#Metamorphose

Die Metamorphose von der hochsensiblen Prinzessin zum eiskalten Gefühlskrüppel passiert so schleichend wie das Volksbegehren zur Rundfunkgebühr. Jeder hat davon gehört, aber niemand was gesehen.
Alles was sie will ist nichts mehr spüren.
#Herztaub
#behindertesynapsen
Schlechtes Gewissen nährt den Selbstoptimierungswahn, je intensiver der Substanzmissbrauch desto länger die darauffolgende Sporteinheit
Je chemischer die Substanz, desto zweistelliger die gelaufenen Kilometer. Als ob ein Halbmarathon sämtliche Kokainexzesse wettmachen könnte.
Sie fragen sich warum ich das tue?
Ich mich auch!
Ja, ich bin gerne high. Nicht weil ich aus einem sozialen Brennpunkt stamme – ganz und gar nicht. Es macht einfach Spaß!
Der Lieferservice gibt die Daten seiner Kunden an diverse Finanzdienstleister weiter. Vermutlich weil Menschen die um 10 Uhr Vormittag Schnaps, Bier und Filtertipps bestellen nicht allzu kreditwürdig erscheinen.
Dabei schmeckt so ein kühles Blondes nach dem Aufstehen gar nicht so übel.
#Alkoholiker
Sind Rudeltiere.

#Müde

Denkst du wirklich dass dein heutiger Lifestyle dich vor zwei Jahrzehnten befriedigt hätte? Oder wärst du der Langeweile erlegen? Willkommen in meiner Welt!
Ich bin DU. Zwanzig Jahre davor. Mit Muschi statt Latte.
Hure statt Heilige, Magdalena fetzt – Maria ist der Inbegriff aller Spaßbremsen. Pacemakerin fürs Saufen, Ficken und Koksen. Mehr kann ich nicht – hab´s Laufen verlernt, Nase zu voll…
Herzschlag am Limit – vernarbtes Gewebe hinter den Rippen. Kämpfe ums Überleben – nicht weniger als das Teil, dass das Blut durch meinen Körper pumpt.
Schleppend bahnt es sich den Weg durch sämtliche Venen, dennoch reicht es nicht um den eiskalten Engel zu beleben. Ich bin so verdammt abgekämpft und müde.

Wo bist du jetzt?

Auch wenn sich die Besetzung geändert hat – das Spiel ist dasselbe. Die Regeln sind die gleichen geblieben –  verschärfte Konsequenzen, dieselbe  Struktur.

Wieder mal eskaliert es, ich weiß nicht warum. Vielleicht bin ich schwierig, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idiot. SO wie sein Vorgänger. Und der davor.

Vielleicht seid ihr Kerle aber auch alle Vollidioten?

Oder hab ich für den Affenzirkus keine Nerven mehr übrig?

„Probiers mal mit Vitamin B und Tryptophan. Das wird deinem Gemüt gut tun.“

Ganz leise flüstert mir die Vernunft ins Ohr, ich schüttle wortlos den Kopf. Einen kurzen Augenblick innehaltend, unterdrücke den nahenden Nervenzusammenbruch und schreie mitten in die leere Wohnung hinein:

„Fick dich doch“

Feuere den Schlüsselbund wutentbrannt gegen den Spiegelschrank, der in zigtausend Scherben zerspringt und es Splitter regnen lässt. Hatte beinahe vergessen, wie schön es sein kann, Aggressionen rauszulassen.

Wieso tu ich mir das immer wieder an?

„You´ve crossed the finish line

Won the race, but lost your mind

Was it worth it

After all?“

Wieso steht auf meinem T-Shirt nicht „Arschlochmagnet“ ?

Gott sei Dank habe ich in den letzten Jahren genug Praxis mit solchen Exemplaren sammeln können, ansonsten würde ich mir spätestens jetzt den Lauf einer Waffe in den Mund stecken und abdrücken.  Drauf geschissen, wer den letzen Rest meines Schädels von der Wand kratzen wird; Hauptsache endlich Ruhe.

Doch irgendwas in mir sträubt sich seit immer, gegen den Kauf einer Faustfeuerwaffe; Menschen die eine Schwäche für psychoaktive Substanzen haben, sollten keine Knarre im Haus horten. Schlimm genug, dass sie mich Autofahren lassen…

Tränen laufen über mein Gesicht, langsam aber sicher versagen die Knie ihren Dienst, sinke zu Boden. Vergrabe das Gesicht in meinen Händen; schluchze jämmerlicher als ein kleines Kind am ersten Schultag.

Wo bist du jetzt?

Unbezwingbare Enttäuschung sticht mitten ins Herz – ich vermisse dich so sehr.

Wo bist du jetzt?

Ich bin verloren ohne Dich.

