#Impulskontrolle

Ob sie wohl wieder mit mir reden würde, wenn ich scheiße schwanger wäre? Oder doch lieber unheilbar krank?
„Hallo du. Wie geht´s dir? Leider hab ich Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wünsche dir angenehme drei Monate – wir sehen uns bei meiner Beerdigung.“, ob der Abschiedstext sie aus der Lethargie reißen könnte?
Vermutlich schon – Drama Queens lieben dominante Tumore. Weil ohne Happy End schmeckt Selbstmitleid erst so richtig.
Wobei ich nicht sicher bin, ob die Nachricht vom Angebumstwordenseins die Chance auf ein Quäntchen ihrer ach so spärlichen Zeit erhöht.
Krebs oder Schwangerschaft? Welches Handicap erhöht die Möglichkeit auf ein Gespräch? Eins auf Augenhöhe.
Ach fick dich doch, Frau Misses „ Familie- ist das – allerwichtigste- deshalb –scheiß- ich- auf- meine, weil –du- keine -Matura –hast.“
Ich soll um zwanzig Uhr in dem Schuppen antanzen, aber bitte so unauffällig wie möglich, schließlich ist der ganze Laden voll mit seinen Kollegen. An der Rezeption ist ein Kuvert für mich hinterlegt, in dem der Zimmerschlüssel steckt.
„Sobald du den Schlüssel hast, gehst du an der Rezeption vorbei. Gleich dahinter liegt auf der linken Seite der Aufzug. Fahr in den zweiten Stock, geh ins Zimmer und ziehe dein Nonnenkostüm an. Knie dich auf den Holztisch der neben dem Bett steht, lege eine Augenbinde an und warte bis ich komme. Du redest nur wenn du gefragt wirst.“

Insgeheim bin ich froh über meinen desolaten Zustand, auch wenn mich die Nebenwirkungen der vergangenen Nacht beinahe in die Knie zwingen. Zumindest ist die Aufregung auf ein erträgliches Mindestmaß reduziert. Ich tue was von mir verlangt wird. Hoch wie nie.
Bis zum Hals und noch ein Stückchen weiter hämmert mein Herz, als ich auf allen Vieren ausharre um auf ihn zu warten. Kann die Fahrstuhltüre hören, jedes Mal wenn sie sich öffnet. Zucke beim leisesten Geräusch zusammen, frage mich ob er es wohl ist, der da gerade aussteigt. Auch nach dem dreiunddreißigsten Fehlalarm..
Meine Knie schmerzen, wo zum Teufel steckt der Idiot? Traue mich nicht, eine angenehmere Haltung anzunehmen, vielleicht beobachtet er mich ja per Kamera?
Und noch ehe ich mich mit dem Gedanken einfach abzuhauen anfreunde, höre ich ein Klicken an der Tür. Anfangs digital klingendes Summen, ehe jemand die Türe aufstemmt…
Immer lauter werdende Schritte, ich bekomme Gänsehaut, fühle Blicke auf meinem Körper, blinzle durch den schmalen Spalt am unterem Ende der Augenbinde.
Bedauerlicherweise kann ihn nicht sehen, auch wenn ich sogar seinen Atem hören kann. Höre Wasser, das aus einem Duschkopf gegen Fliesen sprudelt. Höre eine elektrische Zahnbürste. Höre ein Zischen, wie aus einer Haarspraydose.
Verstehe ich nicht. Auf seinem Profilbild hat der Kertl doch eine Glatze?
Speckschwartenspray zum Schädelpolieren?
Hashtag Marktlücke.
Ich mag wie er riecht, sein Schwanz steht kerzengerade Richtung Himmel, soweit ich das durch mein eingeschränktes Blickfeld beurteilen kann.
Unter größter Anstrengung widerstehe ich Impuls ihn sofort in den Mund zu nehmen, ahne was mir danach blühen würde….
Ob dieser Möchtegern-Nachwuchs-Gangster schon vor meiner Haustür steht? Ob einer von dem Schlag dazu fähig ist, säumige Schuldner umzulegen? Ob mir jemand ins Hirn geschissen hat? Ob Seroquel, Lithium und Cipralex mich aus meiner Misere rausboxen könnten? Ob ich mir eine Knarre organisieren sollte? How many times will you learn the same lesson?
Ob der Kerl nach dem Wichsen kaltes Wasser getrunken hat? Ob die Striemen am Arsch morgen blau sind?
„Neun. Danke, mein Herr.“
Möchte ihm den Rohrstock aus der Hand reißen, ihn damit ins Gesicht schlagen.
„Zehn. Danke, mein Herr.“
Möchte seinen Schwanz solange nach rechts drehen, bis er abfällt. Ihn danach in seine dämlich grinsende Fresse stecken und ihn anschließend mit Benzin übergießen und anzünden.
Er lächelt dreckiger als ein hauptberuflicher Dixie Klo Vertreter, als er mir in den Mund spritzt. Wie gern würde ich ihm jetzt den Schädel mit einer neun Millimeter wegballern…
„Danke, mein Herr.“

