monday morning

Bitte was für ein abgefahrener Morgen?

Im tiefsten Tiefschlaf reißt mich die Klingel aus dem geliebten Zustand der völligen Bewusstlosigkeit. Ach ja, der Typ von der Installationsfirma wollte irgendwas reparieren, aber warum muss das ausgerechnet mitten in der Nacht passieren? Wer ist schließlich um acht Uhr schon auf?

Ich sicher nicht. Prostituierte, Barkeeper, Kokser, Auftragskiller, Drogendealer und Nachtbusfahrer eher auch nicht.

Springe nackt aus dem Bett, schnapp mir den schwarzen Mini der am Boden liegt und zieh mir noch ein weißes Top drüber ehe ich dem Handwerker die Tür öffne.

Völlig schleierhaft ob er mich wegen des chaotischen Zustands meiner langen braunen Haare oder wegen der durchscheinenden Nippel so bescheuert angrinst, zeige ich ihm den Weg ins Bad.

„Mach schnell und schau dass du wieder aus meiner Wohnung kommst.“ Noch während mir der oft gedachte Satz beinahe herausrutscht, beherrsche ich mich und fange selbst zu grinsen an. Als er so vor mir steht und konzentriert am Boiler herumschraubt, scheint er doch meinen musternden Blick zu spüren, denn plötzlich hebt er den Kopf und starrt eindringlich zurück.

„Schade dass ich dir keine Briefmarkensammlung zeigen kann.“

Er reißt den Mund weit auf und sein Schraubenzieher fällt ihm aus der Hand.

„Ficken?“

Bingo. Er hat verstanden was ich möchte.

Zehn Minuten später funktioniert der Boiler zwar immer noch nicht, dafür liege ich nackt, verschwitzt und entpannt neben dem Marlboro qualmendem Fachmann auf der Couch.

Wer braucht schon warmes Wasser, das wird doch eh alles überbewertet.

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