Wo bist du jetzt?

Orientierungslose Suche nach einem Wunder.

Rette mich.

Wo bist du jetzt.

Scheiß auf dich.

Ich brauch dich nicht.

Ich brauch mich nicht.

Ich geb auf.

Hab ich tatsächlich geglaubt, du könntest  der Eine sein – der fehlende Teil in dem Puzzle? Der verloren gegangene Rest in einem außer Kontrolle geratenem Schlachtfeld einer Verrückten; auf der verzweifelten Suche nach Frieden?

Hab ich mich verirrt?

Wieder mal?

Wo bist du jetzt?

Haben wir uns verloren?

Wo sind wir jetzt?

 

 

 

 

 

 

 

 

Mister Casanova

Wie aus dem Nichts taucht das Prunkstück der Evolution vor mir auf,  mustert mich und auf einmal ist da etwas. Unerklärlich. Unsichtbar, für die meisten. Und doch, spürbar.

Weniger intensiv als vergangene Strohfeuer, doch die Spannung, lässt sich nicht leugnen.

Provokante Blicke steigern sich ins Unendliche, keiner will schließlich der Erste sein, der einknickt. Wie hypnotisiert lasse ich mich in seinen Bann ziehen. Seine Augen funkeln so kalt wie Eiskristalle, es fröstelt mich trotz der Hitze. Als hätte man beim Roulette alles auf Zahl gesetzt, weil man fühlt, dass es richtig ist. Herzrasen, kurz bevor die Kugel zum Stillstand kommt, obwohl man genau weiß, wo.

Rien ne va plus.

Einen Atemzug lang steht die Zeit still.

Synapsenfeurwerk unterbricht die friedliche Stille, ich ertrinke in Verlangen, kann seinem Blick nicht länger standhalten.

Wie beiläufig streift er meinen Arm, lächelnd öffnet er die Flasche Wasser und schenkt uns ein.

„Ist es dir nicht zu heiß hier draußen?“

Seine Stimme treibt mir die Gänsehaut über den Rücken; unfähig auch nur eine Silbe zu antworten, lege ich meine Hand auf seinen Oberschenkel und meinen Kopf auf seine Schulter. Langsam, aber sicher entkrampft jeder einzelne Muskel, ich kann sein Herz schlagen hören.

Wann hab ich mich zum letzten Mal jemand so nahe gefühlt?

Starren eine Weile wortlos in den Himmel, es kribbelt wie verrückt, gleichgültig wie sehr ich mich auf die Schwalben über uns konzentriere. Egal wie hoch ich die Mauern gezogen habe, diesmal fährt die Welle direkt dorthin wo´s wehtun könnte.

Ganz ohne Tricks und Spielereien.

Mir stockt der Atem, er sieht mich an, als wüsste er Bescheid.

Vorsichtig zieht er mich an sich, küsst mich.

Falle ins Bodenlose, mühelos durchbricht der Fremde alle Schranken, schaltet sämtliche Warnsysteme auf Stand by.

Wundere mich noch, wieso mein Brustkorb nicht explodiert, während er mir das Kleid auszieht.

Küssen uns wie verlegene Teenager, kurz vorm ersten Mal.

Will ihn ficken.

Nein. Will ihn spüren.

Liegen engumschlungen auf der Hängematte, sein Atem an meinem Hals.

Kann irgendjemand bitte die Zeit anhalten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Willkommen in meiner Welt, Arschloch.

Zerstückelte Erinnerungsfetzen drängen aus der Versenkung nach oben und innerhalb eines einzigen Herzschlages ist alles anders.

Es ist endgültig vorbei, letzte Funken falscher Hoffnung und kranker Sentimentalität wie weggeblasen; verglüht ohne dabei auf die Knie zu sinken. Ziellose Besessenheit steuert geradezu in die nächste Vollkatastrophe.

Warum bin ich heute nochmal aufgestanden?

Ach ja. Weil ich dachte, der Typ mit dem Sushi und dem Six Pack würd endlich Frühstück bringen. Von wegen. Die Rundfunkgebühr wollt der Spast; aber das ist ein anderes Kapitel.

Der Schlafentzug zeigt erste Spuren, alles auf slowmo. Nachlegen ist umsonst, sämtliche Körpersysteme kurz vorm Abstürzen. Siebzig Stunden wach und ohne feste Nahrung. Da hilft auch Boliviens Exportschlager Nummer eins nichts mehr. Irgendwann ist einfach zu viel des Guten.

Recht herzlichen Dank liebe Obsession.

Geprügelt, gedemütigt und verzweifelt aus dem Ring gestiegen; niemals gekrochen. Ziellos von einer in die nächste Misere getorkelt.