Das Wort zum Sonntag

Oder: was ich vergangene Woche gelernt habe:

 

-Beziehungen Schrotten geht schneller als sie zu kitten

-Drogenbesitz ist strafbar – AFD wählen salonfähig

-Datenguthaben kostet mehr als Nutten, wenn man ohne Flatrate lebt

-Anti-Adhs-Medizin produziert Dauerwichser

-Dauerwichsen kostet Gigabyte

-Asiatinnen quietschen beim Ficken

-Ich nicht

-Asiatinnen haben mehr Haare auf der Fuffie, als Bigfoot aufm Arsch

-Youporn ist voller Sushifotzen

-Man kann einen Sozialstaat haben

-Man kann offene Grenzen haben

-Aber nicht beides zusammen

-Ich habe keine Matura

-Das Christkind kommt in exakt drei Monaten

-Facebook-Support ist schwieriger zu finden, als das Christkind

-Er schmeckt nicht besser, wenn er Ananassaft intus hat

-Staubsauger sind so essentiell wie Entwurmungsmittel

-Wer Würmer hat, ist nie allein

-Nur weil „Calvin“ draufsteht, muss nicht „Klein“ drinstecken

-Ich bin genauso fehlbar wie Deutschlands Wählerschaft

 

Queen of wishful drinking

Schlauer als der Rest – dachtest du?

Unbekannter Fokus stemmt Selbstsucht hoch zehn

Wer fickt hier wen?

Atemlose Jagd nach Vollendung

Blinde Schafe erliegen einer Illusion

Mittendrin statt nur dabei

Lieber lächelnd untergehen

Als einsam abzuheben

 

ICH LIEBE DICH

Jahrestag der Zufallsbumsbekanntschaften am Tag der Erektion

++Heftig hämmernde Beats aus den turmhohen Boxen hinter mir. Wummernd bis in die Magengrube hinein, lassen den Herzschlag bis zum geht-nicht-mehr in die Höhe schnalzen.

Die bunten Pillen kitzeln bereits unter der Kopfhaut, es fröstelt mich, obwohl ich vor Hitze glühe und immer weiter tanze. Geblendet vom Stroboskop erscheint alles noch ein wenig schneller, unzählige zuckende Gestalten rund um mich herum. Kollektive Tanzwut greift um sich.

An den Turntables ein kleiner, dicker Typ mit Glatze, lässig mit Tschik im Mundwinkel. Völlig entspannt ist er der einzige in dem verrauchten Club, der sich nicht zu der auf Anschlag gedrehten Musik bewegt. Immer wieder wird sein riesiger Kopf von einem roten Scheinwerfer touchiert, als ob Satan plötzlich mit dampfendem Schädel vor einen erscheint, während er den DJ macht.

Neben mir ist ein Rudel Nachwuchsgangster am abshaken, ich schätze sie auf U-20. Das zu dick aufgetragene „AXE“ schafft es nicht den Welpengeruch zu überdecken, der an ihnen haftet.

Yummie.

Mein Kopfkino beginnt Amok zu laufen, bisschen Frischfleisch wär genau das Richtige.

Doch noch bevor ich zu sabbern beginne, rempelt mich jemand von hinten an und raunt mir über die Schulter: „Baby, was willst den von den Kindern?“

„Wieso? Schau ich aus wie Michael Jackson?“

Mike drückt mir einen Drink in die Hand und zeigt Richtung Ausgang: „Nein, du hast ja noch eine Nase, aber die Gesichtsfarbe würde passen.“

Wir schieben uns durch die feiernde Menge nach draußen, eisig und sternenklar ist die Rauhnacht.

