#Glaube

Bin ich nichts anderes, als eine egomanische Narzisstin, für die Empathie ein Fremdwort ist? Eine vergnügungssüchtige Lügnerin, die zwischenmenschlichen Tiefgang nur vom Hörensagen kennt? Eiskalter Engel, längst schon dem Untergang geweiht?
Ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick, rastlos wie ein ausgehungertes Tier. Getrieben und gehetzt, ohne die Möglichkeit durchzuatmen renne ich unentwegt umher. Doch egal wie schnell mich meine Beine tragen, das rettende Ufer bleibt unerreichbar.
Zerfressen von der Einsamkeit, wie ein schwarzes Loch, das sich selbst auslöscht. Wo bist du jetzt?
Versinkender Glaube an das Gute im Menschen, zieht alle Hoffnung mit in die Tiefe. Wem soll ich noch trauen, wenn niemand mehr an mich glaubt?

#Metamorphose

Die Metamorphose von der hochsensiblen Prinzessin zum eiskalten Gefühlskrüppel passiert so schleichend wie das Volksbegehren zur Rundfunkgebühr. Jeder hat davon gehört, aber niemand was gesehen.
Alles was sie will ist nichts mehr spüren.
#Herztaub
#behindertesynapsen
Schlechtes Gewissen nährt den Selbstoptimierungswahn, je intensiver der Substanzmissbrauch desto länger die darauffolgende Sporteinheit
Je chemischer die Substanz, desto zweistelliger die gelaufenen Kilometer. Als ob ein Halbmarathon sämtliche Kokainexzesse wettmachen könnte.
Sie fragen sich warum ich das tue?
Ich mich auch!
Ja, ich bin gerne high. Nicht weil ich aus einem sozialen Brennpunkt stamme – ganz und gar nicht. Es macht einfach Spaß!
Der Lieferservice gibt die Daten seiner Kunden an diverse Finanzdienstleister weiter. Vermutlich weil Menschen die um 10 Uhr Vormittag Schnaps, Bier und Filtertipps bestellen nicht allzu kreditwürdig erscheinen.
Dabei schmeckt so ein kühles Blondes nach dem Aufstehen gar nicht so übel.
#Alkoholiker
Sind Rudeltiere.

#Müde

Denkst du wirklich dass dein heutiger Lifestyle dich vor zwei Jahrzehnten befriedigt hätte? Oder wärst du der Langeweile erlegen? Willkommen in meiner Welt!
Ich bin DU. Zwanzig Jahre davor. Mit Muschi statt Latte.
Hure statt Heilige, Magdalena fetzt – Maria ist der Inbegriff aller Spaßbremsen. Pacemakerin fürs Saufen, Ficken und Koksen. Mehr kann ich nicht – hab´s Laufen verlernt, Nase zu voll…
Herzschlag am Limit – vernarbtes Gewebe hinter den Rippen. Kämpfe ums Überleben – nicht weniger als das Teil, dass das Blut durch meinen Körper pumpt.
Schleppend bahnt es sich den Weg durch sämtliche Venen, dennoch reicht es nicht um den eiskalten Engel zu beleben. Ich bin so verdammt abgekämpft und müde.

Christiane F. versus Steve Jobs

Komplett für´n Hugo.
Tageslichttauglich und dennoch untauglich für´s Tageslicht.
Selbstverliebt ohne Selbstwert.
Scheinverschossen?
Gibt es eine Liebe nach dem Schneesturm?
Wenn ja, zu welchem Preis?
Selbstverleugnung im Tausch gegen Zuneigung?
#Mussichmichaufgebenumdirzuentsprechen?
Scheinhingabe?
Zwei Egomanen auf dem Weg nach ganz unten, erliegen unheilbarer Selbstsucht.
Wer wird uns zurück auf den rechten Weg bringen?
Behandlungswürdige Defizite – scheinbar kompatibel?
Destruktiver als Hiroshima hoch Nagasaki.
So notwendig wie Sauerstoff… Essentielles Chaos als Bestandteil der eigenen Existenz..
Kreative Gestörte potenzieren einander, auch wenn sie dem Absturz geweiht sind.
Letztendlich glücklicher als alle die nach oben streben.
Steve Jobs ist tot. Christiane F. am Leben.
Harmonische Zweisamkeit bedingt den Untergang der Individualität.
Reproduktion ausgeschlossen.
WO BIST DU JETZT?

