Bitte geh nicht.

Ignoriere das erste Klingeln des Weckers, ziehe seine Arme um eine Spur näher an meinen nackten Körper um sie festzuhalten. Sekunden später falle ich wieder in den Tiefschlaf.

Leider funktioniert die Taktik nur beim ersten Mal.

Beim zweiten Alarm löst er sich aus meiner Umklammerung und steht auf.

Ich hasse Wecker.

Wieso ist die Nacht schon wieder vorbei? Ich bin doch eben erst in Wien angekommen…

Noch wiegt die Müdigkeit mehr, als die Enttäuschung. Ich wünschte, er könnte bleiben.

Gespieltes Lächeln, als er mich zum Abschied küsst. Er soll nicht merken, dass ich mich Hals über Kopf in ihn verliebt habe. Bloß keine Emotionen zeigen, keinen Funken von Verwundbarkeit eingestehen. Reiß dich gefälligst zusammen.

Bitte geh nicht.

Drücke mein Gesicht ins Kissen, es riecht so gut. Nach ihm.  Er kommt noch mal zu mir, setzt sich aufs Bett und streichelt über meinen Kopf.

Bitte geh jetzt nicht weg.

„Es war schön mit dir.“

Schaffe es die Tränen solange zurück zu halten, bis er verschwindet und die Türe ins Schloss fällt.

 

 

 

 

4 Antworten auf „Bitte geh nicht.

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