#comeback

Die sengende Hitze der Stadt gleicht der eines Backofens. Obwohl die Sonne bereits seit Stunden untergegangen ist, zeigt der Thermometer am Handydisplay 38 Grad Celsius.
#bigcitylife #ersatzreligionklimawandel
Benommen schlendere ich die Ahornalle hinauf, fühle mich besoffen – ganz ohne Alkohol und Co.
Hitze macht geil hat mal einer im Radio gesungen. Der hatte bestimmt Recht, wieso sonst sollte ich mich wie eine rollige Katze fühlen, die es nur mit Müh und Not schafft, sich nicht auf den Asphalt zu werfen um dort ihre paarungswilligkeit zu demonstrieren?
ICH BEHERRSCHE MICH: DIE DISTANZ ZWISCHEN MEINEN TRÄUMEN UND DER REALITÄT NENNT SICH DISZIPLIN
Summt mein Gewissen in Dauerschleife.
Meine Träume?
Gangbangende Black Boys am See.
Die Realität?
Schwarzhaarige Gammel Touristen aus Ostdeutschland ohne erkennbare Genitalien unter der Low-Budget Badehose.
Ob sich die Piefke in afroamerikanische Vorzeigefickmaschinen verwandeln, wenn ich meine Disziplin-Skills auf Maximum schraube?
Hamm.
Aber diszipliniert in was?
Geld ausgeben?
Bier saufen?
Rumhuren?
Gehirnzellen massakrieren?
Online shoppen
Online Pornos gucken?
Offline ins Radar fahren?

Gottverfickte Facebook Lebensweisheiten die sind genauso VWG wie die eben eingezogene neue Nachbarin-
Von Weitem Gut – Aus der Nähe betrachtet Scheiße.
Olga hat den Arsch einer J Lo in unfett – ich wette sie könnte damit Kokosnüsse knacken…
Endlos lange Beine unter dem perfekt geformten Arsch – hätte ich einen Penis würde ich sie auf der Stelle bespringen.
Hormonbedingt unterlasse ich den Versuch sie zu vergewaltigen, zweifle ohnehin an der Authenzität eines sexuellen Attentats ohne einen Pimmel zu besitzen. Und noch während ich überlege was ich jetzt wohl mit ihr anstelle, dreht sich der Prachthintern um 180 Grad.
Leider spielt ihre Front nicht mal annähernd in derselben Liga wie ihr Popo – hinten hui, vorne pfui.
Ich beschließe die Wohnung zu kündigen, wer will schon so hässliche Nachbarn haben?
Nein Danke, da kann ich genauso gut nach Dschihad ziehen.
Da ich aber weder an Suizid noch an unansehnlichen Menschen interessiert bin, flüchte ich nach draußen. Frischluft als Gehirndoping?!
Doch noch bevor der Sauerstoff meine Synapsen befeuert, tut es der Anblick eines Unbekannten mitten auf der Bushaltestelle. Lässig lehnt der schwarze Kerl an der Liftfasssäule, fixiert mich mit seinem Blick.
Für den Bruchteil einer Sekunde setzt mein Herzschlag aus.
So unauffällig wie möglich japse ich nach Luft, der Bus fährt ein. Hektisches Gewusel, die Haltestelle leert sich. Ohrenbetäubende Stille – bin ich die Einzige die nicht eingestiegen ist?
Laut piepsend schließt der Autobus seine Türen, blinkt nach rechts ehe er sich langsam aber sicher in den stockenden Verkehr der Rushhour einfädelt.
Wo ist seine Silhouette hin verschwunden?
Keine Spur von ihm..
Enttäuscht sinkt mein Kinn zur Brust, längst schon ist der überfüllte Bus aus meinem Blickfeld entflohen. Laufe die Straße entlang, der Strand hinter- die Stadt vor mit.
Keine zehn Schritte entfernt raschelt etwas im Gebüsch.
Vielleicht eine Ratte?
Vielleicht ein Sexualstraftäter?
Mach dich nicht lächerlich – die sind doch nur auf junge Frauen aus…

#dreieck

Schneller als ich mir einen Überblick über die unter uns liegende Stadt machen kann, reißt mir Rico das Shirt über den Kopf, schiebt den Jeansrock hinterher, drückt mich nackt und orientierungslos gegen die riesige Glasfront der Suite.
Im ersten Moment erschrecke ich, wie ein Blitz durchfährt mich die Kälte der Scheiben, meine Brustwarzen stellen sich augenblicklich auf. Fröstelndes Stöhnen, seine Hand packt mich am Schopf. Warmes Etwas drückt zwischen meine Beine, hektisches Gezerre, Reißverschluss, weg mit dem Stoff zwischen uns. Fühle seinen Atem im Nacken, verbeißt sich darin, leckt über die Rückseite meiner Ohren. Zerfließe wie Wachs unter seiner Flamme, mit geschlossenen Augen wandert meine Hand nach hinten. Will ihn spüren, ganz oder gar nicht.
Ob Mister L okay ist? Was er jetzt grade wohl treibt?
„Alles okay, Baby?“
Rico zieht mich weg vom Fenster, dreht meinen Blick in seinen hinein. Senke den Kopf um ihn nicht weiter ansehen zu müssen.
„Sag du es mir. Mister Verheiratet…“
Für einen Moment lang steht die Zeit still, wie eingefroren wirkt die Szene. Bis der Gedanke an L. mich wieder auftaut, Rico zieht sich an, packt seinen Kram zusammen. Wortlos verschwindet er durch die dunkelbraune Holztür nach draußen, Tränen laufen über mein Gesicht. Ich wünschte ER wäre jetzt hier bei mir… Ohne Sehnen keine Sucht, Ohne Hochempathie kein Narzissmus. Ohne Negativ-Fokus keine Entwicklung. Ohne Ehe keine Brecher. Ohne Arsch keine Löcher.