Unzählige Male die Selbstachtung verloren-kein einziges Mal den Stolz.

Mit gehobenem Kopf scheint der Fall ästhetischer, bisschen Contenance und so´n Scheiß. Immer tanzend. Mit Sonnenbrille.

Und noch während man sich den Aufprall als allerletzte Instanz des eigenen Selbstzerstörungswahns vorstellt, kündigt sich unerwartet Hilfe bei dem Vorhaben an.

Sein Gesicht ist eingefallen, die Konturen der Wangenknochen deutlich auszumachen. Mittlerweile hat sich die noble Blässe in fahles Grau gewandelt, die Stirn voller entzündet aussehender Punkte, tiefe schwarze Ränder unter weit aufgerissenen Augen.

Er wollte immer sein wie Onkel Charlie, geworden ist er das uneheliche, in einer Bahnhofstoilette gezeugte Balg, von Jessy Pinkman und Christiane F.

Ihr Kinder vom Bahnhof Zoo.

Aus jeder seiner Poren dringt das Gift nach außen; vor nicht allzu langer Zeit war ich süchtiger nach seinem Geruch, als nach dem Inhalt seiner Taschen.

Da ist kein Glanz mehr in seinem Blick, sämtliche Erinnerungen getötet.

Will mich erinnern.

Schaff es nicht.

Rastloser Geist randaliert im erschöpften Körper, wirre Gedankengänge, leergekokste Müdigkeit eines  kaputten Wahnsinnigen am Rande der Existenzberechtigung.

Willkommen in meiner Welt, Arschloch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herz aus Schwein

Immer noch auf der Suche nach dem, der es schafft, mich länger als eine Nacht zu bändigen, jage ich im Netz nach Frischfleisch. Ich habe keine Lust mehr auf zweifelhafte Dumm-Doms, verblödete Möchtegern-Don-Juans oder verheiratete Ferrari-Fahrer mit Mini-Penis und gewaltigem Minderwertigkeitskomplex.

Nach der zweiten Tasse Kaffee werde ich fündig, genaugenommen werde ich gefunden. Profil klingt vielversprechend, das  Anschreiben ist nicht die standardisierte Massenware, die die meisten seiner Geschlechtsgenossen vom Stapel lassen. Er hat mein Interesse geweckt, wir schreiben den restlichen Vormittag hin und her und verabreden uns für den Abend im besten japanischen Restaurant, das die Hauptstadt zu bieten hat. Entgegen meiner sonstigen Blind Date Erfahrungen bin ich kein bisschen aufgeregt, habe ein gutes Gefühl bei der Sache. Als ich am ausgemachten Treffpunkt vor dem Restaurant ankomme, das praktischerweise in einem Hotel untergebracht ist,  bestätigt sich die Treffsicherheit der weiblichen Intuition.

Endlich wieder mal ein Mann, der um einiges größer ist als ich. Leo ist ein wahrer Gentleman, sein dezentes Aftershave macht Lust auf mehr. Gespannt was sich unter dem schwarzen Maßanzug verbirgt, beobachte ich sein Sein wie eine läufige Hündin einen Straßenköter, als wir uns an die Bar setzen und bei einem Glas Champagner unterhalten.

Das charmante Wesen, das neben mir Platz nimmt, entpuppt sich als äußerst eloquent. Volltreffer-einer der was im Hirn auch noch hat. Er ist um einiges älter als ich und, wie könnte es auch anders sein, verheiratet. Ich hake nicht weiter nach, will es auch gar nicht genau wissen.

Er fragt mich, ob ich denn schon hungrig sei, ja  schon, aber nicht auf Essen. Sein Lächeln geht mir direkt unter die Haut, es kribbelt wie verrückt als er mir sagt, dass er einen Stock tiefer ein Zimmer für uns gebucht hat.

Na dann nichts wie runter..

Der Raum wirkt genauso nobel wie der Rest von dem Schuppen, sogar die Klopapierhalterung ist vergoldet, die Minibar gibt auch richtig was her. Vier Stockwerke unter uns tobt das Leben auf den Straßen von Wien, Leo lässt die Jalousien ein Stück weit nach unten, macht Musik an,  zieht mich an sich und küsst mich.

„Zeig mal, was du alles mitgebracht hast“, erwartungsvoll zeigt er auf meine schwarze Aktentasche, die sich durch beständig-lautes vibrieren verdächtig gemacht hat. Scheinbar hat mein Fipsi ein Eigenleben.

Packe das summende Teil als erster aus, und lege es vor ihm auf das Bett, gefolgt von Bondage Tape, Paddle, Ledermanschetten, Peitsche, zwei Seilen, Plug,  jeder Menge Gleitmittel und Gummis.