Der kleine Innenhof ist schwach beleuchtet, einige Betrunkene stehen vor dem Tor, rauchen und lachen, während eine kleine Blondine sich unweit entfernt die Seele aus dem Leib kotzt. Richtig romantisch. Hinter einem riesigen Christbaum steht eine Bierbank, auf die wir uns setzen. Mike kramt in seiner Jean, zieht eine kleine Tüte heraus und grinst mich an:

„Hast du mal Feuer Kleines?“

„Nur Nutten lassen sich Feuer geben. Und klein bin ich auch nicht.“

Genüsslich inhaliere ich den süßen Qualm, als plötzlich ein Security Typ hinter dem Christbaum hervorschießt und uns streng mustert.

„Raucht ihr hier etwa Haschisch?“, empört zeigt er auf den Spliff den ich zwischen meinen Fingern halte.

„Nein, wir doch nicht“, entgegne ich brüskiert.

„Aber sicher doch. Ich kann es doch riechen.“

„Wir rauchen kein Hasch. Das ist Marihuana“, klinkt sich auch noch Mike in die Diskussion ein.

Während ich in einem Lachkrampf versinke, schaut sich der Uniformierte verstohlen um: „Kann ich auch mal kurz ziehen?“

Am nächsten Morgen werde ich durch das Klingeln der Türe recht unsanft geweckt, desorientiert suche ich nach meinem Telefon um die Uhrzeit zu checken. Doch statt des Handys liegt ein nackter Mensch neben mir im Bett, blinzelt mich an und liebkost meinen entblößten Hintern.

Wer zum Teufel ist das und wie kommt der in meine Animationskiste?

Seine Berührungen sind nichts desto trotz sehr angenehm, vorsichtig streichelt er über den Rücken, küsst meinen Nacken und schlingt seine Arme um mich. Lasse mich in seine Richtung ziehen, kuschle mich an ihn. Bemerke etwas hartes, das von hinten gegen meine Oberschenkel drückt und fasse danach, als es zum zweiten Mal an der Türe klingelt. Fluchend lasse ich von ihm ab und stolpere beim Aufstehen beinahe über eine schwarze Uniform, die auf dem Boden liegt. Scheinbar ist der Fremde mit der Erektion der Security Kerl. Noch bevor ich meine eigenen Klamotten in dem Chaos des Schlafzimmers finden kann, läutet es zum dritten Mal. Zornig greife ich nach einem Handtuch, wickle es um mich und torkle durch den Vorraum um die verdammte Tür zu öffnen. Als ich aufmache und endlich sehe, wer den Radau verursacht, glaub ich endgültig dass mein Schwein pfeift.

„Alles Gute zum Jahrestag, Schatzi“, begrüßt mich Tim, der ein wenig blass aussieht.

Irritiert bitte ich ihn kurz zu warten, damit ich mir was anziehen kann und schlage ihm die Türe vor der Nase wieder zu.

Kaum habe ich mich umgedreht, kommt mir ein ebenso blass aussehender Mike in Unterhosen aus meinem Wohnzimmer entgegen.

„Guten Morgen, Babe. Gut geschlafen?“

Ich schüttle wortlos den Kopf und frage mich was gestern Nacht eigentlich so los war, als der zweite Kerl auf einmal nackt und offensichtlich immer noch sehr erregt aus dem Schlafzimmer kommt.

„Sag mal, hast du meine Boxershorts gesehen?“, verplant greift er nach seiner Uniform.

„Hey, du bist ja der Security vom Club?“

Mike ist sichtlich erfreut über den Nackten mit Latte, während ich kurz davor bin schreiend aus dem Fenster zu springen und einfach davonzulaufen.

„Scheiße mein Freund steht vor der Türe.“

Die beiden brechen in schallendes Gelächter aus, schön wenn ich wenigstens unterhaltsam bin.

„Ich dachte du hättest keinen Freund?“

Dafür dass er nicht mal weiß, wo seine Unterhose ist, kann er sich erstaunlich gut an Details erinnern.

„Ich hab viele Freunde.“

Hektisch fummle ich eine Short und ein weißes Tanktop aus dem Kleiderschrank, ziehe mich an und bitte die Jungs im Wohnzimmer zu warten, bis ich die Sache mit Tim geklärt habe.