Willkommen im Urlaub.

Buenas Noche…….

#dna

Desoxirinblablablairgendwassäure sagt man ungekürzt zu DNA. Rezessiv und Dominant. Schwarze Maus fickt weiße Maus. Drei zu eins. Vorausgesetzt beide sind reinrassig…. A Quadrat plus B Quadrat ist C Quadrat. Drei plus Vier ist Fünf. Außerdem rechtwinkelig.
Darwin. Pawlow. Hitler.
Evolution. Konditionierung. Faschismus. Schimpansen, Hunde, Zyklon B.
Winkelfunktionen. Wissenschaft vs. Glaube. Noch mehr Hitler. Klassenfahrt nach Mauthausen. Schindlers Liste. Immer und immer wieder. American History X. Anne Frank.
Die unendliche Geschichte.
Ficken Sie sich, Herr Professor. ICH BIN FÜR DAS NICHT VERANTWORTLICH.
O. As. At. Amus. Atis. ANt. Latein ist deppert, sechs Fälle, null Sinn. Vierzigtausend Kilometer ist einmal um die Welt. Aber was genau heißt Verantwortung, Herr Professor?
Hmmm….
Das bedeutet, die Ohrfeige nach dem Elternsprechtag ist laut Lehrplan gerechtfertigt, Fräulein Siffredi.
Wer ist für den Plan verantwortlich? Himmler? Göbels? Strache?
Tausend Meter in weniger als fünf Minuten laufen, sämtliche Mitgliedsstaaten der Union genauso zackig runterrattern wie das Periodensystem und alle Primzahlen von null bis tausend.
Erkläre den goldenen Schnitt.
Entschuldigen Sie. Hab nicht aufgepasst, können Sie die Frage bitte wiederholen?

Unerhört, so eine Frechheit, Fräulein Siffredi.
Unverantwortlich, so eine Berechnung, Herr Professor.

#142

Ich google die Nummer vom Notruf. Verwähle mich, statt dem Notarzt hab ich die Telefonseelsorge an der Strippe. Ich erzähl dem Mensch von meiner Schwäche für psychoaktive Substanzen, meiner toxischen Beziehung , meiner horrenden Stromrechnung und von dem kleinen schwarzen Punkt an der Innenseite des linken Ellebogens.
Ja, die Kelag ist ein Arschverein, besänftigt mich die Stimme am anderen Ende der Leitung. Da kann man schon mal stinkig werden, auch wenn Öko Strom teurer ist als der aus Fukushima. Welche Drogen ich nehme, streut er wie beiläufig ein.
„Alle, seit ich den schwarzen Punkt entdeckt hab.“ ,flüstere ich als ob uns jemand belauschen würde..

#antidetox #joy #lovelife #friendshipgoals

Muss jetzt stark sein, Stützen dürfen nicht wegbrechen. Ich zerre sie in den Vortrag, überzeug sie von der Notwendigkeit seine Feinde zu kennen. Komm schon, du hast mich überlebt – was soll so ein Scheiß Tumor schon anrichten.
Sie lacht, als wir uns einen der freien Sitzplätze in der letzten Reihe checken. Ich frage sie leise, was so lustig ist. Sie sagt, dass ich die einzige mit einem Bier in der Hand wäre. Ich entschuldige mich für meinen Egoismus, fische eine Flasche Prosecco aus meiner Tasche und halte sie ihr vors Gesicht.
Jetzt lachen auch alle die neben uns sitzen.
Leider hat niemand einen Öffner dabei, außerdem betritt der Gott in Weiß die Bühne um uns unstudierten Dumpfbacken aufzuklären – wie diagnostiziert man das, wie behandelt man das, was erhöht das Risiko dafür, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit es zu vererben, wie hoch ist die Mortalität? Titten hier, Titten da – Brustkrebs trallalala.
Wir werden zu gebombt mit medizinischen Wahrscheinlichkeitskalkulationen. Insgeheim warte ich auf eine Werbeeinschaltung für Ablebensversicherungen, während der Typ stoisch erklärt, dass Kinder krebskranker Eltern zu 50Prozent den Jackpot auch geknackt haben.
Ihre tieftraurigen Augen starren in meine.
„Keine Sorge, Sanny. Das Böse stirbt nie. So wie ich autofahre, krepiere ich sicher nicht an Krebs, keine Panik.““
Lächelnd lege ich meinen Arm um ihre Schulter, während ich mit der anderen blind tippe:
„Braun. Weiß. Bin in ner Stunde da.“
Lieber Speedball als Mamakarzinom.
Ich lass mir doch nicht vorschreiben woran ich mich abschaffe!