Woohaaa!

Und schlagartig springt der Funken wieder über – Zwei Fremde die zurück ins Zueinander torkeln, auch wenn sie so tun, als wüssten sie Bescheid. Hochmut der so tut, als ob er vor dem Fall käme. Wie schön, nichts mehr zu spüren.
Fehlende Angst, teuer erkaufte Scheinsicherheit zum Preis deiner Seele. Keine Furcht, keine Hoffnung… Kein Zweifeln, kein sehnen.
Und du dachtest echt, wir hätten gewonnen? Zuhause nervt alles nur noch. Die ewigen Streitereien, die im Grunde genommen lächerlich und bedeutungslos sind. Immer wiederkehrende Knackpunkte lassen sämtliche Lösungsansätze bereits im Kern ersticken. Statt blindem Vertrauen herrscht eisige Distanz.
Da wo früher mal Freundschaft war, ist heute nichts mehr; zerstört oder nur auf Eis gelegt? Wie auch immer – die einstige Verbindung scheint ausgelöscht.
Lieber Hass als gespielte Liebe?
Ist alles was wir fühlen eine Lüge?
Es wird Zeit zu gehen.
Entscheide mich für die Flucht nach vorne, übermächtiges Bedürfnis nach Abstand treibt mich immer weiter weg.
Und doch vermisse ich den Austausch mit meiner schonungslosesten Kritikerin, trotz all den Reibereien. Würde bloß Stolz weniger als Vernunft wiegen
Bedauernswerterweise schlägt Konditionierung Seelenverwandschaft – Sucht tötet Liebe.
Junkies als Inbegriff der Beziehungsunfähigkeit, geachtete Sündenböcke am Rande der Gesellschaft.
Zu mächtig die Gier nach dem Gift, zu gierig die Macht, die das Scheißzeug mittlerweile hat
Längst manipulierter Wille, kapituliert und gebrochen.Fest an die Illusion der Freiheit geklammert, vergifteter Geist belügt sich selbst.
Alle Anzeichen ins Lächerliche gezogen, suche ich ununterbrochen nach einem Ausweg, torkle dennoch besserungsresistent in die nächste Katastrophe. Bin ich wirklich so blind?
Suche mich süchtig, bin ständig auf der Jagd nach Lebendigkeit, balanciere auf einer schmalen Grenze.
Millimeter vom eigenem Untergang entfernt.
Er erwischt mich eiskalt, dieses Mal habe ich nicht mehr mit ihm gerechnet. Und doch.
Ich erwarte eigentlich einen Anruf vom Ticker, stattdessen habe ich plötzlich Mister Voll am Arsch am Apparat. Super.
„Ich habe Angst davor.“
Tim nimmt meine Hand, zieht mich hinter sich her. Am Ende des Hügels angekommen grinsen wir um die Wette.
„Boah ist das geil!“
Kichernd lassen wir uns ins Gras fallen, genießen die bombastische Aussicht. Nichts als Wald und See unter uns, während die Sonne langsam hinter dem Horizont untertaucht.
Er hatte Recht – perfekter kann der Zeitpunkt nicht sein. Optisch nicht.
„Tief einatmen, Rauch unten lassen und sofort wieder ziehen. Du wirst merken, wann genug ist.“ , zärtlich drückt er meine Hand, zieht sie wieder weg um Analia ein Feuerzeug abzuschnorren.
Getrocknete Liane, oder so. DMT, eh ganz unkompliziert – weil körpereigene Substanz – ich höre ihm schon lange nicht mehr zu… Fokus schwankt, Analia zündet die Lunte….
Ich denke mir, hahaha ihr Spasten, als ob ich vor so´n bisschen Biopsychedelika in die Knie gehen würde, Analia reicht mir das Ding…
Zwei tiefe Züge später betoniert mich die Erkenntnis, einen Fehler gemacht zu haben ins Bodenlose. Wie zum Teufel kann man bloss so deppert sein???
Er fickt mich härter als sonst, wahrscheinlich ist er immer noch sauer, weil ich den Geschirrspüler getötet habe. Oder weil ich seinen besten Freund gevögelt hab.
Was weiß ich. Muss ja auch nicht alles zer-denken. Außerdem hat meine Energetikerin gesagt, ich muss mich emotional abgrenzen. Ist ja schließlich nicht mein Kaffee wenn er Probleme mit Fremdficken oder Haushaltsgeräten hat. Mich fragt schließlich auch keine Sau, wie´s meiner Waschmaschine geht. Gleiches Recht für alle, oder?
Wie zum Geier soll man sich bei dem Wirbel im Hirn auf den koitalen Endspurt konzentrieren? Vollgas im Kopf geht nur bei Standgas in der Fuffie. Und umgekehrt.
Abgesehen davon stresst es mich die Tatsache, morgen früh aufzutreten um mein Buch zu promoten. Wie bitteschön soll ich mich um halb zehn Vormittags betrinken? Das ist doch asozial, auch wenn´s nur gegen das Lampenfieber ist. Ich bin schließlich nicht Bukowsky, denke auch nicht, dass mir irgendjemand einen Bierkühlschrank auf die Bühne stellen wird.
„Kannst du mir morgen nicht paar Kaffetassen voll Bier mitbringen?“ (Glaubst du, es fällt auf, wenn ich
Sichtlich irritiert zieht er seinen Schwanz aus mir, legt den Kopf schief und spritzt mir zwischen die Titten.

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