„Na, das nenn ich mal umfangreich“, begeistert begutachtet er die stolze Sammlung an Erwachsenenspielzeug, streichelt dabei über meinen Hintern.

„Ja, meine seriöse Aktentasche macht richtig viel Freude. Außen Business, innen Porno.“

„Hmm.. Du hast mir immer noch nicht alles gezeigt.“

Eine Augenbraue nach oben ziehend, fasst er mich sanft am Oberarm.

„Doch, die Tasche ist leer.“

Leo fährt mit seiner Hand unter mein Kleid, klatscht mir einmal auf den Arsch, ehe er von mir ablässt und sich auf das Sofa fallen lässt.

„Zieh dich aus“, sein Tonfall ist um einiges fordernder als noch vor einigen Minuten, und verfehlt seine Wirkung nicht um einen Millimeter.

Meine Erregtheit dürfte mir direkt in den Kopf gestiegen sein, der sich auf einmal anfühlt als würde er glühen.

Langsam greife ich an den Saum des rot-schwarz gemusterten Kleids, bevor ich es mir über den Kopf streife und zu Boden fallen lasse. Mit Ausnahme der High-Heels stehe ich splitterfasernackt vor ihm, er wollte ja dass ich ohne Unterwäsche komme.

Heftig aufflackerndes Funkeln in seinen Augen als er nach dem Seil langt, geübt legen seine Finger eine Schleife und ziehen den Rest des schwarzen Stricks hindurch. Noch ehe ich ganz begreife was er damit vorhat, hat der meine Brüste mit einem Ruck fest eingeschnürt, befestigt die Enden hinter dem Rücken.

„Deine Arme sind mir immer noch zu beweglich“,sprichts und legt mir Ledermanschetten an Hand-und Fußgelenke ,streichelt zärtlich über meine zitternden Schultern, küsst mir den Nacken, mit sanftem Druck schiebt Leo mir die Arme hinter meinen Kopf, befestigt sie dort mit dem Karabiner der Fesseln, er achtet dabei genau darauf, dass die Schnürung auch ordentlich sitzt und so stehen meine beiden Lieblingskörperteile rot und stramm, alles was ich noch bewegen kann, sind die Beine.

Seine Pupillen explodieren förmlich beim Anblick des begonnen Werks, wie ein Junge der zum ersten Mal von einer Exctasy-Pille gekitzelt wird, mit dem einzigen Unterschied, dass dieser Rausch greifbar scheint. Vorsichtig tänzeln Fingerkuppen über die Haut, immer höher, bis sie schließlich auf stehenden Nippeln zur Ruhe kommen, für einen kurzen Moment innehaltend, wie aus dem Nichts nehmen sie plötzlich wieder Fahrt auf, der unerwartet einsetzende Schmerz dämpft meinen Schrei, weil mir schlicht und einfach die Luft wegbleibt.

Reflexartig weiche ich einen Schritt nach hinten, doch das provoziert ihn nur noch mehr, immer fester zwirbelt er mit den höchstempfindlichen Spitzen meiner Titten, gibt mir damit zu verstehen, dass Ausweichen keine Option ist. Der Schmerz brennt sich ins auf Autopilot geschaltete Hirn, instinktiv schwingt meine Mitte immer mehr in seine Richtung.

„Ich werd dich schon noch ficken,  du Miststück.“

Im Takt meines Stöhnens, schlägt er mit der flachen Hand immer wieder auf die abgebundenen Titten, wandert tiefer, setzt seine Behandlung auch jenseits des Bauchnabels fort. Mit jedem einzelnen Schlag, verliere ich zunehmend an Bewusstsein und mich selbst beinahe völlig im Spiel. Gänsehaut kriecht an mir hoch, werde aufs weiße Laken geschoben, er spreizt mir die Arme und Beine indem er die Karabiner neu ordnet und mich somit in eine äußerst ausgelieferte Position bringt. Sämtliche Extremitäten sind weit gespreizt und aneinander fixiert, als Leo sich mit dem eben geschnapptem Paddle nähert.

Schnalzendes Boom Boom unter den Rippen, und die Frage ob ich jemals erregter als in diesem Moment war. Heiß und dickflüssig bahnt sich eine dünne Spur ihren Weg zu Boden, hinterlässt nichts als einen feuchten Film zwischen den Oberschenkeln.

Nicht aus Angst, eher aus der Lust, das Erlebte noch um eine Nuance zu steigern, schließe ich die Augen, atme tief ein, bevor ich das in Leder gebundene Teil laut zischend auf den Innenseiten der Schenkel aufprallen spüren.

Wieder und wieder streichelt er über die geschundene Stelle, die eigene Atemfrequenz sinkt im gleichen Maße wie der Herzschlag, ich lasse mich fallen; mitten in ihn hinein…