„Hi Tim, komm rein. Willst du Kaffee haben? Ich könnt wirklich einen gebrauchen.“

Er nickt verlegen, kommt zu mir, umarmt mich und wandert mit den Händen unter mein Top, als unerwartetes Gejauchze aus dem Nebenraum ihn innehalten lässt.

„Hast du etwa Besuch?“

„Ja, Kollegen aus der Steiermark sind übers Wochenende hier. Ich habe auch nicht viel Zeit deswegen.“

Nehme ihn an der Hand,  ziehe ihn in die Küche um zu vermeiden, dass er bemerkt welche Art von Besuch auf dem Sofa herumlümmelt.  Beim Einschalten der Kaffee Maschine, schmiegt er sich an mich, packt mich an den Hüften und presst mir was gegen den Hintern.

Heilige Maria Mutter Gottes, ist heute Tag der Erektion?

„Tim, da sind Leute nebenan“, mit gespielter Empörung versuche ich ihn los zu werden.

„Dann solltest du versuchen, leise dabei zu sein“, tiefenentspannt zieht er mir die Short nach unten und presst mich über die Anrichte. Ich halte einen kurzen Augenblick dagegen, stemme mich mit einer Hand gegen die weißen Wandfliesen um mit der anderen in der Lade nach einem Kondom zu fischen.

„Welche normale Frau, hat Gummis in der Küche?“

„Gewinnbringender wär´s sicher, wenn ich einen Automaten im Klo aufhängen würde“, antworte ich, bevor er sich das Teil übergestreift hat und mit enem Ruck in mich eindringt.

Widerstehe dem Impuls laut aufzuschreien nur sehr schwer, als er immer schneller wird. Mit einem Mal zieht er sich beinahe ganz aus mir zurück, hält mir den Mund zu, um sich eine Sekunde später ganz in mir zu versenken. Stöhne wie von Sinnen in seine Hand, die meine Laute verstummen lässt, die Knie sind weich wie Watte und das Zittern meiner Beine zeigt, dass es nicht mehr lange dauert bevor ich das Gleichgewicht verliere.  Tims Hände krallen sich fest um mich, ein letztes Mal stößt er zu, verliert die Beherrschung und schreit laut auf, als es ihm kommt.

Leider um eine Minute zu früh für mich, doch das neuerliche Gekicher aus dem Wohnzimmer dämpft mein Verlangen, es zu Ende zu bringen. Während er sich  benommen auf die Eckbank fallen lässt, ziehe ich String und Hose wieder nach oben.  Eine Tasse Kaffee später verspreche ich Tim, mich bei ihm zu melden, wimmle ihn ab und folge der Rauchschwade Richtung Couch.

Anscheinend hat Mister Security seine Boxershort gefunden, ich setze mich zu den zwei Halbnackten auf die Couch und klaue mir den brennenden Joint aus Mikes ‘Hand.

„Also du bist wirklich die Schlimmste. Hast dich jetzt in der Küche vernaschen lassen?“

„Was bitteschön ist denn daran so schlimm? Und wie heißt du eigentlich?“

„Ich bin Georg, sehr erfreut dich kennenzulernen“, kichernd wie ein kleines Schulmädchen reicht er mir die Hand.

„Maja, freut mich auch sehr.“

„Mach dir nix draus Georg, das ist bei ihr ganz normal. Es wundert mich, dass sie nicht noch einen Mann im Kleiderschrank versteckt hat“, schmunzelnd krallt er sich das glühende Gerät von mir zurück.

„Was soll denn das bitte heißen? So schlimm wie du tust, bin ich auch nicht.“

„Nein, Kleines. Du bist viel Schlimmer. Schau dich mal an. Du siehst aus wie ein frisch durchgevögeltes Eichhörnchen.“

Georg fällt vor Lachen beinahe von der Couch: „Er hat Recht Maja.“

„Ach ja? Habt ihr beiden heute schon mal in den Spiegel geschaut?“

„Zumindest hat keiner von uns mit einem hässlichen Rothaarigen aufm Klo rumgemacht“, kontert Mike gelassen.

„Welcher Rothaarige?“

Ich versuche mich zu konzentrieren, doch die immer noch nicht ganz abgeflachte Erregungskurve und die Nachwirkungen einiger fragwürdiger Substanzen, machen es unmöglich mich an die Geschichte zu erinnern.

