#Fotze

Er schafft es tatsächlich meine Anspannung auf ein Mindestmaß zu reduzieren, auch wenn er selbst dafür ein wenig zerrissen aus der Wäsche schaut als er sich am nächsten Morgen auf den Weg in die Arbeit macht. Allerdings macht sein Ding nicht den Eindruck von mir weg zu wollen, es scheint geradezu von dessen Besitzer zurück in mein warmes Bett und zu mir zu fliehen.
Stattdessen versucht Mr. L sein Rohr in der Hose unterzukriegen, ich denke ein wenig Sabotage könnt nicht schaden, schleiche mich unter der Decke näher an ihn heran. Kaum hat er den Hosenstall zu, packe ich ihn wieder aus um ihn vom Bleiben zu überzeugen. Seufzend packt er mich am Hinterkopf, seine Hose fällt über seine Knöchel, irgendwo spür ich sein Handy summen. Da man mit vollem Mund nicht spricht, heb ich nur ab und halt das Teil nach oben. Doch statt eines „Guten Morgen“ grummelt er ein brunftiges „Du geile Sau, komm leck meine Eier“.
„Schatz da ist jemand für dich am Telefon“, röchle ich ihn an.
Er bemerkt sein Handy erst jetzt, bringt mich sofort wieder zum Schweigen.
„Guten Morgen Frau Kratzwald, der Termin heute um 14 Uhr passt noch. Selbstverständlich. Ich freue mich“
Tatsächlich freut er sich so sehr, dass die Funken fliegen und er mit zittrigen Beinen eilig davonläuft, sich nochmal umdreht, mich zum Abschied küsst und wieder verschwindet. Hoffentlich findet er den Weg in die Hacken noch – bei der Minderdurchblutung seines Hirns ist das nicht so gewiss. Außerdem würd ich gern wissen was er mit der Frau Kratzwald tut. Und abgesehen davon würd ich mich jetzt gerne paaren.
Vielleicht tut´s ja ein Filmchen auch, wo ist bloß mein Telefon? Statt meinem eigenen, finde ich seins dass unter dem Bett liegt. Könnte mal schauen, ob ich dort ein Bild von der 14Uhr Tussi finde? Vertrauen ist gut, aber Weiber sind Biester. Öffne sein WhatsApp, muss nicht lange nach seiner Leiche im Keller suchen – der erste Chat ein Volltreffer.
Er schreibt ihr Komplimente, schickt ihr Bilder, flirtet auf Teufel komm raus. Er würde sich nur für sie einen Anzug anziehen, ja er habe ihr den Brief schon geschickt.
Und plötzlich spür ich den kleinen heißen Stich unter den Rippen, der sich sekundenschnell zu einem Brand steigert, meine Blutbahn mit Adrenalin flutet und mein Herz rasen lässt.
„Fotze“ schreib ich seiner WhatsApp-Tussi zurück, zieh mir was über und Steig ins Auto. Diesmal ist es genug. Endgültig genug.