was wäre wenn?

Was wäre wenn?

Ich hasse die Frage an sich. Wenn meine Tante einen Penis hätte, wäre sie mein Onkel. Hat sie aber nicht. Vermutlich. Also was soll die Scheiße.

Doch der Typ der mit achtunddreißig Euro pro Stunde weniger bekommt als ein ungelernter Möbelmonteur vom Kika, hat gesagt ich soll darüber nachdenken. Bis nächsten Dienstag um sechzehn Uhr.

Und er lasse die Antwort „Dann wär’s halt ein anderer Idiot geworden“, nicht gelten.

Mister Psychotherapeut wird schon wissen was er da von mir verlangt, immerhin hat er sowohl eine Matura als auch ein abgeschlossenes Studium.

Immer und immer wieder rauscht der Satz durch den Kopf, nichts anderes als riesengroße Fragezeichen und erdrückende Leere hinterlassend, kurz davor mir das taub gewordene Herz zu zerreißen.

Doch je länger es da oben rattert umso mehr gewinnt eine gewisse „Jetzt geht’s los“- Stimmung die Oberhand in dem Chaos, plötzlich scheint das Lächeln nicht mehr aufgesetzt und längst verloren geglaubter Glanz kehrt zurück, in die vor Trauer farblos gewordenen Augen.

Könnt aber auch an dem großartigen Sex von vergangener Nacht liegen.

Auf das überfällige Erwachen des Kampfgeists wartend denk ich die Frage zu ende.

Was wäre wenn ich dich nie getroffen hätte?

Mein allerliebster Körperteil würde nicht glühen wenn ich „Jubel“ von Klingade hören würde und ich hätte niemals erfahren, wie es sich anfühlt nur ein verschissener Plan B zu sein.

Die Kraft die Beziehung zu beenden in der ich damals war hätte ich nicht aufgebracht, wären da nicht die Schmetterlinge im Bauch gewesen, für die du verantwortlich warst.

Du hast grenzenlose Begierde in mir ausgelöst doch warst gleichzeitig nie da, wenn ich dich gebraucht hab. Jedes Wochenende bist zu ihr gefahren und du hast wirklich gedacht ich würd zuhause warten bis zu wieder kommst?

Hättest mich nicht permanent übers Telefon so aufgeheizt, wären einige meiner bisherigen besten sexuellen Begegnungen nicht zustande gekommen. Dafür bin ich dir unendlich dankbar.

Auch weil meine Augen und meine Aura gestrahlt haben, jeden in meinem Umfeld ansteckend war ich in dieser Zeit so glücklich wie selten zuvor.

Eine Ahnung davon bekommend was Vollkommenheit bedeutet bin ich durchs Leben getanzt als ob es kein Morgen geben würde, ohne auch nur den Hauch einer Selbstzerstörungstendenz.

Die kam erst später…

Danke. Ich war wirklich glücklich. Waren schöne zwei Wochen.

Ohne dich hätte ich nie erfahren wie sich Ungewissheit anfühlt, das beklemmende Gefühl wenn man weiß dass der Mensch den man liebt bei einer anderen im Bett liegt und am nächsten Morgen mit ihr zusammen aufsteht.

Ohne dich würd ich nicht wissen wie es ist, gegen krankhafte Eifersucht anzukämpfen und ich meine damit nicht meine eigene.

Du hast mich vier Monate alleine gelassen, genau in der Zeit wo ich nichts dringender gebraucht hätte, als eine Schulter zum anlehnen. Jemand der mich in den Arm nimmt und mir irgendeine abgedroschene Floskel ins Ohr flüstert…“Das wird schon wieder werden“

Wenn du nicht gewesen wärst, würd ich bis heut nicht wissen wie schön Heilig Abend sich anfühlt… Völlig alleine, mit der Gewissheit dass der Kerl den man liebt bei einer andern ist.

Auf der Suche nach etwas schmerzstillendem, über einen guten, alten Bekannten gestoßen von dem ich dachte dass er längst passe´ sei…

Der Cocktail aus Einsamkeit und Verzweiflung drückt mich Richtung Gleichgültigkeit, Hass und Kälte.

Und das weiße Pulver aus Lateinamerika drückt mir die Pupillen aus den Augen und das Blut aus der Nase. Immerhin bist mir in dem Zustand scheißegal. Keine Liebe. Keine Hoffnung. Keine Illusion.

Alles was ich will ist mehr. Mehr davon.

Die Angst dich für immer zu verlieren lähmt mein Handeln, lähmt meinen Geist, lähmt meinen Instinkt, unfähig zu auch nur einer banalen Entscheidung treibt der Letze Rest an Vernunft ziellos in einem Vakuum an undefinierbaren Emotionen dahin.

Ich bin verloren ohne Dich.

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