Tanz ohne Schwerkraft

Wie millionenfache Stromschläge, die wieder und wieder an der Substanz kratzen, erst nur minimal, stetig steigernd, bis zum kann-nicht-mehr.

Strahlend rasen wir durch die Nacht, Sternschnuppen, schneller verglühend als jegliche Moral in einer an sich selbst erkrankten Gesellschaft. Alles ins Lächerliche ziehend, taumeln wir mitten in einen surreal anmutenden Traum, den irgendein Trottel mit dem Titel „Realität“ verschandelt hat. Verfluchter Wichser.

Und noch während sie versuchen, die richtige Schublade für dich und deinen Vogel zu finden, wünschst du die ganze Welt zum Teufel, vom Einzelgänger zum Außenseiter zum Soziopathen.

Sämtliche Synapsen scheinen taub, Erkenntnisunfähig weil unwillig lassen wir uns immer weiter in den Abgrund ziehen, als wären wir nichts anderes als ferngesteuerte Marionetten.

Und doch – erstaunlich wie leicht es zu tanzen fällt, wenn´s bergab geht, ohne gegen die Gravitation ankämpfen zu müssen, im freien Fall loszulassen – wie die Erfüllung aller Sehnsucht in dir, pures Glück.

Alles was du ablegen musst, ist die Furcht vor dem Aufprall.

Sie werden darauf reagieren wie freigelegte Nerven – hypersensibel; aber nicht weil du ihnen damit auf den Schlips getreten wärst. Das Unbekannte ist schuld an ihrer Angst vor dir; einfach weil du anders tickst als die, die versuchen den Vulkan nach oben-anstatt mitten in den Krater hinein zu tanzen.

Ist der Gipfel erstrebenswerter als der Schlund, der innere Kern?

Eine Antwort auf „Tanz ohne Schwerkraft

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