Selbstverschuldetes Verderben oder verzweifelte Suche nach Vollkommenheit?

Die meisten Theorien besagen, dass der Ursprung der Sucht in der frühen Kindheit zu finden sei. Vernachlässigung, Gewalt oder fehlende Geborgenheit als Ursache von Abhängigkeit?

Oder ist es ein Mangel an Disziplin und Willensstärke, der dieses verlogene und nichtsnutzige Pack ins selbstverschuldete Verderben treibt? Keine Krankheit, sondern Charakterschwäche?

Seid ihr wirklich so blind?

Unzählige Male habe ich mich gefragt, ob Sucht vererbt wird; so wie Krebs oder Krampfadern. Gibt es völlig suchtfreie Menschen? Hat nicht jeder ein Steckenpferd?

Eine Obsession, die uns antreibt, fesselt und im schlimmsten Fall nie wieder loslässt. Haben wir nicht alle unsere eigene Art zu sterben? Oder ist es der abgefuckte Junkie, der da aus mir spricht?

Wo hör ich auf, wieweit beherrscht mich die Gier nach mehr? Ununterbrochene Jagd nach dem Tod auf Raten, oder harmlose Alltagsflucht? Mehrmalige Aufenthalte in diversen Psychiatrien sprechen gegen die zweite Variante. Harmlos geht ohne Irrenanstalt und Seroquel.

Sehnende Suche nach dem Ende?

Bin ich krank, oder einfach nur willensschwach?

Geschieht es mir Recht?

Gesellschaftliche Ausgrenzung als Preis meines Egotrips ?

Zu Krebs kann man schließlich nicht nein sagen, zu Koks schon.

Schwächlinge haben es verdient, alleine zu sterben. Hätten doch nur kämpfen müssen.

Resigniert und enttäuscht zieht es mir den Boden unter meinen Füßen weg

WO bist du jetzt?

Bitte geh nicht weg

Ich bin süchtig nach DIR, weil DU alles spannender machst. Weil ich mitten in der Nacht auf einen Berg fahre, um den Sternen näher zu sein.

Ich bin süchtig nach dir, weil ich ohne dich nicht sein kann. Nicht die, die ich gerne wäre.

Ich will immer mehr von dir, als würde das gegen die Angst helfen. Die Angst dich zu verlieren. Die Angst mich in dir zu verlieren. Die Angst nicht zu genügen. Die Angst, dass niemand für mich da ist.

Ich bin süchtig nach dir, weil du Regie bei all den unvergesslichen Erinnerungen geführt hast.

DU steuerst nicht nur mein Fühlen – nein auch meinen Verstand. Wie eine Zecke setzt DU DICH in mir fest. Sämtliche Kontrollinstanzen außer Betrieb – ICH BRAUCH DICH WIE DIE LUFT ZUM ATMEN.

Ich würde alles dafür tun, dich ständig in meiner Nähe zu wissen. Unendlicher Vorrat Unantastbarkeit. Als hätte man den Knopf zum Herz- Abschalten gefunden. Maß- und skrupellos verliere ich den letzten Rest Menschlichkeit; ständig suchend nach dem, der mir Vollkommenheit lehrt.

Und plötzlich ist da etwas. Auf einmal bist DU da.

Wie eine undurchdringbare Barriere, die meinen Körper benetzt, nichts kommt mir zu nahe.

Alles was ich will bist DU. Die höchste aller Instanzen, der Ursprung aller Extreme, Treibstoff fürs Ego und die Motivation.