„Ach was Baby? Hast es schon verdrängt?“

„Wenn ich mich nicht daran erinnern kann, ist es auch niemals passiert. Und damit basta.“

Georg legt seinen Arm um meine Schultern und veralbert mich: „Oh doch, es ist passiert. Ich hab den Kerl danach aus dem Club geworfen.“

Wovon redet der Mensch da eigentlich?

„Naja eigentlich haben wir beide herumgeschmust, als du angefangen hast dem Rothaarigen neben dir zwischen die Beine zu greifen“, versucht Mike meine Erinnerung aufzufrischen.

Und tatsächlich, plötzlich klingelt´s im ramponierten Schädel, langsam beginnt das Standbild im Oberstübchen Farbe anzunehmen. Rote Farbe.

„Ach du Scheiße, jetzt fällt mir alles wieder ein“, resigniert lasse ich meinen Kopf auf die Tischplatte fallen.

„Irgendwer hat gefragt ob der Typ wohl überall rote Haare hat“, raune ich Richtung  Fertigteilparkettboden.

„Ja genau Kleines. Und dreimal darfst du raten, wer gefragt hat.“

Insgeheim kenne ich die Antwort bereits, doch nur um vollkommen sicher zu gehen, hake ich noch einmal nach: „Wer hat gefragt?“

Mike beugt sich nach vorne, berührt mit seinen Lippen beinahe mein Ohr als er flüstert: „Na du Maja, wer denn sonst?“

Ich bemerke, wie mir die Hitze in den Kopf steigt, der schätzungsweise die gleiche Farbe wie die Haare des Kerls von letzter Nacht annimmt. Mehr und mehr Einzelheiten bahnen sich ihren Weg aus dem drogeninduziertem Teilzeit Nirwana zurück in meinen Verstand.

„Mike, bitte sag, dass das alles nicht wahr ist.“

„Oh doch Baby, das ist es. Aber es kommt noch besser… Frag mal die Security.“

„Letzte Nocht, woar a schware Partie für di“, Georg scheint richtig gute Laune zu haben.

Für die Art von Gespräch bin ich eindeutig zu nüchtern, weswegen ich den Kopf wieder hebe um auf dem versifften Glastisch nach etwas Unterhaltung zu suchen, doch alles was ich entdecken kann sind einige Viagra Pillen. Nein danke-ich bräuchte wohl eher ein Gegenmittel.

„Freut mich, wenn’s so schön für dich ist“, genervt fauche ich in seine Richtung.

„Sei doch nicht gleich eingeschnappt. Als ich den Typ aus dem Club geworfen habe, ist er handgreiflich geworden, deswegen haben wir die Polizei gerufen und seine Personalien verlangt.“

„Schön Georg. Ich will jetzt aber nicht deine Lebensgeschichte hören.“

„Schon gut, ich komm ja schon auf den Punkt. Also- was schätzt du, wie alt die Kröte gewesen ist?“

Mein Kopf sinkt wieder zu Tisch.

„Will ich das wissen?“

Lautes Grölen hinter mir, ich denke ich will es nicht wissen.

„Ach Kleines, halb so schlimm. Er war doch eh schon sechzehn.“

Ohne einen Ton zu sagen, stehe auf und schenke mir einen Schluck Wodka ein.

„Sonst noch jemand Durst?“

Georg und Mike sind immer noch mit totlachen beschäftigt, es dauert zwei weitere Shots, bis sich zumindest einer der beiden soweit beruhigt um wieder normal reden zu können.

„Sieh´s doch mal positiv Maja, heute in einem Jahr stehen dann vier Zufallsbumsbekanntschaften vor deiner Hütte um dir einen schönen Jahrestag zu wünschen.“

Der Schnaps wirkt, denn jetzt wiehern wir alle drei.

„Wisst ihr was das traurige an der ganzen Sache ist, Jungs?“

Lasse mich mitsamt der Flasche Grey Goose zwischen die beiden fallen, klemme sie mir zwischen die Beine, während meine Hände auf die Oberschenkel von Georg und Mike wandern.

„Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob er wirklich überall dieselbe Haarfarbe hatte.“

Lasse beide Hände tiefer gleiten, solange bis ich in jeder was Hartes fühlen kann. Eigentlich eh praktisch, dass beide so wenig anhaben.

