle. Hab den Stecker in allen Taschen gesucht, dabei war er die ganze Zeit über in meiner Jacke.“
Während die Reporterin auf dem Bildschirm über Mord und Totschlag berichtet, prasselt der Regen gegen die Scheiben, der Verkehr brummt konstant durch die Nacht.
„Direkt vor dem Hotel ist eine vierspurige Straße, vom Balkon aus siehst du sie. An der Kreuzung steht ein Pub, da läufst du links. Immer weiter geradeaus bis du an einem riesigen Einkaufstempel ankommst. Der, an dessen Eingang bewaffnete Männer stehen. Setz dich in eins der Cafe´s und schalt dein WLAN ein.“
Spinnt der?
„Jetzt?“
Erstens unbewaffnet, zweitens Frau, drittens Regen, viertens Dunkelheit und fünftens nur 7% Akku. Da kann er mich doch gleich in die Hölle schicken.
„Nein du Verrückte. Jetzt sollst du schlafen. Morgen früh um zehn geht’s los, kannst dir bis dahin den Weg von oben ansehen?“
Google maps für digital-Minderbemittelte.
„Alles was du willst Romeo.“
Wohliger Schauer der über meine Haut driftet, mich mit kribbelnder Vorfreude zurück in die Nacht katapultiert – schlaf Kindchen, schlaf.

Münchner Freiheit

Seine Zunge schmeckt nach mehr, tastende Finger fassen nach dem Reißverschluss von meinem Kleid und öffnen es. Ich streife es über den Kopf, schleudere es in die Ecke, stehe nur noch in halterlosen Strümpfen und schwarzen High Heels vor ihn. Seine Hand greift nach meiner und drückt sie auf seine eng gewordene Hose, unter der sich ein hart gewordenes Prachtexemplar bemerkbar macht. Er nimmt den Gürtel ab und drückt mich auf den Fußboden.

IMG_20150524_000307Beim Ordern eines weißen Spritzers, sieht mich die Kellnerin etwas irritiert an. Ach ja, das ist doch Deutschland, die verstehen das nicht.

„Eine Weißweinschorle, bitte“, korrigiere ich und ihr Gesichtsausdruck entspannt sich augenblicklich.

Die Bar im Erdgeschoss des Hotels ist gut besucht, es scheint eine Firmenveranstaltung stattzufinden, da so viele Schlipsträger herumwuseln. Ich halte Ausschau nach meinem Date, da ich allerdings nicht weiß wie der Kerl aussieht, steigt die Spannung und weckt meinen Spieltrieb.

Ein hundertfünfzig hoch zwei Typ (hundertfünfzig Jahre, hundertfünzig Kilo), nimmt am Nebentisch Platz und zieht mich mit seinen Blicken aus. Oh mein Gott, bitte mach dass es nicht meine Verabredung  ist.

Die kleine Blonde von der Bar bringt mir meinen Drink und ich stochere gelangweilt mit dem Strohhalm darin herum, mein Gegenüber keines Blickes würdigend.

Plötzlich schießt ein gutaussehender junger Mann hinter einer der Deko Palmen hervor und lächelt mich an. Jackpot, denk ich mir, doch so schnell die Schnitte da war, ist sie auch schon wieder verschwunden. Schade, das wär wirklich ein würdiger Tagesabschluss gewesen, zumindest hat er es schon geschafft meine Vorfreude immens zu steigern, das Kopfkino ist anständig aufgeheizt als mir noch jemand auffällt, dessen Blick suchend durch die Empfangshalle schweift.

„Ich trage ein oranges Kleid und sitze neben dem Eingang vom Restaurant“, gespannt tippe ich die What´s App Nachricht und beobachte ihn dabei. Keine zehn Sekunden nachdem ich auf Senden getippt habe, zieht er sein Telefon aus der Jeans. Bingo das ist er, Kategorie äußerst heiß.

„Hallo Thomas.“

Durch seine Jeans und sein Hemd kann ich eine athletische Figur ausmachen, er trägt eine Glatze und grinst mich verschmitzt an als er Platz nimmt. Nach nicht mal drei Sätzen Smalltalk, frage ich mich wie er wohl schmecken wird,  wie groß sein Schwanz ist, ob er gut küssen kann, aber  vor allem wie lang er mich wohl ficken wird.

Einzig und allein mein Hunger hindert mich daran sofort mit ihm aufs Zimmer zu verschwinden. Wir unterhalten uns großartig, wie vermutet ist er sportlich sehr ambitioniert und außerdem hat ziemlich was aufm Kasten. Die Vorfreude siegt schließlich über den Hunger und ich lass die Hälfte meiner Pasta stehen, folge ihn zum Lift.

„Schade eigentlich dass der Aufzug aus Glas ist.“

„Wie meinst du das?“, sein Gesichtsausdruck ähnelt dem der Kellnerin von vorhin und ich überlege ob die beiden verwand sein könnten.

„Weil ich dir sonst hier schon einen geblasen hätte.“

Volltreffer. Damit hat er nicht gerechnet. Verlegen sieht er mich an.

„Wir sind gleich da.“

Kaum ist die Zimmertüre ins Schloss gefallen ist es mit der aufgesetzten Schüchternheit endgültig vorbei, er zieht mich an sich, klatscht mir mit der flachen Hand auf den Hintern und küsst mich.

Seine Zunge schmeckt nach mehr, tastende Finger fassen nach dem Reißverschluss von meinem Kleid und öffnen es. Ich streife es über den  Kopf, schleudere es in die Ecke, stehe nur noch in halterlosen Strümpfen und schwarzen High Heels vor ihn. Seine Hand greift nach meiner und drückt sie auf seine eng gewordene Hose, unter der sich ein hart gewordenes Prachtexemplar bemerkbar macht. Er nimmt  den Gürtel ab und drückt mich auf den Fußboden.

Ziehe ihn mit einer einzigen Handbewegung alles an Stoff hinunter, er riecht so unglaublich gut, gierig schließe ich meine Lippen über das glattrasierte Teil und kann meine eigene Erregung nicht mehr leugnen als Andreas seine Finger in meine völlig durchnässte Spalte schiebt.

„Du kleines Luder bist ja total geil…“, scheinbar ist es ihm aufgefallen, dass er nicht der einzige ist der kurz vor der Explosion steht, obwohl wir noch nicht mal in den zweiten Gang geschalten haben.

Langsam aber bestimmt lasse ich seinen Schwanz in meinen Rachen gleiten, sein lautes Aufstöhnen lässt  mich wissen, dass es ihm genauso gut  gefällt.

Immer fester drückt er meinen Kopf gegen seinen Schoß, meine Fotze ist dabei auszulaufen als er unerwartet das Tempo verlangsamt und mir seinen Prügel bis zum Anschlag in den Mund schiebt.

Öffne die Augen, hebe den Blick, lecke über die Spitze der Latte und schaue in seine Augen, es  scheint ihm die letzte Sicherung rauszuhauen. Von einem ekstatischen Zucken begleitet schießt er mir die volle Ladung an der Zungenspitze vorbei in die Kehle, während mich seine Finger immer noch ficken.

Ich hab noch nicht mal runtergeschluckt als es auch mir kommt, schreie überwältigt auf, ehe er mir den Mund zuhält.

„Psst, das war doch erst der Anfang..“ , erstaunlich gefasst flüstert er das schärfste Versprechen des Tages in mein Ohr und ich weiß genau dass er es nicht brechen wird.