Dissoziation deluxe.

Wie im Trance öffne ich die Augen, verkrampft fixierter Blick, konzentriere mich auf die Stehlampe in der Ecke. Genug Hubschrauber, es reicht.

Plötzlich steht der Raum still, oranges Kunstlicht knallt gegen die Zimmerdecke, zerstreut in alle Richtungen, hinterlässt nichts als einen flüchtigen Gedanken; den Hauch einer Ahnung. Wo bist du jetzt?

Grobe Hände packen mich an den Hüften, brutales Gezerre tötet den letzten Rest an Sehnsucht. Wo bist du jetzt?

Drehe meinen Kopf nach hinten, starre in weit aufgerissene Augen, kurz bevor die eiskalte Gestalt hämisch auflacht:

„Alter, schau dir die mal an. Die lässt ja alles mit sich machen.“

Er zieht sich für einen Moment aus mir zurück, ich frage mich, mit wem er geredet hat und hebe den Kopf. Doch noch ehe ich begreife, was hier passiert packt mich jemand an den Haaren, drückt mich zu Boden:

„Beine auseinander, sonst knallt’s“

Stemme mich mit aller Kraft gegen den Unbekannten, knicke ein und versinke unter ihm. Wieder und wieder wird mein Kopf hochgerissen. Unzählige Ohrfeigen knallen auf die Wangen, brutal und unnachgiebig rammt er seinen Schwanz in mich, vögelt mich wie ein Tier.

Auf der anderen Seite der Couch filmt jemand mit.

Beiße mir auf die Lippen. Ich werde nicht weinen, diesen Gefallen tu ich den Arschlöchern nicht.

Als der letzte mit mir fertig ist, fühle ich nichts mehr.

Alles getötet.

Endlich Ruhe.

3 Antworten auf „Dissoziation deluxe.

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