Mike erwischt mich am Hinterkopf, da ist nichts als purer Provokation in seinem musternden Blick, tief in meine Augen tauchend explodieren seine Pupillen.Die ansonsten stechend grünen Lichter verfinstern sich im Bruchteil einer Sekunde. Tiefschwarze Aura fesselt mich so sehr, dass ich Georgs Hände erst bemerke, als er mir das Top über den Kopf zieht. Mike lässt von mir ab, mustert mich wie ein Löwe die Antilope kurz vor dem endgültigem Knock out. Georg klatscht mir mit der flachen Hand auf den Arsch, mit einem Mal reißt es uns aus der Schockstarre zurück.

„Baby, alles halb so schlimm. Ich glaub wir bringen dich jetzt mal auf andere Gedanken.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tausche sechs Mal Deutschland gegen einmal Afrika

Es ist schlichtweg zu heiß zum Schlafen, die großen Betonbunker der Stadt speichern die Hitze wie mein lustigster Körperteil beim Anblick des schwarzen Barkellners, der lässig mit dem Shaker hantiert und sich dabei mit einem der Gäste unterhält.

Ich beschließe noch eine Runde durch den Prater zu spazieren, vielleicht hat es ja ein bisschen abgekühlt.

Betrunkene Menschenmassen schieben sich durch den bunt beleuchteten Vergnügungspark, vorbei an Gastgärten, käuflichen Mädchen und anderen zwielichtigen Gestalten; es riecht nach Pisse und abgestandenem Bier, der erhoffte Windhauch bringt viel weniger Erfrischung als üblen Gestank in meine Richtung.

Ziellos laufe ich umher, bleibe schließlich vor dem Riesenrad stehen, beobachte die Dreherei eine Weile und finde den Gedanken dort drinnen zu sitzen sehr beängstigend.

„Ganz schön hoch das Teil, was?“

Ein etwas gesetzterer Kerl steht plötzlich neben mir, zückt sein Handy und als ob es noch eine Spur peinlicher geht, fragt er mich, ob ich denn von ihm und dem Ringelspiel ein Selfie machen kann.

Auf die Zunge beißend und dennoch schmunzelnd tue ich dem alten Sack den Gefallen, als hinter uns  fünf weitere Kerle auftauchen, die ihn anscheinend kennen, da sie grölend in unsere Richtung kommen.

„Freunde von dir?“

Er erzählt mir, dass die Truppe aus Deutschland kommt und für ein Seminar nach Wien gereist ist. Der Selfie Typ stellt sich als Markus vor und macht mich mit seinen Mitarbeitern bekannt, die allesamt ursprünglich aus der Gastronomie stammen, die ja bekanntlich ein Biotop für abgedrehte Halunken und Geistesgestörte ist. Deswegen habe ich mich dort auch immer so wohl gefühlt.

„Gehst mit uns was trinken, Maja?“

„Das wäre ohnehin mein Plan gewesen.“

Überfallsartig stürmen wir die nächste Kneipe und bestellen sieben große Bier, kaum hat die Kleine hinter der Theke die dreieinhalb Kilo Hopfensmoothie angeschleppt, bestellt Markus die nächste Runde.

„Sag mal wollt ihr mich betrunken machen? Das mach ich für normal ganz alleine.“

Einer der jüngeren Typen grinst mich an und prostet mir zu:

„Von einer Köchin hab ich mir auch nichts anderes erwartet. Auf die Österreicherinnen!“

Ich hab noch nicht mal ein Drittel leer getrunken, schon steht das Nächste vor mir. Großartig, wenn das in dem Tempo weitergeht, wird das bestimmt noch ein recht spannender Abend.

Insgeheim überlege ich schon, wer von den sechs für eine feucht-fröhliche Gruppenarbeit infrage kommen würde, als mir plötzlich das Schnucki von der Hotelbar wieder einfällt. Tausche sechs Piefke gegen einen Afrikaner.

Nach dem fünften Saftl mache ich plötzlich auf pflichtbewusst, fasle irgendwas von ganz-früh-raus-müssen und eifersüchtigem Ehemann der schon seit Stunden auf mich wartet und mache mich aus dem Staub.

Unglaublich wie diszipliniert mich die Aussicht auf einen schwarzen Schwanz macht.