Gib mir mehr davon.

Nur ein bisschen mehr.

Ich schwöre dir die ewige Treue – nichts und niemand wird mir jemals wieder so viel bedeuten wie DU.

Du bist das Zentrum meines Handelns, die Grundlage meiner Existenz – auch wenn DU mich langsam aber sicher zerstörst und in den Wahnsinn treibst.

Zerfressen von der unstillbaren Gier nach immer mehr – ich werde alles für DICH sein.

Solange DU mich nicht alleine lässt. Ich flehe DICH an – bitte geh nicht weg.

Eiskalter Schweiß benetzt meinen zitternden Körper. Immer flacher die Atmung, ich frage mich, ob mein Brustkorb explodiert. Gefühlte 220 beats per Minute feuert der darunter liegende Muskel, nur um zu zeigen, was noch geht.

Challenge accepted.

Aber ohne DICH werd ich nicht gehen. Niemals.

Ich bin süchtig nach dir. 
 

 

Willkommen in meiner Welt, Arschloch.

Zerstückelte Erinnerungsfetzen drängen aus der Versenkung nach oben und innerhalb eines einzigen Herzschlages ist alles anders.

Es ist endgültig vorbei, letzte Funken falscher Hoffnung und kranker Sentimentalität wie weggeblasen; verglüht ohne dabei auf die Knie zu sinken. Ziellose Besessenheit steuert geradezu in die nächste Vollkatastrophe.

Warum bin ich heute nochmal aufgestanden?

Ach ja. Weil ich dachte, der Typ mit dem Sushi und dem Six Pack würd endlich Frühstück bringen. Von wegen. Die Rundfunkgebühr wollt der Spast; aber das ist ein anderes Kapitel.

Der Schlafentzug zeigt erste Spuren, alles auf slowmo. Nachlegen ist umsonst, sämtliche Körpersysteme kurz vorm Abstürzen. Siebzig Stunden wach und ohne feste Nahrung. Da hilft auch Boliviens Exportschlager Nummer eins nichts mehr. Irgendwann ist einfach zu viel des Guten.

Recht herzlichen Dank liebe Obsession.

Geprügelt, gedemütigt und verzweifelt aus dem Ring gestiegen; niemals gekrochen. Ziellos von einer in die nächste Misere getorkelt.

Unzählige Male die Selbstachtung verloren-kein einziges Mal den Stolz.

Mit gehobenem Kopf scheint der Fall ästhetischer, bisschen Contenance und so´n Scheiß. Immer tanzend. Mit Sonnenbrille.

Und noch während man sich den Aufprall als allerletzte Instanz des eigenen Selbstzerstörungswahns vorstellt, kündigt sich unerwartet Hilfe bei dem Vorhaben an.

Sein Gesicht ist eingefallen, die Konturen der Wangenknochen deutlich auszumachen. Mittlerweile hat sich die noble Blässe in fahles Grau gewandelt, die Stirn voller entzündet aussehender Punkte, tiefe schwarze Ränder unter weit aufgerissenen Augen.

Er wollte immer sein wie Onkel Charlie, geworden ist er das uneheliche, in einer Bahnhofstoilette gezeugte Balg, von Jessy Pinkman und Christiane F.

Ihr Kinder vom Bahnhof Zoo.

Aus jeder seiner Poren dringt das Gift nach außen; vor nicht allzu langer Zeit war ich süchtiger nach seinem Geruch, als nach dem Inhalt seiner Taschen.

Da ist kein Glanz mehr in seinem Blick, sämtliche Erinnerungen getötet.

Will mich erinnern.

Schaff es nicht.

Rastloser Geist randaliert im erschöpften Körper, wirre Gedankengänge, leergekokste Müdigkeit eines  kaputten Wahnsinnigen am Rande der Existenzberechtigung.

Willkommen in meiner Welt, Arschloch.