Die Bar im Erdgeschoss des Hotels ist leer geworden, vor einem laufendem Fernseher sitzen zwei müde aussehende Endfünfziger, der Nachtportier spielt mit seinem Telefon, der Traum meiner schlaflosen Nächte schenkt eben einen Drink ein, hebt seinen Blick und sieht mir in die Augen.

„Hi. Was darfs denn sein?“

Wenn Blicke ficken könnten, würde Mister Sierra Leone nackt auf dem Fußboden liegen, ich lächle ihm dreckig zu, spaziere an der Bar vorbei und verschwinde in der Herrentoilette.

Als die Drehtür dreißig Sekunden später aufgeht, weiß ich dass er es ist, auch ohne mich vom Waschbecken umzudrehen, nur ein kurzer Blick in den Spiegel um meine Ahnung zu bestätigen; da steht er hinter mir, packt mich fest am Arsch, dreht mich in seine Richtung und küsst mich.

Ich wusste gar nicht, dass Schwarze so gut küssen können, bis jetzt hatte ich eher den Eindruck, dass ihre Qualitäten tieferliegender Natur sind. Langsam schiebt er mir den Rock nach oben und den Tanga zur Seite, gleitet mit seiner Hand immer wieder zwischen meine Beine, die mittlerweile vollkommen nass geworden sind. Vor ihm auf die Knie sinkend, taste ich nach der Wölbung der Levis, öffne den Reißverschluss und packe das gewaltige Ding aus. Er hat einen großartigen Schwanz, weniger die Farbe von Milch- als vielmehr die von Edelbitterschokolade, die Spitze ist genauso imposant wie der Rest und leuchtet mir dunkelviolett entgegen, als ich die Lippen darum schließe.

Egal wie sehr ich mich auch anstrenge, ich schaffe es nicht, ihn ganz in den Mund gleiten zu lassen, ohne das Gefühl zu bekommen, ich müsste gleich ersticken.

Mister Lover Lover zieht mich hoch, drückt mich vor sich aufs Waschbecken, streift sich gekonnt ein Kondom über und presst mir den Riesenriemen anschließend in seiner vollen Länge in die tropfnasse Spalte. Winselnd stemme ich mich gegen den Spiegel und drücke mich noch näher an ihn, um die immer rasanter werdenden Stöße abzuschwächen. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks fickt er mich auf Wolke sieben, es ist mir scheißegal, dass meine Schreie vermutlich jeder in der Lobby hört, es ist einfach zu geil sich derartig ausgefüllt zu fühlen.

Mit einem Mal zieht er sich fast ganz aus mir zurück, hält für einen Moment inne, stößt ihn dann aber kraftvoll bis zum Anschlag in mich hinein. Ein kurzes Zucken, Stöhnen, Wimmern, Sekunden bevor ich explodiere, laut keuchend komme und mir dabei selbst im Spiegel zusehe.

Unbeirrt rammelt er mich weiter, ich flehe um eine kurze Verschnaufpause, doch anscheinend ist er auf diesem Ohr taub, denn er verschärft das Tempo nochmal, bringt mich in ungeahnte Sphären, drückt mich tiefer, zieht seinen Prügel aus meiner wundgefickten Mitte um ihn mir völlig überraschend in den Arsch zu schieben. Nach Luft japsend, weiß ich nicht wie mir geschieht , meine Knie werden zunehmend weicher als es mir zum zweiten Mal kommt.

Kurz bevor zitternde Oberschenkel endgültig den Dienst versagen, kann ich auch das Pulsieren seiner Spitze in mir spüren, fest umklammert er meine Titten, zieht mich ein letztes Mal an sich, bevor auch er lechzend zum Höhepunkt kommt.

Lasse mich auf den sandfarbenen Marmorboden fallen, schließe  die Augen und kann nicht mehr aufhören zu lachen.

„Ach ja, übrigens-ich bin Jimmy“

Er streift sich das Kondom ab, packt alles wieder an seinen richtigen Platz und sieht im Gegensatz zu mir nicht aus wie ein frischgevögeltes Eichhörnchen.

„Hallo Jimmy. Ich bin Maja. Schön dich kennenzulernen.“

Seine Hände reichend, hilft er mir auf die Beine und lädt mich auf einen Drink an die Bar ein.